Man kann die Thematik jetzt mit Management, also Abstand halten, Richtung ändern, usw. lösen, aber die Einbringung in eine Gruppe kann hier helfen, dass andere Hunde erst gar nicht mehr als Bedrohung empfunden werden.
Bist du wirklich so naiv, dass du diese rosarote Brillensicht tatsächlich glaubst?
Was da tatsächlich passiert: Nach dem Vorbild der früheren Interpretation des Verhaltens von Gehegewölfen - welches fast ein Jahrhundert als "das übliche Wolfsverhalten" angesehen wurde, eindeutig widerlegt ist, aber eben immer noch häufige Grundlage für Alpha-Training ist - werden hier Hunde auf engem Raum dazu gezwungen, eine Hierarchie zu bilden.
Was mangels Ausweichmöglichkeiten eben in Auseinandersetzungen endet.
Eine Hierarchie, die auf der Macht des Stärkeren basiert.
Wenn Hunde in diesem Bootcamp endlich gelernt haben, dass es eine strenge Hierarchie gibt, in der sie sich unterordnen müssen, werden ausgewählte Hunde (nämlich die mit großer Unterordnungsbereitschaft) dort rausgenommen, um diese Lernerfahrung in gezieltem Einzeltraining auf Menschen als Mitglied eines Sozialverbandes zu übertragen.
Der Mensch stellt sich dann als Alpha dar, dem der Hund sich unterzuordnen hat.
Hat der Hund auch diese Lektion erfolgreich gelernt, kann er vermittelt werden
Interessenten erhalten eine Einweisung, (evtl. auch Training? V.B. hat sich da in einem der ersten Videos, die in 2019 zu Beginn dieses Threads hier eingestellt wurden, sehr diffus ausgedrückt), damit sie dem Hund gegenüber die gleiche Haltung einnehmen, wie der Hund sie bei V.B. kennen gelernt hat.
Die Gefahr eines Rückfalls in alte Verhaltensweisen ist - wie bei allen Bootcampteilnehmern - sehr groß, sobald sie in ein Umfeld kommen, in welchem diese im Bootcamp herrschenden Regeln nicht mehr existieren.