Beiträge von Mehrhund

    Ich würde gerne mal wissen, wie das "Hohlballern" eurer Hunde aussieht, was genau meint das bzw. wie sieht es aus? Was ist der entscheidene Unterschied zu einem Hund, der einfach gerne mal ein bissi rennt (oder ist jedes Rennen schon Hohlballern?)?

    Ich kann leider immer noch nicht Videos einstellen einstellen....

    Also bei uns ist es so:
    Der Hund wird STARR, wenn sie weiss, dass sie abgemacht wird von der Leine. Dazu muss man wissen, dass sie viel Freilauf hat, aber das ist halt IMMER, TÄGLICH und auch MEHRFACH...also IMMER nach LEINE ab.

    Im Rückblick, hat es beim Welpen/Junghund aus Überforderung mit Umwelt allgemein angefangen. Ich habe das damals nicht erkannt und ganz viel mit dem vollkommen überforderten Tier IN den Situationen geübt, die sie überfordert haben.

    Und so das Problem verschärft. Da ich den Hund schon im Alter von 10 Monaten im Vollspeed ablegen konnte, wenn es drauf ankam, habe ich halt so weiter gemacht.
    Weiter an Sympthomen rumdressiert.


    Zur Frage: Ich habe ja immer Hunde gehabt...mal eingene, mal in der Kindheit, mal Gast ect. KEINER!!!! dieser Hunde hat das Rennen als Suchtverhalten gehabt.
    Ich habe 3 Jahre mit einem Afghanen im Haushalt gelebt, den ausgeführt. Der ist auch gerannt, alle unsere Hunde sind gerne gerant...einfach so.

    Mein Rennjunky steht also starr in absoluter Border Collie Erregung, Rute unter dem Bauch und früher hat sie dann auch laut mit den Zähnen geklappert.
    Ich leine ab und sie SCHIESST im VOLLSPEED los...100-150 m. Dann drehte sie um und RASTE zurück....Immer gerade aus....immer Strasse oder Weg...

    Ich kann mit dem Hund nicht über eine Wiese schlendern, sie sucht zwanghaft WEGE....dass heisst, sie rennt dann auch hin....und das kann gefährlich sein, weil sie sich früher dann auch nicht mehr abrufen liess, wenn ich nicht IMMER und mit allen Sinnen, bei dem Hund war....

    Wenn ich angeleint mit ihr über eine Wiese laufen, stoppt sie mich permanent...(geht auch mittlerweile...)
    Sie möchte Rennen und zwar EXAKT gerade aus! Auf WEGEN!

    Das Rennen ist die Sucht...das Ventil und die Droge gleichzeitig.

    So, nun angenommen, ich krieg sie RUNTER, wir laufen irgendwann NORMAL, dann kommt eine Wegkreuzung!
    Und es fängt von vorne an (ist jetzt auch nicht mehr massiv)....
    Sie hat dann meine Körperhaltung betrachtet ODER ist dalang, wo wir halt immer langgehen : GERAST...VOLLSPEED....150 m....

    Das heisst im Leben, der Hund schaltet sich an Wegekreuzungen aus und ich muss sie vorher rannehmen, damit sie sich nicht evt. umbringt, indem sie über Strassen läuft.
    Ganz BC typisch WEISS sie aber auch das zu deuten und fängt dann FRÜHER AN zu semmeln...,und rast einfach schon mal 100 m ZUR Kreuzung, um dann 150 m in eine Richtung zu RASEN...geradeaus.
    Sie SPIELT NIE dabei mit andern Hunden. Sie hat gelernt, Hunde, die sie dann verfolgen, evt. in den Jagdtrieb rutschen (ich muss auch das immer managen) "abzuwettern"....dann kann sie anhalten, stehen...langsam in HOCHSPANNUNG GEHEN....um dann, nachdem die Situation wieder entstresst ist, sich diesen Strass dann abzurennen.....

    UND sie rennt, würde/wäre gerannt immer....ICH habe auch das kontrollieren müssen.

    Sie hat dadurch eine IMMENSE Ausdauer.

    Ich bin dann eine zeitlang Rad gefahren, damit sie WENIGER rennt....allerdings hat sie gesogen wie ein Berserker, und sich damit wieder verausgabt....
    Sie kann auch ziehen nur im VOLLSPEED.


    Ich habe in meiner Zeit mit ihrexakt 2 weitere Border Collies kennengelernt, die das auch machten. (Beide nicht zu lenken, die durften einfach machen)
    Einen werde ich nie vergessen. Der ist gerannt und am Ende ist hochgesprungen, hat sich SCHREIEND um die eigenen Achse gedreht und versucht sich in die Rute zu beissen, nach Landung ging es wieder weiter.

