Beiträge von Morelka

    Und ich kenne nur Chis, die sehr bellfreudig sind und waren :roll:

    Dann kennst Du meine verstorbene Morelka und meine Smilla nicht... die beiden setz(t)en ihr Gebell nur sehr dosiert und wohl überlegt ein. Morelka lag häufig in der Sonne vor der Tür und beobachtete die Umgebung. Kam ihr etwas suspekt vor, so rief sie versuchsweise mal "Wu." Wenn ich ihr dann sagte, dass alles in Ordnung sei, schwieg sie.

    Smilla bellt überhaupt nicht, wenn es an der Tür läutet, sie weiss, dass ich mich drum kümmern werde. Auch Vicky bellt nicht, trippelt aber zur Tür, um zu schauen, wer draussen steht.

    Wenn Smilla draussen mal losbellt bei der Begegnung mit einem andern Hund, kann ich sie mit einem "Nein" ganz leicht zum Schweigen bringen. Ich achte da sehr darauf, dass sie nicht wild kläfft, das stachelt nämlich Vicky auf und macht sie wütend. Dann habe ich plötzlich zwei bellende Hunde, was ich nicht will. Immer vermeiden geht leider nicht, kommt auf die Situation und den Platz zum Ausweichen an, aber ich darf ruhig behaupten, dass weder Morelka noch Smilla Kläffer sind/waren.

    Klar, die beiden waren und sind bereits älter, daher wohl auch ruhiger. Aber weil Chis dermassen intelligent und gut auf den Menschen fokussiert sind, kann man sie recht einfach vom Kläffen abhalten, behaupte ich mal, wenn man sich Zeit nimmt für ihre Erziehung.

    Ah, da fällt mir ein... hier läuft ein älterer Herr am Rollator und hat, weil er sich nicht mehr entsprechend bewegen kann, immer große (ausgewachsene) Galgos aus dem Tierschutz! Die laufen ausgesprochen ruhig an der Leine und sind sehr sehr sanftmütig. Vielleicht wäre das eine Idee.

    Dieser Vorschlag gefällt mir eigentlich am besten... sie könnte noch etwas Gutes tun, indem sie einen Galgo aus dem TS aufnimmt (da gibt es sogar 3-beinige:verzweifelt: ). Wenn es in der Nähe noch einen umzäunten Hunde-Auslauf gibt, in dem sie den Galgo flitzen lassen kann, wären doch alle Bedürfnisse erfüllt, oder?

    Im Haus drin sind Galgos klein und unauffällig (in zusammengefaltetem Zustand), sehr sanft und anschmiegsam.

    Die Dame möchte schon einen Hund, traut es sich aber nicht zu und möchte keinen kleinen oder "gebrauchten" Hund.

    Dann sollte sie eben umdenken... auch kleine Hunde sind "echte" Hunde und "gebrauchte" sind in vielen Fällen die beste Lösung, weil sie nicht mehr so wild und ungestüm sind wie Welpen. Von einem Welpen einer grossen Rasse würde ich jedenfalls dringendst abraten. Ich erlebe dieses Drama soeben in meinem engsten Freundeskreis.

    Ansonsten werden genau diese Fragen im obigen Thread diskutiert, s. Link von Getier

    Ich erlebe grad so einen Fall mit Alter - grosser Hund - was bringt die Zukunft in meinem engsten Freundeskreis.

    Eine gute Freundin von mir hatte immer Hunde, meist 2 gleichzeitig. Vor 3 Jahren starb ihr Labbi-Mischling, übrig blieb ein mittelgrosser Hund aus dem TS. Es war klar, dass sie wieder einen zweiten Hund dazu wollte. Ich redete oft mit ihr darüber (damals war sie 71), dass sie bitte "vernünftig" sein solle und sich nicht einen jungen, grossen Hund anschaffen solle, sondern nochmals einen ähnlichen, mittelgrossen Hund, wie sie bereits hatte.

    Das Problem war, dass ihr Mann absolut und uuuunbedingt wieder einen "grossen" Hund wollte, er selber war damals 95!!!

    Also fuhren die beiden los zu einem Vermehrer von Silber-Labbis, um sich eine 3-jährige Hündin anzusehen. Da diese aber ein hängendes Gesäuge hatte (logisch, hatte ja soeben grad abgesäugt), wollten sie diese nicht. Zufälligerweise war grad noch ein "Rückläufer" vorhanden, ein 14-wöchiger Rüde... also wurde kurzerhand dieser junge Rüde eingepackt und mitgenommen. :shocked: Wie gesagt, sie war damals 71, ihr Mann 95.

    Ich war gelinde gesagt entsetzt, als sie mir diesen "Einkauf" beichtete...

    In Kürze: Der Mann ist inzwischen verstorben, der mittelgrosse Hund auch, es sind noch 2 kleine, bzw. sehr kleine Hunde eingezogen aus dem Tierschutz. Der Labbi-Rüde ist inzwischen riiiiiiesengross, 3 Jahre alt und geht über Tische und Bänke im Haus. In der Hundeschule war er immer ein Musterschüler, benahm sich perfekt auf dem Hundeplatz, kann alle Grund-Kommandos, aber eben, eine Alltags-Erziehung hat er keine.

