Beiträge von Hundundmehr

    Viel zu oft werden inzwischen die Helfenden selbst zu Opfern und das reduziert die Hilfsbereitschaft aus Gründen des Selbstschutzes ganz erheblich.

    Grundsätzlich stimme ich dieser Aussage zu, nur das Wort "inzwischen" ist da meiner persönlichen Erfahrung nach nicht richtig: Ich habe in den 70er und auch 80er Jahren häufiger gewalttätige Auseinandersetzungen mitbekommen, wo die einzige Hilfestellung im Benachrichtigen der Polizei bestand - was aus Selbstschutzgründen auch oft richtig war.

    Aber auch bei gewalttätigen Übergriffen gegenüber Frauen in der Öffentlichkeit konnte ich in der Zeit mehrfach erleben, dass die Menschen drumherum einfach wegsahen.

    Das ist aber ein sehr gängiger Tipp. Mir wurde als Kind in der Schule auch beigebracht, „Feuer“ zu rufen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, weil „Hilfe“-Rufe oftmals mit (ob bewusst oder unbewusst) Wegschauen der Leute verbunden ist, um nicht selber auch Probleme zu bekommen. Dieser Tipp findet sich auch in vielen Büchern, Internetseiten, usw., wo es um dieses Thema geht.

    Ich weiß nicht mehr woher ich diesen Tipp habe, mir wurde gesagt, wenn man alleine auf einer menschenleeren Straße ist (vornehmlich im Dunkeln) ist der Ruf "Feuer, es brennt!" deshalb wirksamer, weil dann die Wahrscheinlichkeit dass die Menschen ihre Wohnungen verlassen und auf der Straße nachsehen größer ist.

    Bei einem "Hilfe" schauen viele Menschen maximal durch ein Fenster um zu schauen, warum jemand Hilfe ruft.

    Gerade wenn man aber bedroht oder angegriffen wird ist es wichtig, dass andere Menschen tatsächlich da sind, weil viele Gewalttäter dann die Flucht ergreifen.

    Dass dieses "Hilfe, Feuer, es brennt!" tatsächlich wirkt, konnte ich selber erleben; Wir hatten nachts einen Brand im Wohnzimmer, und ich habe in meiner Panik meinen Sohn gepackt und bin zum Nachbarhaus gerannt, und habe dort geschellt und vor die Türe gehauen, dabei laut: "Hilfe, Feuer, es brennt" gerufen - und nicht nur der Nachbar öffnete mir im Schlafanzug, es kamen auch die Nachbarn aus den umliegenden Häusern an und schauten, ob sie irgendwie helfen konnten.

    Es ist nicht wahnsinnig viel passiert, unser Haus war anschließend noch gut bewohnbar, es mussten nur einige Reparaturarbeiten und Reinigungsarbeiten ausgeführt werden, die sehr schnell kommende Feuerwehr musste hauptsächlich nur den Rauch aus dem Haus "rausblasen", ich war nur wegen Verdachts auf Rauchvergiftung eine Nacht im Krankenhaus.

    Die Hilfsbereitschaft der Nachbarschaft war allerdings unglaublich.

    Vor diesem, deinem netten, Beitrag:

    Dann bist du Arbeitgebervertreter und Arbeitnehmervertreter in einer Person?

    Ich denke nicht dass hier irgendjemand nähere Infos über sich oder seine Rolle im Business offen legen muss. Es gibt keinen Grund einen derartigen „Verhörstil“ an den Tag zu legen. Das ist schon allein vom Mitlesen unangenehm.

    Hatte walkman meine Frage schon beantwortet.

    Und? Es wurde mehrfach betont das kein Interesse besteht das Thema zu vertiefen. Vielleicht solltest du das einfach akzeptieren.

    Ich hatte das Thema danach nicht mehr vertieft :ka:

    Die einzige Person, die das jetzt unnütz wieder aufbauscht, bist ja wohl du selber.

    Dann bist du Arbeitgebervertreter und Arbeitnehmervertreter in einer Person?

