Beiträge von Hundundmehr

    Denke, das trifft es (ist doch fast überall und bei vielen Themen so). Enge führt letztlich zu Spannungen ...

    Das ist meinem Empfinden nach der Punkt: Wo sollen die Hundehalter in den Ballungsgebieten denn noch hin mit ihren Hunden?
    Es gibt einfach nicht so viele Möglichkeiten, wo Hunde noch unangeleint laufen dürfen.

    Eine Gefahrenabwehrverordnung (also das automatische Anleinen sobald andere Passanten den Weg kreuzen) käme z. B.im Dortmunder Stadtwald oder auch an der 6-Seen-Platte in Duisburg einer durchgängigen Leinenpflicht gleich.

    Das käme natürlich den Hundehaltern entgegen, die Probleme mit ihren Hunden haben.

    Aber denjenigen, deren Hunde kein Problem für die Umwelt bedeutet - denen wäre der Raum genommen.

    Unter Anderem vor Allem deshalb:

    Die Tut-Nix-Halter übernehmen die Überhand, treten im Schwarm auf und man muss als "Alien" diese Gebiete meiden.

    Mir wird das zu Schwarz-Weiß.

    Ich fühle mich mit meinem Wunsch, meine Hunde frei laufen lassen zu dürfen, in einen Topf geworfen mit den Tut-Nix-Haltern, deren Hunde ALLES dürfen.

    Damit bin ich aus diesem Thema raus.

    Für den Oberlehrer gibts keine Watsche zurück, von Lehrern kann man schließlich viel lernen wenn man Kritik aushalten kann

    Oberlehrer :shocked: :flucht:

    Meine Lebenserfahrung: Von Außen sieht man immer mehr - von daher sehe ich meine Position durchaus so, dass auch ich mal in der Position der "Beobachteten" mir die ein oder andere offensichtliche Sache sagen lassen muss. :lol:
    Geht mir Humor eindeutig besser, zumindest für mein Empfinden.

    Und ich darf noch lernen mich von meinem Hibbelpopo nicht so anstecken zu lassen

    Da kam irgendwo mal der Tipp, sich auf die Leine zu stellen - ich weiß nicht mehr genau, ob das auch hier im Thread war, oder an anderer Stelle.

    Mir wurde vor langer Zeit auch mal dieser Tipp gegeben, es gibt dafür etliche Für und Wider...

    Richtig fühlt sich für mich dieser Tipp unter folgendem Aspekt an (und so wurde er mir damals auch erklärt): Mit einem Hibbelhund an der Leine hibbelt mensch automatisch mehr (mit); da wird an der Leine gezuppelt, der eigene Körper gleicht automatisch die Bewegung des Hundes aus, was wieder Aktivität mit der Leine bedeutet, etc.

    Stelle ich mich AUF die Leine, habe ich sie nicht mehr in der Hand. Die Leine sollte dabei kurz genug sein, dass der Hund keinen "Anlauf" nehmen kann, um einem die Beine unterm Hintern wegzuziehen, aber lang genug dass sie den Hund nicht am Boden festtackert.
    So komme ich als Mensch überhaupt erst dazu, mal meine eigene Aktivität unter Kontrolle zu bekommen.

    Bänke sind ja oft so positioniert, dass man einen schönen Ausblick hat - und damit auch entsprechenden Blick (und möglicherweise Reize) auf die Aktivitäten im unmittelbaren Umfeld.
    Ich mag solche Bänke nicht so besonders, weil sie auch schnell mal einen (dem Menschen nicht bewussten) territorialen Aspekt beim Hund auslösen können.

    Deshalb habe ich gerne Plätze für solche Ruheübungen, die zwar einen guten Blick aber eben auch deutlichen Abstand zum normalen Geschehen geben.

    Auf Wiesen bietet sich hier ein Erdhaken an, als transportable Befestigungsmöglichkeit für den Hund.
    Hat den Vorteil, dass ich nicht an der Leine hänge wenn der Hund doch mal ausflippt, sondern in Ruhe meinen Tee weitertrinken kann und so ganz relaxed-beiläufig zum Hund sagen kann: "Och joaaah - da hinten ist ein anderer Hund/ein Mensch/oder sonstwas - juckt mich nicht, kein Grund zur Aufregung... :sleep: "

    Nun muss man nicht unbedingt losrennen und einen Erdhaken holen, um perfekt ausgestattet zu sein :D
    Aber vielleicht mal unter diesem Aspekt auch die Gegend "scannen" und nach natürlichen Möglichkeiten Ausschau halten, die für solche Zwecke genutzt werden können :???:

    Momentan lernt Torvi überhaupt erst mal die Möglichkeit kennen, dass Mensch sich auf eine Bank setzt und das erst mal "Pause" bedeutet.
    Möglicherweise hilft dabei dieses sichere Umfeld in unmittelbarer Umgebung eures Zuhauses ihr dabei, diese Lernerfahrung möglichst stressfrei zu machen.

