das ist aber Voraussetzung für die Stöberarbeit.
Nochmal: Nach Jägerdefinition.
Wir sind hier aber nicht in einem Jägerforum, sondern einem Forum für ALLE Hundehalter, auch Nichtjäger.
das ist aber Voraussetzung für die Stöberarbeit.
Nochmal: Nach Jägerdefinition.
Wir sind hier aber nicht in einem Jägerforum, sondern einem Forum für ALLE Hundehalter, auch Nichtjäger.
Ich hatte eher den Eindruck, der Hund war so im Tunnel, dass es gar keine andere Möglichkeit gab als Hochziehen und Wegschleppen.
Mit allen 4 Pfoten auf dem Boden wäre die Gegenwehr des Hundes so groß gewesen, dass der Mensch ihn gar nicht mehr hätte halten können.
Aber das ist nur mein Eindruck.
Das ist dann eine Suche und hat nichts mit der von mir beschriebenen Arbeit zu tun.
Genau DAS ist die Definition in der Jägersprache.
Vielleicht reden wir deshalb aneinander vorbei, weil du deinen Fokus auf das Thema Jagd immer aus der Sicht des (menschlichen) Jägers betrachtest.
Ich habe als Fokus Verhaltensbiologie, und da ist Stöbern ein nicht-zielgerichtetes Suchen nach Beute als eine der Beutefang-Verhaltenssequenzen.
Kann ich auch nur bestätigen. Und schon dreimal nicht der Retriever, der dafür gezüchtet ist, ein Jagdgeschehen aufmerksam zu beobachten bis er gezielt eingesetzt wird.
Da du, wildsurf diesen Beitrag ja geliked hast - wie lange hast du noch mal bei deinem Nevis gebraucht für die erforderliche Steadyness?
Ach ja, und eigenständiges Stöbern und Hochmachen bringt er vom Jagdverstand auch nicht so recht mit.
Eine tote Ente kann nicht hochgemacht werden...
Aber was glaubst du, muss der Retriever tun, wenn er ein Areal absuchen muss, weil die Fallstelle nicht sichtig war?
Nur dass er seine Beute dann nicht hochmacht, sondern aufnimmt und dem Menschen bringt.
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen. Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Anlage - nix Training
Reden wir jetzt völlig aneinander vorbei?
Es geht um BEUTEspezialisierung, nicht um Verhaltensanlagen wie Vorstehen, Apportieren, Schärfe etc.
Die spezialisierten Verhaltensanlagen machen den jeweiligen Hund zu einem Spezialisten für den jeweiligen Jagdgebrauch - und dieser hängt von der jeweiligen Beute ab.
Was meint ihr denn, warum man vor Allem Jagdhunden beibringen muss, nicht auf jeden Bewegungsreiz mit Jagd zu reagieren?
Und daher kann auch ein genetisch entsprechend ausgestatteter Hund, der beispielsweise Wildvögel nie als "lohnenswerte Beute" kennengelernt hat, die
Spezialisierung auf Wildvögel ist wohl ein eher schlechtes Beispiel, weil Vögel wegfliegen können und damit unerreichbar sind.
Nenne mir doch mal Rassen mit Spezialisierungen, die nicht antrainiert werden müssen auf die entsprechende Beute, für die diese Spezialisierungen gedacht sind.
antwort; das war ganz einfach; man vertreibt den hund bis der "aufgibt" und total gedeckelt ist(hört sich ein bischen blöd an,aber mir fällt keine andere formulierung ein)... dann entfernt er sich nicht mehr vom halter weil er angst hat ...
Erinnert mich sehr an das Round-Pen-Training von Monty Roberts...
Alles anzeigen"Wird aber auch am Wild gearbeitet." ...
Siehst du den Unterschied?
Dein Retriever kennt sowohl Dummies als auch Wild als Beute - meine Hunde kennen nur Dummies als Beute.
Hand auf's Herz - deine Freude, wenn dein Retriever dir ein Wildstück bringt, ist doch auch wesentlich größer, und vor Allem ehrlicher, als wenn er dir nur ein Dummy bringt.DAS ist aber nicht zwingend dem "Wild als Beute kennen" oder nicht geschuldet. Ein entsprechend veranlagter Hund braucht das bestimmte Wild nicht als Beute zu kennen, um zu wissen, dass das "sein Wild" ist - das hat er werkseitig auf der Festplatte installiert. Und wird schon entsprechend passioniert darauf reagieren, wenn er es erstmalig antrifft.