    Der andere ist halt gerast wie bekloppt.

    Ich habe das erst VIEL zu spät alles erkannt. Es konnte mir auch nie jemand helfen.
    Einheitliche Meinung aller Fachleute: GEHORSAM...

    Aber den hat das Tier, wirklich, ist mein best erzogenster Hund.
    Ich kann/konnte die ablegen wo immer und wann immer, aber wenn ich das Kommando aufhob......WUSCH...rennen.....Bodenlenkrakete: PLatz...rennen...Platz...rennen....Leine ab...rennen...an der Strasse warten.....okay: los....= RENNEN...

    Tür auf= RENNEN
    Und wenn ich mühsam irgendwas abgestellt habe, dann hat Hund sich eben ausgedacht: Frauchen geht nach rechts= rennen....

    Glaub mir, es gibt Unterschiede zwischen rennen und SEMMELN ;)

    Ich kann etwas lachen, weil meine Semmel wird im März 14 und ist gemütlicher geworden und vor allen Dingen, sie geht seit einem Jahr sehr schön an der Leine :D :D :D

    Noch was: Sie ist der Hund, der hier auf dem Grundstück frei laufen konnte, als das Grundstück noch nicht eingezäunt war. Das war nie ein Problem....
    Aber eine Strasse normal langdödeln....DAS war immer ein Problem.

    Für das Anfangsstadium liegst du mit 52g Protein ganz gut, der Bedarf liegt beim gesunden Hund laut Zentek bei 5g verd. RP je Kg Stoffwechselgewicht (also Gewicht hoch 0,75). Das macht bei deinem 20kg Hund gerundet 47g verd. Rohprotein.

    Versteh ich schon wieder nicht die Rechnung.
    Ich habe so gerechnet:
    2,6 g Protein mal 22 Kilo Hund (20 Kilo hatte ich zur Einfachheit....)

    Aber 2,6 mal 20 sind auch nicht 47

    Ich habe jetzt Schweinefleisch gekauft und rechne mit durchschnittlich 20 % Proteingehalt (Kamm hat 23 %/Schulter 17 % und so weiter.../im Schnitt halt 20)

    Ich habe das auch mit MJ abgeglichen...passt....

    Rohprotein ist doch das Protein gesamt. Verdauliches Rohprotein ist immer weniger.

    Wobei es bei Schweinefleisch bei 98 % liegt. Bei Weizen liegt die Verdaulichkeit bei 47%

    Nach deiner Rechnung würde mein Hund proteinreduziert gefüttert werden. Unter dem Minimalbedarf, den Meyer/Zentek angeben..

    Kann das so stimmen?

    Das Thema ist einfach sehr speziell.
    Ich empfehle dir das Buch "Ernährung in der Kleintierpraxis".

    Dort wird auf unterschiedliche Diäten eingegangen - leider nicht so detailliert, wie ich mir das von einem medizinischen Fachbuch erhofft habe, aber immerhin.

    Kenn ich nicht, find ich nicht :)
    Kannst du mal Verlag schreiben, oder Nummer...oder Autor...bitte.

    Ich habe -aus versehen- MinzKaustangen gekauft. Cindy hat die Dinger als "ekelhaft" deklariert, darum gibt's die nicht mehr. Murphy ist da ganz der gleichen Meinung, er hat mich angeschaut als hätte ich versucht ihn zu vergiften :fear:
    Aaaber, er hat schon einmal Hustendragees gefuttert, die Mann in Hundenasenweite liegen lassen hat. Die helfen garantiert!
    Er hat 2 Tage nach Eukalyptus geduftet :lol: (lt. TA unbedenklich)

    Hmm, ich überleg grad....
    Wenn meine mal (selten) Blähungen haben, dann könnte man doch so ein Eukalyptus Bonbon nachschieben, dann käme quasi eine Duftbäumchengeruch raus.

    Oder es würde riechen, als hätte jemand in einen Eukalyptuswald gesch.....

    Danke dir! Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das aber alles wohl gar nicht so "tragisch", weil eben eher mit den Muskeln zusammenhängend und nicht mit den Gelenken. Daher gut behandelbar.

    Sorry, das passt nicht.

    Wenn es muskulär ist, ist es nicht "neurologisch"....
    Und "muskulär" kann sehr wohl an Wirbleblockaden (sagt Physio ja auch) liegen.

    Diese Blockaden können zum Beispiel auch von der Halswibelsäule kommen oder von Problemen in den vorderen Extremitäten....oder von der Bandscheibe, oder oder oder...

    Ohne Diagnose ein Ratequizz.

    Meiner Trainer sagt mir immer dass man gerade mit Tierschutzhunden nicht immer am Ziel ankommt, aber alles verbessern kann.