    Deshalb auch meine Hinweise, wenn du dazu übergehst diese Lernerfahrung auszuweiten indem ihr euch weiter von Zuhause entfernst.

    Es gibt viele Möglichkeiten, dem Hund Stress zu nehmen und ihm damit überhaupt erst die Möglichkeit zum Lernen zu geben.

    An dieser Stelle aber mal eine Anmerkung: Rückschritte (Rückfälle) sind NORMAL in einem Lernprozess; sie machen das bis dahin Gelernte nicht hinfällig.

    Das nur mal vorsorglich - es freut mich ungemein, dass du über diesen Thread wieder Mut gefasst hast, und die ersten Fortschritte zeigen ja schon, dass ihr euch auf einem guten Weg befindet!

    Vielen ist aber wohl gar nicht klar, dass allein schon die Existenz ihres Hundes für andere ein Problem sein kann.

    Es ist doch aber ein Unterschied, ob etwas für jemanden ein Problem sein kann, oder ob etwas faktisch tatsächlich ein Problem ist?


    Ein Hund ist ein Lebewesen, so gut benehmen kann sich niemand, dass der Hund nicht mal irgendwas tut, was andere stört. Dass es Halter gibt, die noch nie einen Hundehaufen im Park nicht weggemacht haben, weil nicht mehr gefunden oder so, deren Hund noch nie gebellt hat oder mit einem anderen Hund Stress hatte oder noch nie freilief und nicht SOFORT hörte - nein, sorry, glaub ich einfach nicht.

    Hier wird deutlich der Perfektionismus dargestellt, der scheinbar immer mehr an die Hundehaltung gebunden zu sein scheint.

    Wer gibt denn das Maß für diesen Perfektionismus vor?
    Diejenigen, die Hunde für völlig überflüssig halten und es deshalb am Liebsten sähen, wenn Hundehaltung ganz abgeschafft werden würde?

    Also ich will nicht zurück.

    Ich auch nicht. Ich finde allerdings, dass in deinem post so einige Aspekte in einen Topf geworfen wurden, die man so nicht miteinander verbinden kann.

    Ich erlebe immer mehr eine fehlende Bereitschaft zur Rücksichtnahme -Stichwort Ellenbogengesellschaft - die eigenen Interessen werden in den Mittelpunkt gestellt, und es interessiert wenig, ob damit die Interessen anderer oftmals über Gebühr eingeschränkt werden.
    Das hat nichts mit Gesetzen zu tun, die es mittlerweile gibt um Gruppierungen/Interessen, die früher schutzlos am Rande der Gesellschaft existierten, einen rechtlich gesicherten Rahmen zu bieten.

    Diese Gesetze existieren, haben aber keinen Einfluss auf die tatsächlich gelebte Toleranz und Rücksichtnahme.


    Wir hatten schon fremde Leute, die sich am Bahnhof unvermittelt komplett über ihn warfen um ihr Gesicht in sein Flauschefell zu drücken (Langhaarschäfi). Pfff. Fand er nicht freundlich. Ich auch nicht.

    :shocked: Krass!

    Das ist aber doch nicht die Regel, oder?

    Also ich könnte mir schon vorstellen, dass mir das auch passieren könnte (Kopfkino: Wir sitzen am Rand eines gut gefüllten Spielplatzes, und plötzlich kommen Kinder angerannt und vergraben ungefragt ihren Kopf im Fell eines meiner Hunde).
    Wenn ich bei einem meiner Jungs Bedenken zu dessen Reaktion hätte, würde ich mich nicht dort hin setzen.

    Ich verstehe nicht, wieso ausgerechnet Hundehalter sich da zurücknehmen sollen.

    Verstehen tue ich das schon, finde es aber genauso überzogen wie du.

    Mir fehlt da auch die gegenseitige Rücksichtnahme und das gegenseitige Verständnis.

    Mir gefällt, wenn andere Menschen meinen Hunden unvoreingenommen begegnen.

    Meine Hunde dürfen und können es dabei selber entscheiden, ob sie von jemandem gestreichelt werden wollen oder nicht.

