Beiträge von Morelka


    An die Leine? Ein Kettenhund soll er nicht werden, das finde ich verwerflich, einen Zwinger hingegen nicht.

    Auch Zwingerhaltung ist verwerflich, solange Du ihm keinen Familienanschluss gewähren willst.
    Ausserdem gibt es da auch die Gesetze zu beachten!

    So einfach, wie Du Dir das vorstellst, kannst Du einen Hund nicht einfach nur auf seine Funktion als Alarmanlage degradieren (wie gesagt, das ist die Denkweise der vergangenen Jahrhunderte...).

    Was spricht denn gegen eine Alarmanlage? Die erfüllt Dir doch alle Wünsche, Eindringlinge fern zu halten, funktioniert immer und braucht keinen Zeitaufwand wie ein Hund.

    Im 21. Jahrhundert und mit den geltenden Gesetzen ist solch eine Haltung nicht vereinbar!!!
    So hielt man in den vergangenen Jahrhunderten Hunde.

    Lass Dir eine gute Alarmanlage installieren, die funktioniert zuverlässig, sofern sie richtig gewartet wird, hat aber keine Gefühle.

    Meine Chihuahua-Hündin habe ich mit geschätzten 8 Jahren übernommen aus dem Ausland-Tierschutz :shocked: . Sie liebt Kinder über alles und klettert jedem erreichbaren Kind sofort auf den Schoss. Ihre "Erziehung" war kinderleicht (sogar in ihrem "hohen" Alter), sie hört extrem gut und ist ein Musterbeispiel des gut erzogenen Hundes, ohne dass ich allzu viel Aufwand dafür hätte betreiben müssen.

    Kürzlich hatte ich beide Hunde bei einem Schulbesuch dabei (9-jährige). Smilla war begeistert von soooo vielen Kindern und wanderte von Schoss zu Schoss.
    Schade, dass Du offenbar so ein negatives Bild von Chihuahuas hast, denn sonst hätte ich Dir diese Rasse auch vorgeschlagen. Kläffen ist überhaupt kein Thema bei ihr, nicht einmal, wenn Besuch kommt.

    Allerdings muss man dabei bedenken, dass Kleinsthunde enorm empfindlich sind, man sie also ganz zart behandeln muss und nicht wild mit ihnen spielen und herumtoben sollte.
    Ich weiss nicht, wie "wild" Deine Kinder spielen und wie weit sie Rücksicht auf einen Kleinhund nehmen können (egal, ob Chihuahua oder eine andere Kleinrasse).

    Dann frage ich mich, wie viele Freunde und Bekannte hier in Stadtwohnungen ihre Welpen stubenrein gekriegt haben, da sind Gärten nämlich die Ausnahme.
    Ich empfehle zwar auch gern erwachsene Tierschutzhunde, gerade für Hundeanfänger. Aber das Argument "Kein Welpe wegen Stadtwohnung" finde ich eigenartig.

    Du musst alles lesen: Nicht nur "Stadtwohnung", sondern "Wohnung im dritten Stock" (ohne Lift, nehme ich an, die TE hat sich bisher noch nicht dazu geäussert).
    Wer genügend Durchhalte-Willen, gute Nerven und Ausdauer hat, mag das schon schaffen, das streite ich nicht ab. Aber es ist extrem schwierig und nervenaufreibend, wie ich oben schrieb.
    Wer sich das antun will... :ka: na gut, meine Sache wäre das ganz bestimmt nicht!

    Wir leben in der Stadt haben keinen Garten aber eine große Grünanlage hier in Umgebung.

    Das würde darauf hindeuten, dass Ihr keinen Welpen nehmen solltet!
    Mit einem Welpen musst Du u.U. alle 2 - 3 Stunden runter zum Pipimachen.
    Wenn Du merkst, dass der Welpe "mal muss", kannst Du nicht einfach kurz mal raus in den Garten, sondern musst zuerst noch 3 Stockwerke runterrennen (besonders prickelnd, wenn er Durchfall hat, was garantiert hin und wieder mal vorkommt), hast unten keine Grünfläche, sondern Strasse, Verkehr, Stress, harter Boden :shocked: . Dies ist in meinen Augen ein "killing point", um einen kleinen Welpen wirklich stubenrein zu bekommen, bevor Du selber einen Nerven-Zusammenbruch bekommst vor lauter Stress.
    Also, grösserer Junghund (Rückläufer beim Züchter) oder eben wie erwähnt, ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz.


