Beiträge von Hundundmehr

Wir führen derzeit umfassende Wartungsarbeiten durch. Es kann bis zum Abschluss zu Verzögerungen beim Ladevorgang kommen.

    Eine breitere Basis. Wenn nur 80 Welpen im Jahr fallen und ein Problem auftritt, hat man gar nicht mehr die Möglichkeit nicht belastete Hunde zu nutzen.

    Woraus wird denn dann abgeleitet, dass diese breitere Basis auch gesünder ist?

    Es geht hier um planlose, antragsfreie Zucht - und da ist eben keine gezielte Auswahl vorhanden, um entsprechende Problematiken tatsächlich zu beseitigen, sondern es wird nur eine breitere Basis geschaffen.

    Da planlos und unkontrolliert, eben auch eine breitere Basis für andere Probleme, die durchaus bekannt sind und geprüft werden könnten. Aber auch das eben nur durch längerfristige Kontrollen.

    Ansonsten versucht man doch nur, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben.

    Dann hast du mich glaube ich falsch verstanden.
    Ich meinte natürlich ohne Antrag und Einkreuzungsplan innerhalb des VDHs mit zugelassenen Zuchttieren.
    Nicht lasst die Hunde los.

    Ja, da hatte ich dich falsch verstanden.

    Wobei aber auch die obige Aussage wieder ein ganz weites Feld für Gedanken/Einwände öffnet.

    So spontan: Das VDH-Zuchtsiegel ist nicht wirklich ein Gütesiegel ... es gibt auch innerhalb des VDH solche und solche Züchter ...

    Ich persönlich sehe derzeit keinen anderen Weg als den der ausführlichen Prüfung und Genehmigung für solche Einkreuzungsvorhaben, wenn diese tatsächlich zum Wohle des Hundes sein sollen.

    Dazu müssen die Kenntnisse der gesamten Verhaltensbiologie berücksichtigt werden, und diese beinhaltet etliche wissenschaftliche Zweige, wie z. B. Genetik und Neurobiologie.

    Das KANN kein Züchter alleine wuppen.

    Vor einigen Jahren wurde nach ausgiebiger Prüfung z. B. die Einkreuzung eines Golden Retriever zur Auffrischung des Novia Scotia Duck Tolling Retriever durch den VDH erlaubt.

    Kam nicht zustande, weil dem Toller-Züchter die Vermischung dieser beiden Rassen nicht genehm war.

    Zucht ist keine Momentaufnahme, sondern bedarf der Dokumentation über etliche Generationen, um tatsächlich herauszufinden, ob hier eine Verbesserung im Sinne der Hunde stattfindet.

    Da muss mehr qualitativer Anspruch her, und zwar wissenschaftlich basiert.

    Es kursiert einfach immer noch viel zu viel Wunschdenken und auch Aberglaube bei der Reproduzierung von Hunden.

    Wieso sollte Willkür erfolgen. Bei einer Öffnung der Zuchtbücher, dürften natürlich weiterhin nur gesunde und geprüfte Tiere in die Zucht und natürlich nachvollziehbar und mit Brief und Siegel.

    Weil ich mich explizit auf diese Aussage von Tatuzita bezogen habe:


    Das stimmt allerdings, aber eine Lockerung würde einigen Rassen sehr gut tun. Es würde ja kein Züchter gezwungen zb einen Rüden einer anderen Rasse zu nehmen, aber er hätte die Möglichkeit ohne Antrag und Einkreuzungsplan.Ich glaube bei so einer großen Population wie beim Schäferhund würden das die wenigsten machen, aber bei den kleinen Populationen und davon gibt es schon ne Menge würde das was bringen.

    Da steht: OHNE Antrag und Einkreuzungsplan.

    Du würdest da wieder eine Einschränkung (und damit Kontrolle) hinsichtlich gesunder und geprüfter Tiere (nachweisbar mit Brief und Siegel) fordern.

    Wobei gewisse genetische Grundlagenkenntnisse durchaus auch von Vorteil sind. Manche rassespezifischen Eigenschaften, sowohl von der Spezialisierung her als auch von den körperlichen Vorgaben her, sind genetisch nicht vereinbar.

    Und ja, es gibt natürlich bekloppte Leute, uneinsichtige Hundeführer, chaotische Radler, sture Jogger, eigenwillige Spaziergänger usw., doch in geballter Form innert meiner Gassirunden und täglich und womöglich noch mehrfach täglich, nein das habe ich noch nie erlebt!

    Jep - ich auch nicht!

    Manchmal denke ich schon, ich lebe hier in Wolkenkuckucksheim ... bei den ganzen netten Passanten mit/ohne Hund, Joggern, Radfahrern, Familien, älteren und/oder eingeschränkten Menschen, die mir hier tagtäglich begegnen.

    Wobei ich schon denke, dass es durchaus Ballungsgebiete gibt, wo die unterschiedlichen Interessen deutlich stärker konfrontieren als hier bei mir.

    Letztens am Drachenfels, Sonntag und ein herrlicher Herbsttag - da waren in den Touristenattraktionen SOOOO VIElE unterschiedliche Interessengruppen dermaßen geballt unterwegs, dass ich meine Jungs auch an Stellen angeleint habe, wo ich sie normalerweise freilaufen lassen könnte (und auch dürfte).