    Ich gehe gerne in Vorleistung mit Rücksichtnahme.
    Allerdings erwarte ich auch eine angemessene (und das ist umgebungsabhängig) Rücksichtnahme meinen Hunden gegenüber.

    Gestern kam z. B. ein Fahrradfahrer hinter uns und wollte uns überholen.

    Er hatte wohl schon abgebremst weil er uns sah, und hat dann kurz hinter uns geklingelt, um auf sich aufmerksam zu machen.

    Mir blieb nur noch die Zeit, Amigo zu mir zu rufen, Vasco blieb am Rand stehen, der Radfahrer fuhr langsam und umsichtig um diesen herum, ich rief ihm noch ein "Danke" hinterher, bekam ein "Kein Problem" zurück - und damit war die Situation durch.

    Der Fahrradfahrer hat getan, was er tun konnte um keinen von uns über den Haufen zu fahren, ich habe getan was ich tun konnte um ihm das Weiterfahren so leicht wie möglich zu machen. So gab es für niemanden einen Grund, sich zu ärgern.

    Völlig normal.

    Heute warens übrigens 40 Minuten, war aber definitiv kein positives Beispiel

    :klugscheisser: Zu viel!

    Wie wäre es zu Beginn mit 2 Minuten hinsetzen?

    In der Zeit dann freundlich zuwenden, vielleicht ins Platz "bitten", mit einem Leckerchen das Ganze versüßen.
    Wenn sie aufsteht, ins Sitz geht - aber sie bleibt dabei (relativ!) ruhig: Genau DAS ist das Ziel.

    Sie kennt es noch gar nicht - und kann es deshalb auch nicht. Fällt ihr als geborener Hibbelfutt sowieso schwerer.

    Am nächsten Tag ... machst du wieder nur 2 Minuten... und wenn die 2 Minuten am Tag vorher schon zu lang waren, gehst du auf 1 Minute runter.

    Immer mit Geduld und Freundlichkeit.

    Ein Hund ist viel weniger aufgeregt, wenn er mal die Botschaft: "Du - ich WILL dir gar nix Böses, warte mal ein wenig ab, ist nur zu deinem Vorteil!" mal verinnerlicht hat.
    Dann fällt auch so Hibbelpopos das Warten leichter, mit dem Wissen: Es lohnt sich zu warten.

    In kleinen Schritten und ganz langsam steigern, du überforderst dich und deinen Hund sonst - und das gibt Frust, bei euch beiden :bussi:


    P.S.: ... und für den Oberlehrer ganz zu Anfang darfst du mir gerne eine zurückwatschen - aber lustig, denn er ist auch lustig gemeint ;)
    Schließlich hast du da selber gemerkt, dass es ein wenig "too much" war, und deine Erwartungshaltung doch ein ... hmmm... klein wenig unrealistisch, nicht wahr? :bussi:

    Das Problem der Kleinwüchsigkeit ist: Es wird ja nicht alles proportional kleiner, bestimmte Funktionen können nur bei einer entsprechenden Größe normal ausgeführt werden.

    Beim Malteser habe ich kürzlich von meiner Tierärztin erfahren, dass bei diesen tatsächlich häufig die Tränenkanäle zu eng oder gar nicht entwickelt sind.

    Brachyzephal ist zunächst erst mal nur eine Bezeichnung für die Fang-zu-Kopf Proportion.

    Vom Brachycephalie-Syndrom spricht man, wenn diese Proportion zu gesundheitsbeeinträchtigenden Deformationen führt.

    Es gibt da auch keine genaue Grenze zwischen "So kurz ist noch lang genug" und "ab da ist zu kurz", weil die Gefahr für diese Deformationen bei brachycephalen Rassen einfach deutlich erhöht ist.

    Über Genetik weiß die Wissenschaft schon sehr, sehr viel - aber bei Weitem nicht genug um ausschließen zu können, dass uns Mutter Natur nicht doch gehörig in die Suppe spuckt...

    Auch ein Retromops mit sichtbar längerem Fang kann durchaus brachycephale Probleme aufweisen - wenn er zwar den langen Fang vom JRT-Elternteil (beispielsweise) geerbt hat, aber die inneren Deformationen aus der Mopslinie behalten hat.

    Nur die Wahrscheinlichkeit auf das Auftreten solcher Deformationen kann über Generationen gezielter Zucht verringert werden.
    Gesichert ist hier nur, dass dies unmöglich ist ohne eine deutliche Rückkehr zum ausgeprägten Fang.