    Wir suchen eher einen Hund der sich dem Familienalltag anpassen kann und keine besonderen Aufgaben zum auslasten sein benötigt. Besuch sollte er friedlich empfangen und keinen ausgeprägten Beschützerinstinkt haben da unsere Kinder und auch wir oft Besuch bekommen.

    Weitere Hunde in der Familie gibt es nicht, wir leben in einer 120qm Eigentumswohnung in der Stadt, haben auch Nachbarn weshalb Hunde die viel bellen ausgeschlossen sind. Wir wohnen im 3 OG der Hund sollte Treppen allein gut bewältigen können oder gut hochgetragen werden können.

    Das 3. Obergeschoss (ohne Lift?) und der fehlende Garten sind Hinweise darauf, dass Ihr auf keinen Fall einen "grossen" Hund wählen solltet. Der würde mit der dauernden extremen Treppenlauferei sehr bald Schäden am Skelett nehmen, je nach Rasse, Gewicht und Genetik. Wenn er krank oder verletzt ist, könntest Du ihn nicht tragen.
    Also kann die Wahl nur auf einen kleinen (max. 10 - 12 kg) Hund fallen, womit wir wieder bei der FCI-Gruppe 9 wären, Begleithunde.
    Oder eben, wie erwähnt, Tierheim oder allenfalls Privat-Abgaben aus "familiären Gründen", wie es halt häufig vorkommt, Scheidungswaisen, Besitzer verstorben, etc.
    Wenn man aufmerksam die Anzeigen durchliest, würdet Ihr dabei ziemlich sicher einen passenden, älteren, ruhigen Hund finden, der gleichzeitig auch stress-resistent ist.
    Viel Glück bei der Suche!

    Am sichersten fährt man als Anfänger viel eher damit, einen erwachsenen Hund zu nehmen, der die Basics schon kennt. Das müssen noch nicht mal Kommandos sein, sondern vielmehr das, was man im Umgang mit Menschen zu tun und zu lassen hat.

    Unsicheren Anfängern passiert es gar nicht so selten, dass ihnen der süße Welpe spätestens in der Pubertät über den Kopf wächst...

    Leider treibt das Vorurteil, dass "ältere" Hunde (also nicht mehr Welpen) ja schon versaut seien, viele Halter dazu, sich einen Welpen anzuschaffen, und ihn dann selbst zu verdauen...

    Das kann ich nur dick unterstreichen!
    Gerade ältere Hunde haben es schwer im Tierheim, vermittelt zu werden, dabei sind das in vielen Fällen wahre Schätze, die sich in kürzester Zeit in eine neue Familie einfügen.

    Ich kenne mehrere solcher Beispiele von Familien mit Kindern, welche sich einen "älteren" Hund aus dem Tierheim holten und jetzt überglücklich sind, weil solch ein Hund halt schon die Basics kennt und die Welt bedeutend gelassener sieht als ein überdrehter Welpe, der seinem neuen Besitzer einen ganz schönen "Welpen-Blues" einbrocken kann.
    Da gibt es hier im Forum viele Beispiele dafür von verzweifelten Welpen-Besitzern.

    Ich selber bin noch extremer und nehme bewusst wirklich "alte" Hunde auf (Ü8), weil diese noch weniger Chancen haben auf Vermittlung. Ganz so extrem müsst Ihr ja nicht sein, aber ein 3 - 4-jähriger Hund aus dem TS wäre sicher weniger stressig als ein Welpe als Erst-Hund.


    trotz des Wissens betreffs Vermehrer in Osteuropa und entsprechender Bedenken dazu bewegte, den Welpen zu kaufen, da es ja doch u.U. hätte wahr sein können, daß der Welpe sonst ins Tierheim muß. Ihr Mitleid besiegte die Vernunft.

    Ja eben, genau das ist die Masche...