    Ich denke nicht dass hier irgendjemand nähere Infos über sich oder seine Rolle im Business offen legen muss. Es gibt keinen Grund einen derartigen „Verhörstil“ an den Tag zu legen. Das ist schon allein vom Mitlesen unangenehm.

    Hm - es kann durchaus arbeitsrechtliche Konsequenzen haben, ohne die entsprechende Zuständigkeit zu handeln.

    Betriebsräte - welche die Arbeitnehmerinteressen vertreten sollen - haben nicht ohne Grund einen besonderen Kündigungsschutz, nur mal als Beispiel.

    Bist du als nicht betroffene Führungskraft tatsächlich der richtige Ansprechpartner?

    Ich meine nicht.

    In welche Situation bringst du dich selber, wenn du dich zum Fürsprecher (oder negativ gesehen Sprachrohr) für die Mitarbeiter einer anderen Führungskraft machst?

    Die anstehende Entlassung/Versetzung des Mitarbeiters und die Beschwerden der anderen Mitarbeiter sind dabei zwei einzeln zu behandelnde Aspekte - auch wenn sie die gleiche Ursache haben.

    Für Beides gibt es aber im Betrieb entsprechende Ansprechpartner, die für die Mitarbeiter zuständig sind.

    Frage zum Umgang mit Autismus:

    Wie würde ihr damit umgehen, wenn ihr bei einer Führungskraft Autismus als Grund für ein bestimmtes (für die Mitarbeiter negatives und belastendes) Verhalten vermuten würdet. Würdet ihr das aktiv ansprechen?

    (Hintergrund: Die Toleranz bestimmter Verhaltensweisen wäre wahrscheinlich mit einer solchen Erläuterung deutlich größer)

    Nein.

    Ich fände es absolut übergriffig, aufgrund und mit einer vermuteten Diagnose ein Gespräch zu begründen.

    Ich finde die Ausgangssituation schon schlimm genug, denn anscheinend fand/findet ja schon ein reger Austausch zwischen den Mitarbeitern über dieses Verhalten statt, und wird als negativ und belastend bewertet.

    Geht es dir wirklich darum, mehr Toleranz zu bewirken, oder möchtest du einfach nur deine Vermutung bestätigt haben?

    Ich bin nämlich davon überzeugt, das Wissen um eine Diagnose bewirkt keinesfalls mehr Toleranz, es bewirkt das Gegenteil, weil es als Waffe von Kritikern verwendet wird.

    Mir fällt auch kein Grund ein, warum jemand andere über eine so persönlichen Sache informieren sollte.

    Wenn DICH das Verhalten stört und belastet, solltest du für dich ganz alleine ein Gespräch mit dem Vorgesetzten führen, und dich nicht etwa zum Sprachrohr für andere machen.

    Heute Abend gibts dann den nächsten großen "Test". Es geht in ein Restaurant essen. :fear: Ich hoffe, dass sie da schneller entspannt, weil sie die Leute von gestern ja nun kennt und da nicht so viel rumgelaufen wird.

    Ich drücke dir ja die Daumen, habe allerdings auch die Wahrscheinlichkeit im Kopf, aufgrund eines möglicherweise durch den gestrigen Stress erhöhten Cortisolspiegels bei dem heutigen, neuen Stress doch ungeahnte (und unerwünschte) Verhaltensweisen einplanen zu müssen.

    Viel Glück, und einen hoffentlich entspannten Abend!

    Aber grundsätzlich würde ich mir einfach eine Sprache wünschen, die kein Geschlecht in irgendeiner Weise bevorteilt.

    Ich wünsche mir einfach Menschen, die kein Geschlecht in irgendeiner Weise bevorteilen.

    Aber ich glaube halt,mdas wir nur ändern können, was wir denken können. Und dass wir nzr denken können, was wir sprechen können.

    Denken ist weitaus komplexer, als es mit Sprache auszudrücken ist.

    Mein Denken wird nicht von sprachlichen Barrieren behindert.