    Das wird nicht passieren, solange es Käufer gibt die auch beim erwachsenen Hund noch ein "Puppygesicht" bevorzugen.

    Ist alles nicht so einfach ...

    Kommt doch darauf an, wie es dem Hund damit geht!

    Ist er zu fett, finde ich das gerade für einen im Wachstum befindlichen Hund sehr schlimm, weil da zu viele Kilos äußerst gesundheitsschädlich sind.

    Jeder Hund hat dabei auch "sein" Wohlfühlgewicht, ich sehe da durchaus Parallelen zum Menschen.

    Aus eigener Erfahrung: Meine Zwei hatten aufgrund persönlicher Umstände 5 Kilo zugenommen :shocked:

    Denen hat die von mir aufgedrückte Diät sicher nicht gefallen ... allerdings sind sie jetzt wieder deutlich agiler, haben beide die überflüssigen Pfunde wieder weg - und damit mehr Lebensqualität als mit dem Übergewicht.

    Wobei ich anmerke, dass ich neben einer kalorienreduzierten Fütterung auch auf mehr Bewegung und Konditionsaufbau geachtet habe.
    Hungern lassen wollte ich sie nicht, und eine gute körperliche Verfassung führt automatisch zu einer besseren Lebensqualität.

    Ich ärgere mich, dass es überhaupt dazu gekommen ist - aber manchmal hält das Leben einfach Stolpersteine bereit :ka:

    Die stürmen auch nicht drauf los - das hab ich falsch ausgedrückt.

    Ich habe das jetzt auch nicht als auf dich persönlich bezogen gesehen.

    Mir geht es alleine um die inhaltliche Aussage, dass ein Hund unaufgefordert Kontakt zu anderen Menschen aufnimmt. Weiß ich das, muss ich sichern. Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit.

    Wobei mir egal ist ob die Hunde gehen oder stürmen (wobei stürmen noch mal ganz andere Emotionen beim Gegenüber auslöst).

    Alleine durch das Hingehen wird der Mensch genötigt, sich mit dem Hund zu befassen.

    Das finde ich aufdringlich und ist somit für mein Empfinden eine Belästigung.

    Kleine Anekdote aus der vereinsinternen FdW (Feststellung der Wesensveranlagung) bei meinen Jungs - sie haben diese Prüfung beide am gleichen Tag abgelegt.
    Dabei müssen sie unangeleint und ohne Beeinflussung ihres Menschen eine nicht dicht gehende Menschengruppe passieren. Einer aus der Gruppe simuliert einen Jogger.
    Gewünscht ist ein Hund der unbeeindruckt und maximal mit freundlichem Interesse, ohne dabei aufdringlich zu werden, diese Gruppe passiert.
    Beim ersten Hund hat die Richterin den Jogger fünf mal aufgefordert, an meinem Hund vorbeizurennen, beim letzten Mal sogar frontal auf ihn zu. Mein Hund ist völlig unspektakulär einfach ein wenig ausgewichen, ohne dem Jogger besonderes Interesse beizumessen.
    Als ich dann mit dem zweiten Hund dran war, hat die Richterin sich an mich erinnert und lachend nach dem dritten Passieren des Joggers gesagt: "Reicht - die Hunde dieser Hundehalterin kennen Jogger und interessieren sich nicht dafür!"

    Ich erlaube mir, ein wenig stolz darauf zu sein ... :ops:

    Immerhin sind meine Hunde rassetypisch eher mit einer Bevorzugung großer Nähe ausgestattet, und fanden als Welpen jeden Menschen toll.
    Dass andere - zwei und vierbeinige - Lebewesen mit großer Nähe nicht so gut klarkommen und da durchaus andere Wünsche haben können, mussten sie erst lernen.

    Allerdings erkennt man anhand dieses Beispiels die große Diskrepanz, die zwischen erwünschten rassetypischen Anlagen und den Vorstellungen von Privathundehaltern und was diese aus diesen Veranlagungen machen, besteht: Diese grundsätzlich veranlagte soziale Fähigkeit des Golden darf keinesfalls zu einer "Der tut nix - also darf der alles"- Grundhaltung ausarten. Dann wird ein solcher Hund nämlich genauso zu einem Problem für die Umwelt, wie andere verhaltensoriginelle Hunde.

    Bei uns gibt es die Kackbeutel als Vorratspackung kostenlos im Rathaus und an den Tankstellen.
    An unserer "Rue de la Kaque" gab es mal einen Beutelspender, aber die Haufen wurden dort dennoch nicht weniger, weshalb das Teil irgendwann nicht mehr gefüllt und letztendlich wieder entfernt wurde.