Natürlich kommt auch da noch die Erfahrung "ist lohnenswerte Beute" obendrauf. Und bei Hunden, die genetisch nicht so stark vorbelastet sind (wie das bei vielen Retrievern der Fall ist) kann dies die dominierende Komponente der Motivation sein.
Ich bin jetzt echt verwirrt - das BEZIEHT sich explizit auf einen Retriever - und ja, es ist tatsächlich kennzeichnend für den Retriever, dass er lohnenswerte Beute von nicht-lohnenswerter Beute deutlich unterscheiden lernen kann.
Dazu muss man nur als Hundeführer entsprechend geschickt trainieren.
Ja, es gibt durchaus Hunde(-rassen), die genetisch bedingt wenig effizient einfach jagen, sobald sie die Gelegenheit dazu haben.
Auch wenn viele Jäger Retriever belächeln als "nicht richtige Jagdhunde", so gibt es mittlerweile auch viele Jäger, die den Retriever gerade wegen seiner Verlässlichkeit als Jagdbegleiter und -helfer schätzen.
Übrigens: Wölfe jagen auch genetisch bedingt lieber effizient, also lohnenswert.
Ich biete zu Sicht und Spur noch Gehör dazu.
Alles anzeigenSo funktioniert das aber bei meinem Hund nun mal nicht. Ersatzbeute ist ihm völlig egal. Dafür macht er keine Kralle krumm.
Ich finde es wichtig das Vorgehen dem individuellen Hund und dessen Eigenschaften anzupassen. Bei uns ist die Impulskontrolle bei laufendem Wild extrem wichtig. Werfe ich ihm nen Dummy, guckt er in Seelenruhe. Das bringt ihn 0,0 aus der Fassung. Ich muss am bewegten Objekt arbeiten, deswegen darf er gucken, muss aber ruhig und im Sitz bleiben.
Hier sollte man auch die Rasse berücksichtigen. Retriever sind genau dafür gezüchtet, ein Jagdgeschehen zu beobachten und sich zurückzunehmen. Das ist bei dem Typ Hund auch einfach keine Kunst und schreibt sich leicht.
Hütehunde zum Beispiel zeigen sich hier mEn zB ganz anders, die lassen sich von Bewegungsreizen in einem Maße triggern, das ist man mit Retriever nicht gewohnt. Einfach komplett verschiedene Welten.
Rassen wie der DD oder DJT bringen dann noch Schärfe mit, sind insgesamt kerniger und haben auch mehr Jagdtrieb.
Aber selbst mein Retriever findet Wild wesentlich geiler als Ersatzbeute (ja, auch Dummys). Wird aber auch am Wild gearbeitet.
"Wird aber auch am Wild gearbeitet." ...
Siehst du den Unterschied?
Dein Retriever kennt sowohl Dummies als auch Wild als Beute - meine Hunde kennen nur Dummies als Beute.
Hand auf's Herz - deine Freude, wenn dein Retriever dir ein Wildstück bringt, ist doch auch wesentlich größer, und vor Allem ehrlicher, als wenn er dir nur ein Dummy bringt.
Ich habe die meiste Freude, wenn ich sehe dass es mir gelungen ist, meinen Hunden eine Aufgabe zu bieten, bei der sie jagdtechnisch voll auf ihre Kosten kommen.
Heute z. B. bei der Frei-Verloren-Suche: Ein kleines, vielleicht 30 m² großes Areal aus 30-60cm hohem Wildbewuchs, u. A. auch niedrigem Dornengebüsch.
Ganz langsam und akribisch haben meine beiden Nasen auf 4 Pfoten das Areal durchgekämmt, zu sehen, wie sie da ihre Nasen einsetzen mussten und es auch taten, war herrlich
Das Areal war übrigens nicht klar abgegrenzt - ein wenig mussten meine Hunde sich auf ihre Nasen verlassen und selber merken, dass sie den Suchenbereich verlassen.
Nyriah Ich mache Apportiersport mit meinen Hunden. Es gibt aber noch andere Sportarten, bei denen Hunde ihre jagdliche Veranlagung ausleben können ohne dass man als Mensch die Erlaubnis zum Jagen nach dem Landesjagdgesetz haben muss.