    Meine Freundin ist inzwischen ziemlich verzweifelt und völlig überfordert. Auch körperlich ist sie nicht mehr fit (74 Jahre alt unterdessen), schafft höchstens einen Spaziergang im Wald pro Tag, Labbi an der Schleppleine. Ich versuche ihr zu helfen mit der Diskussion von Lösungs-Möglichkeiten (nein, ich selber gehe ganz bestimmt nicht mit diesem Hund laufen).

    Es gibt Nachbarn, welche ab und zu einspringen, die sind aber beide berufstätig und haben ein kleines Kind. Evtl. könnte es klappen mit einer Bekannten, welche gerne joggen geht, das ist in Abklärung. Ihre Nichte, welche ebenfalls einen grossen Hund hat, kann nicht mehr helfen, weil deren eigener Hund krank ist und nicht mehr toben darf.

    Ach ja, der Labbi hat Epilepsie und braucht Medikamente. Sie denkt unterdessen über eine Abgabe nach, wird aber sehr schwierig werden mit einem so grossen, ungestümen Hund mit Epi.

    Der langen Rede kurzer Sinn:

    Bei jeder Welpen-Anschaffung, egal, ob Besitzer jung oder alt, sollte man erstens mind. 14 Jahre in die Zukunft schauen (wo bin ich dann?) und zweitens immer einen Plan B bereit halten, wer allenfalls mithelfen kann bei einem Hund bzw. einen Hund übernehmen könnte. Ich kenne seriöse Züchter, welche ihre Welpen nur an ältere Menschen abgeben, wenn gleichzeitig jemand aus der Verwandtschaft mit dabei ist und unterschreibt, den Hund später zu übernehmen, wenn die Haltung aus Altersgründen nicht mehr möglich ist.

    Morgen haben wir unter Hundefreunden eine Vereinsgründung mit dem Zweck, ältere Menschen bei der Hunde-Haltung zu unterstützen, denn wie wir alle wissen, sind Hunde ausgesprochen gut für die seelische und körperliche Gesundheit, auch und gerade für ältere Menschen.

    Die Vereinsgründung hat übrigens nichts mit dem (tragischen) Fall meiner Freundin zu tun, ist ein Zufall.

    Und eben diese Selektion auf Arbeitstauglichkeit hat dazu geführt, dass diese Hunde mit den Ur-Belgiern (als Hofhund) heute eben auch nicht mehr viel zu tun haben. LZ-DSH und Malis haben sich nunmal zu absoluten Spezialisten in Sport und Dienst entwickelt und nicht zu Koppelgebruchshunden.

    Da widerspricht Dir ja auch niemand... gewisse Rassen haben sich halt sehr weit von den Ursprungs-Rassen entfernt. Der "Ur-Bernhardiner" z.B. sah völlig anders aus als die heutigen modernen wuchtigen Fell-Brocken von Bernhardinern. Wenn man sich etwas für Rassen-Geschichten interessiert findet man jede Menge solcher Beispiele.

    Es geht mir nur darum, dass man sich bewusst wird und auch akzeptiert, woher eine - meinetwegen hoch spezialisierte - Rasse herstammt.

    Und der Schäferhund stammt halt nun mal vom Schäferhund ab:pfeif:, daran gibt es nichts zu rütteln. Darüber braucht man nicht seitenlang zu diskutieren und mit Abkürzungen um sich zu schmeissen.

    Sondern damit das "die Besitzer" zumeist tatsächlich die Rassegeschichte, Entstehung verinnerlicht haben und dann auch mal anmerken wenn Mumpitz verbreitet wird.

    Nein, eben nicht... die Rassegeschichte sowie die FCI sagen ganz klar, dass die heutigen modernen belgischen Schäferhunde aus den ursprünglichen Hüte-Hunden hervorgingen, so wie viele andere Rassen ebenfalls aus bestimmten Verwendungszwecken hervorgingen. Das gilt für alle rel. "alten" Rassen, über die modernen reden wir jetzt nicht.

    Was zum Kuckuck soll denn jetzt daran so schrecklich sein, dass man sich mit Händen und Füssen dagegen sträubt, dass ein Schäferhund ursprünglich mal ein Schäferhund war?

    Natürlich werden heute kaum noch belgische Schäfer für die Arbeit an der Herde verwendet(?), aber genau so werden auch Yorkshire Terriers kaum noch zur Rattenjagd eingesetzt oder Bulldoggen für das Bullentreiben.


    Aber lassen wir das, es kann ja jeder selber recherchieren.

    Ich fand in der Diskussion im anderen Thread so interessant, dass Malis scheinbar keine Schäferhunde sind. Habe die Diskussion nur überflogen. Frage mich daher, warum sie dann "belgischer Schäferhund" heißen. Ich meine das Wort wird schon seinen Ursprung haben, oder stehe ich da jetzt total auf dem Schlauch? Klar, sie werden jetzt auf andere Eigenschaften selektiert, aber ursprünglich waren sie doch auch Hütehünde?