    Hundehaufen in Wohnbereichen finde ich schrecklich. Es gibt "Spezialisten", die das nicht interessiert, finde ich unmöglich.
    In Wald und Flur können diese Haufen gut in der Natur verrotten - aber nicht auf den Wegen. Auch hier finde ich, dass die Mitnutzer dieser Flächen keinen Hundekacke-Slalom absolvieren, oder beispielsweise Eltern die Schuhe ihrer Kinder von Hundekacke befreien müssen.

    Hähä :D Ich bin um diesen Sachkundenachweis drumherum gekommen - weil der erste große Hund vor dessen Einführung angeschafft worden war, um ich beim 2. großen Hund dann schon 10 Jahre die Führung eines großen Hundes ohne Zwischenfälle nachweisen konnte.
    Als ich den 3. Hund anmeldete, wurde ich dann auf den SKN hingewiesen ... ich habe dann nur lächelnd auf meine gesamte Hundehaltung verwiesen, woraufhin die Sachbearbeiterin lächelnd einen Vermerk machte, und damit war der Fall erledigt.
    Der SKN-Nachweis wird hier meines Wissens nach auch nur bei 20/40 Hunden verlangt (=Gewicht ab 20 Kilo oder/und Größe ab 40 cm).

    Dabei scheint die Erziehungsmotivation der Menschen dem Hund gegenüber proportional zur Größe zu steigen. Das ist ein anekdotischer Eindruck aus meinem persönlichen Umfeld, und damit nicht allgemeingültig.
    Ich treffe aber auch verstärkt Hundehalter, die "Vorbehalte" unterschiedlichster Art gegenüber großen Hunden haben, und sich deshalb einen kleinen Hund zugelegt haben.
    Schlimm finde ich, wenn dieser Vorbehalt dann Angst vor großen Hunden ist. Nicht nur, dass diese Angst sich dann auf den eigenen, kleinen Hund überträgt (der daraus unterschiedliches Verhalten entwickelt) - manchmal habe ich dann das Gefühl, es wird von Menschen mit großen Hunden erwartet, dass diese sich in Luft auflösen.
    Ich selber frage mich dann, mit welcher Erwartungshaltung diese Menschen denn ihren kleinen Hund ausgesucht haben - ist da kein Gedanke aufgekommen, dass man als Hundehalter automatisch mehr Kontakt zu anderen, und damit auch großen Hunden hat? Kontakt heißt jetzt nicht automatisch, dass die Hunde auf engem Raum interagieren - aber man BEGEGNET sich doch, und selbst wenn ich (was ich in bestimmten Bereichen grundsätzlich tue) möglichst viel Platz mache, sehe ich da Verhaltensweisen, bei denen mir der betreffende Hund einfach nur leid tut.
    Ich hoffe, hier fühlt sich jetzt keiner persönlich betroffen; Ich habe bei dem Geschriebenen einfach einige reale Beispiele vor Augen, weshalb meine Aussagen nur eine persönliche, evtl. stark umfeldabhängige Beobachtung wiedergeben und keinesfalls als allgemeingültig in Stein gemeißelt zu betrachten sind.

    Würde ich sie in diesem Fall an die Menschen ranlassen, bin ich der Arsch und die Hunde haben gegebenenfalls das Nachsehen und eine unschöne Begegnung.

    Hier kann ich ein automatisches Kopfschütteln bei mir nicht verhindern.
    Für mich ist es selbstverständlich, dass meine Hunde NICHT einfach zu fremden Menschen hingehen. Ich habe von Beginn an darauf geachtet, dass andere Menschen/Passanten zum normalen Alltag gehören und für sie uninteressant sind.
    Würden meine Hunde das nicht so handhaben, müsste auch ich sie bei jeder Menschensichtung anleinen. Muss ich nicht, weil sie sich nicht für andere Menschen interessieren und diese deshalb in Ruhe lassen.

    Ich plädiere für Benimmschulungen für alle Lebenslagen.

    Diesen Gedanken hatte ich auch schon. Nicht unbedingt Benimm, aber in den Schulen vielleicht mal tatsächlich verstärkt die Inhalte eines gesellschaftlichen Miteinanders darstellen, und welcher Zugewinn für alle entsteht, wenn man nicht nur die eigenen Belange in den Fokus stellt sondern auch noch eine Wahrnehmung für die Belange anderer hat.