Ich plädiere auch für einen Maulkorb.
Gibt es da nicht auch "spezielle Maulkörbe", die nur die Aufnahme von Fremdfutter verhindern sollen, weshalb sie bequemer/anders beschaffen sind als die doch sehr stabilen Maulkörbe, die den Einsatz der Zähne verhindern sollen?
Warum ich für den Maulkorb plädiere, hat einen Grund:
Hier scheint das Problem des Allesfressers nicht nur den Alltag zu dominieren, sondern auch anderes Training zu blockieren.
Freilauftraining z. B. ![]()
Es blockiert aber auch die Unbeschwertheit, mit der man eigentlich mit dem Hund unterwegs sein sollte, wenn es für beide Seiten eine Genuss sein soll.
Die Fütterungsgewohnheiten sollten auch mal betrachtet werden - bekommt die Hündin genug, bekommt sie bei den Mahlzeiten eine Menge, die sie satt macht?
Da sie aus dem Tierschutz kommt, könnten die vorherigen Lebenserfahrungen zu dieser permanenten Suche nach Fressbarem geführt haben.
Mit solchen entsprechenden Vorerfahrungen ist es einfach schwerer und dauert länger, bis sich verinnerlicht hat: Ich brauche gar nicht mehr nach Futter suchen, weil die Menschen, bei denen ich jetzt zu Hause bin, immer für ausreichend Futter sorgen.
Bei uns hat sich z. B. "ritualisiert", dass die Hunde (und wir Menschen
) die Hauptmahlzeit des Tages nach dem großen Spaziergang einnehmen.
Darauf können sich die Hunde verlassen.
Ein weiterer Punkt, beruhend auf persönlichen Erfahrungen in meinem Umfeld: Neben Hunden die zu dick sind, scheint sich auch das Problem von zu dünnen Hunden verstärkt auszubreiten; Manche mir bekannte Menschen achten so penibel darauf, ihren Hund "schlank" zu halten, mit der Begründung "jedes Gramm zu viel ist schädlich für einen Hund und verkürzt dessen Lebensdauer", dass es auf einen permanent Diät-haltenden Hund hinausläuft, also einen Hund, der eigentlich immer hungrig ist. Da frage ich mich manchmal wirklich, ob ein Hund mit 500-1000 gr mehr auf den Rippen (kommt auf die Größe des Hundes an) nicht einfach glücklicher, weil satter wäre.
Das sind jetzt alles nur Anregungen, Gedanken, um das eigentliche Problem auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Ich persönlich würde mir das Problem erst mal mit einer Fressbremse (entsprechender Maulkorb) vom Leibe schaffen und schauen, wie ich die so freigewordene Energie sinnvoll für den Hund einsetzen kann.
Eine Wurmkur würde ich wohl noch machen, und erst mal einen Blutcheck, um irgendwelche Mängel auszuschließen, die diese permanente Suche nach Fressbaren auch auslösen könnten.
Viel Erfolg!