    Sowas tue ich meinen Hunden nicht täglich an, ich suche nach Möglichkeiten wo sie ihren Freilaufspaß haben können, ohne dass die Interessen anderer dadurch eingeschränkt werden.

    Ich finde es nicht prickelnd, wenn 2 große Hunde unangeleint einer Familie mit kleinen Kindern entgegenkommen, die möglicherweise gerade einen Keks oder einen Stock oder auch ein Eis in der Hand haben und damit so rumwerkeln, dass meine Jungs sich "eingeladen" fühlen. An Stelle der Eltern würde ich dann einem fremden Hund gegenüber auch sehr skeptisch sein.

    Mein Amigo hat mal im Wald einer fremden Frau, die ihn durch freundliche Ansprache dazu animierte zu ihr zu kommen den zusammengefalteten Knirps (kleiner Regenschirm) aus der Hand genommen.

    Gott war mir das p e i n l i c h !!!!!

    Wir haben das aber lachend über die Bühne gekriegt - wären da Kinder bei gewesen, hätte ich meine Jungs zunächst erst mal unaufgefordert angeleint und die Reaktion der Eltern abgewartet ... immer auch die Kinder im Auge, denn manche Eltern wünschen einen Kontakt zu den Hunden und bekommen einfach nicht mit, dass ihr Kind das erst mal gar nicht will ;)

    Menschen die meinen mir etwas aufdiktieren zu müssen, nur weil sie es WOLLEN, finde ich dagegen ätzend.
    Meistens bin ich da resilient (und gutgelaunt) genug, um das betont freundlich abprallen zu lassen.

    Das stimmt allerdings, aber eine Lockerung würde einigen Rassen sehr gut tun. Es würde ja kein Züchter gezwungen zb einen Rüden einer anderen Rasse zu nehmen, aber er hätte die Möglichkeit ohne Antrag und Einkreuzungsplan.

    Genau dieses "ohne Antrag und Einkreuzungsplan" öffnet aber der Willkür wieder Tür und Tor - und das dann "ganz offiziell" mit dem Stempel "eingetragene Zucht"???

    Ne danke - also hier wünsche ich mir doch sehr ein Mitspracherecht kompetenter Spezialisten.
    Genau DAS wird meiner Ansicht nach nämlich zu wenig genutzt.

    Es gibt genug wissenschaftliche Fakten für eine GUTE Zuchtbasis.

    Nur sollten diese auch berücksichtigt werden - zum Wohle der Haushunde.

    :D @network

    Ich gehe IMMER davon aus, dass Menschen die nur meine Hunde aber nicht mich sehen, Angst wegen eines unkontrolliert (unbeaufsichtigt) laufenden Hundes bekommen KÖNNTEN.

    Gibt ja leider genug Vollpfosten in dieser Welt, zu denen ich nicht zählen möchte.

    Deshalb laufen meine nicht außer Sicht.

    Den meisten Menschen, denen ich hier begegne, reicht schon ein kleines "Entspannungssignal", welches ICH sende.

    Das ist oftmals nur ein freundliches, deutlich wahrnehmbares Ansprechen meiner Hunde, die darauf reagieren.

    Scheinbar nehmen die meisten Menschen das tatsächlich als Signal mit der Botschaft: "Die achtet auf ihre Hunde!" wahr, weshalb eine weitere Kontrolle gar nicht möglich EDIT: NÖTIG ist.

    Zumindest hier bei uns ist es für die meisten Menschen wohl normal, dass man in einem Gebiet mit erlaubtem Freilauf auch einem freilaufenden Hund begegnet.

    Natürlich gibt es auch Menschen, die außerhalb dieses für mich als normal empfundenen Bereiches größere Bedenken haben (zumal ich ja auch große Hunde habe).

    Die können diese Menschen aber äußern, und ich habe da immer ein offenes Ohr für - und kann das auch mit meinen Hunden dann durchführen.

    Vor einigen Monaten kam ein Jogger von hinten und hat schon aus großer Entfernung gerufen: "Leinen sie ihre Hunde bitte an!".

    Von mir kam ein deutliches und freundliches: "Ja, klar!" und ich habe das widerspruchslos gemacht und meine Hunde sichtbar für den Jogger kontrolliert.

    hat mir eine kurze Erklärung des Joggers eingebracht, die ich sehr nett fand :smile:

    "Ich hatte leider schon zwei unschöne Erlebnisse mit Hunden, wo die Halter sagten, der Hund würde nix tun ... sorry!"

    Hätte er mir nicht erklären müssen - und hat bei mir dafür gesorgt, dass ich noch mal besonders rücksichtsvoll war; Ich habe den Jogger nämlich passieren lassen, und dann anschließend mit meinen Hunden kehrt gemacht und bin ein Stück den Weg zurück gegangen. Gerade für einen Menschen der schon unschöne Erlebnisse hatte, ist es sicher nicht prickelnd wenn die Hunde zwar festgehalten werden beim Passieren, er anschließend aber das Hecheln dieser Hunde hinter sich hört, weil wir die gleiche Strecke dann unangeleint weiter gehen.
    Das waren zumindest meine Gedanken ...

    Ich bin der Auffassung, dass ich als Hundehalter doch einiges dafür tun kann, dass andere Menschen nicht alle Hundehalter über einen Kamm scheren und für blöd und rücksichtslos halten.

    Dass es tatsächlich einer Gefahrenabwehrverordnung bedarf, macht mich traurig.

    Edit: aus "möglich" "nötig" gemacht...