    Welches ZIEL!

    Ich frage das provokant, aber nicht gegen dich provokant.

    Sondern, weil eine 08/15 Erziehung mit 08/15 Ziel, nicht ein Ziel sein kann für Hunde mit handikaps.

    Okay, deiner hat "nur" ein seelisches handykap.


    Also es muss doch wohl klar sein, dass Hunde mit Vergangenheit eben manchmal nicht die "ja waseigentlich für Super tollausgebildete Wunderhunde" sind.

    Für 3 beinige Hunde ist das Leben dahingehend manchmal leichter. Da sieht man die Einschränkung und muss den eigenen Ehrgeiz (oder den der "Trainer") anpassen.

    Bei seelischen Schäden, sieht man nichts.....
    Wenn man nicht hinguckt.

    Ich habe jetzt mal darüber sinniert. Die Trigger sind für sie ganz simple Sachen, die man auf jedem Spaziergang ständig hat. Ich kann sie nicht meiden. Offene Fläche - also man geht an einer Wiese vorbei: Sie will ballern. Es steht irgendwo entfernt ein Auto, Bauwagen, es hat jemand seine Rüben mit Plane abgedeckt etc.: Sie will ballern. Es kommen uns Menschen entgegen: Sie will ballern.
    Es ist so, als ob ich jeden Tag mit einem Alkoholiker in die Kneipe gehe und ihm sein Feierabendbier zuteile. Und dauernd die Bestellung des zweiten Bierchens wieder abbestelle. Und sobald ich aufs Klos gehe und das nicht beaufsichtige, hat er sich gleich mal zwei hinter die Binde gekippt mit zwei Schnäpsen dazu.
    Es ist total nervig.

    Ich habe eine "Selbstgemachte" Rennsemmel.

    Und GESTERN!!!!!!! habe ich sie abgeleint und: sie ist ein paar m gelaufen, hat dann geschnüffelt....

    Nun wird der Hund im März 14.....
    Na geht doch....

    Ihre Trigger sind: Ableinen
    Wegekreuzungen, Strassen, früher Züge, Autos, Räder, noch früher Jogger, noch früher: vor uns laufende Menschen....VÖGEL

    Rüben mit Planen: kenn ich, dann will meine Zergeln (eine weitere grandios von mir selbstgemachte Verknüpfung= Hast du Angst/Respekt vor was: beiss rein und zergel wie blöd....)

    Schön, wenn man das irgendwann versteht.
    Ich habe leider die ersten Jahre diese spezifischen Zusammenhänge nicht verstanden.

    Ich gehe hier nun seit JAHREN! ruhig spazieren mit ihr und lege NULL Beachtung auf ihre Marotten.
    Ich scanne die Umgebung, dass keine Gefahren bestehen...und dann leine ich ab.

    ABLEINEN.....bei all meinen Hunden: normal...Leine abmachen halt, bei allen vorherigen Hunden und bei allen nachherigen Hunden.

    Bei diesem: Sie merkt, dass ich sie ableinen würde/werde.
    Ich beuge mich runter und versuche den Haken zu lösen. Dabei macht sie das Wildpferd, ist erst starr und springt dann IN die Leine oder ohne eben nach vorne.

    Ich kann auch die Leine fallen lassen, der Hund startet sofort wie irre durch....das geht auch nicht heimlich....Schleppleine ist für sie nur eine Lange Leine, an der man rummreissen kann. Oder eben zur Ausbilgung als Stopp ect...

    Ich habe auch lange Zeit gegenkonditioniert: Haken der Leine geklackt und NICHT gelöst....
    Aber ich habe nicht mit der unfassbaren tiefen Konditionierung des kleinen Schwerverbrechers gerechnet (bzw. das nicht mal im Ansatz verstanden).

    Ich habe jetzt nach JAHREN einen Fuss reinbekommen.....

    Mein anderen Hunde habe ich so konditioniert, dass das LOSSEMMELN der Semmel der Marke ist für: zum mir kommen und Leckerchen abstauben.

    Die Semmel hat das irgendwann gemerkt und wollte dann auch NACH absemmeln einen Belohnung....das hab ich ihr nicht gegönnt.
    Mit der Zeit wurde aus dem heftigen Gesemmel weniger, kürzeres...und gestern: TARA.....ätzendes abgeleine noch, aber dann: Hund schnüffeln so vor sich hin.

    Ich werd bekloppt....
    Mal gucken, wies heute is.

    Dafür isse gestern in den Kanal gesprungen, bei EISIGEM Wind...
    Verbieten geht nur bedingt, denn: SIE KANN JA NICHT HÖREN und muss dann weggucken, wenn sie was nicht wissen will....boahhh