    Irgendjemand hat dazu einen Link gepostet und wurde dafür jedoch angepflaumt. Deshalb würde es mich jetzt echt mal interessieren: Waren Malis ursprünglich Hütehunde? Laut Internet nämlich definitiv ja!

    Ja, Du hast absolut recht, die belgischen Schäferhunde sind ursprünglich Schäfer-/Hütehunde, deshalb heissen sie ja auch "Berger belge" (also belgischer Schäfer) mit der entsprechenden Farb- und Haar-Varietät, die vor ca. 120 Jahren definiert und standardisiert wurde.

    Das hören die Besitzer dieser Schäferhunde aber offenbar nicht gerne, keine Ahnung wieso. Daran ist nichts Ehrenrühriges, ist doch völlig in Ordnung.

    Heute werden viele Schäferhunderassen, nicht nur die belgischen, als "Sport-" oder "Gebrauchs-Hunde" gehalten, weil ihre Schäferhunde-Eigenschaften sich gut dafür eignen (wachen, schützen, auf Bewegungsreize reagieren, notfalls sogar leicht zwicken).

    Jede Hunderasse hat irgendwo einen Ursprung und einen Verwendungszweck, denn die alten Rassen wurden ganz pragmatisch nach gewissen Bedürfnissen des Menschen selektiert und weiter gezüchtet, also z.B. Hüten, Ratten vernichten, Fährten aufnehmen oder Bullen in Schach halten (oder am Sonntag dann mal zur Volks-Belustigung gegen Bullen kämpfen...:verzweifelt: )

    Deshalb würde ich es gut finden, wenn man bei der Haltung und Erziehung eines Hundes immer auch den ursprünglichen Verwendungszweck im Hinterkopf behält, damit man so ungefähr weiss, was man sich da ins Haus geholt hat. Mein Eindruck ist, dass sehr viele Hundehalter sich überhaupt nicht mit der Geschichte und ursprünglichen Verwendung ihrer Rasse befassen.

    die Welpenzeit ist doch die wichtigste zum lernen, ich möchte, dass er alles lernt was möglich ist, solange er noch klein ist. Später wird es ja immer schwieriger.

    Nein, das stimmt absolut nicht! Setz Dich selber und Deinen Hund nicht dermassen unter Druck!

    Ich habe jetzt nicht alle 6 Seiten durchgelesen, aber gemäss Deinen ersten Beschreibung ist Dein Welpe masslos überfordert.

    Setz Dir nicht das Ziel, dass er JETZT alle Grundkommandos lernen muss, auf Biegen und Brechen! Das stimmt so nicht, später lernt er das auch noch, vermutlich viel einfacher, wenn er nicht mehr so überfordert ist.

    Es geistern immer wieder Fehl-Informationen durch die Foren, dass die Welpen ALLES lernen müssen in den ersten Wochen beim neuen Besitzer. Das ist totaler Quatsch. Sie müssen beim Züchter gut sozialisiert sein, müssen (auch fremde) Menschen kennen, offen auf Menschen und Tiere zugehen, sich untereinander gut verstehen und einfach "Lernen lernen." Das heisst, ein Junghund muss in der Lage sein, neue Eindrücke und "Kommandos" verarbeiten und im Alltag anwenden zu können. Wann er "Sitz", "Platz", etc. lernt, ist völlig nebensächlich.

    Nimm als Beispiel die vielen Hundehalter, die sich keinen Welpen holen, sondern erwachsene Hunde aus dem Tierheim, aus dem Tierschutz, Privat-Abgaben, etc. Da müssen sogar "alte" Hunde (huch, wie schrecklich) noch ganz neue Kommandos und neues Verhalten lernen. Das funktioniert auch noch im Alter von 9 Jahre und älter!

    Alle meine jetzigen Hunde aus den vergangenen Jahren waren bereits 8 - 10 Jahre alt, als sie zu mir kamen. Ausnahmslos alle haben problemlos neue Kommandos gelernt und fügen sich perfekt in meinen Alltag ein.

    Also, atme einmal tiiiiief durch und vergiss den ganzen Druck, dass Dein Welpe jetzt gleich "alles" lernen muss. Kommt Zeit, kommt Rat! :winken:

    Edit: Nachtrag! Ich habe Deinen Avatar nochmals angeschaut, Dein Welpe hat einen sehr hohen Weiss-Anteil. Bist Du sicher, dass er gut hört? Wurde bei ihm ein Hörtest gemacht?

    Okay, schnell ist sie aber, auch wenn sie fast nur Jagd auf Tannenzapfen macht

    Eben, siehst Du... beim einen sind es Mäuse, beim andern fliegende Blätter, bei Deiner Hündin halt Tannenzapfen.:D

    Ich wollte damit nur sagen, dass sich bitte kein Yorkie-Halter darüber ärgern sollte, wenn sein Hund halt mit Feuereifer Blätter, Tannzapfen oder Mäuse jagt, weil das ihr ursprüngliches Zuchtziel war.

    Das ist nur eines von vielen Beispielen, wird auch kaum je ein wirkliches Problem sein, nehme ich an...