Beiträge von Morelka

    Bei der Anmeldung meiner Hunde auf der Gemeinde musste ich eine Bescheinigung meiner Haftpflicht-Versicherung vorlegen, dass der Deckungsgrad im Schadensfall mind. Fr. 3'000'000.-- beträgt. Das führte mir nachdrücklich vor Augen, was für schlimme Konsequenzen (Tod, lebenslange Invalidität, riesige Sachbeschädigung, etc.) auch von meinen kleinen Hunden ausgehen könnten, wenn es wirklich "blöd" läuft.

    Also darf mein 8 Monate alter Jagdhund dann sein Leben lang an der Leine versauern, weil es keine Adequaten Freilaufflaechen gibt?

    Ich dreh mal die Logik um:

    Wieso muss man sich in der Stadt ohne geeignete Freilauf-Fläche und/oder Möglichkeiten, ins Grüne zu fahren, einen jungen Jagdhund anschaffen?

    Ich beziehe das jetzt nicht auf diesen schrecklichen Unfall, die Hintergründe der Hundehalterin kennen wir ja alle nicht, sondern habe nur Deinen Satz rausgepickt.

    Ich bin eigen, hab aber den für mich passenden Hund gefunden (ist bei Chihuahua's auch nicht schwer, ich kenne zu 99% nur solche Vertreter dieser Rasse).

    Das ist bei Smilla überhaupt nicht so... sie taxiert jeden fremden Menschen schon von weitem, legt die Ohren zurück, wedelt und strahlt. Sobald der fremde Mensch auch nur das geringste Interesse an ihr zeigt, Augenkontakt genügt, stürzt sie sich voller Wonne auf den Menschen und fiddelt, was das Zeug hält. Zum Glück kann ich sie aber auch bremsen, wenn ich sehe, dass jemand das nicht will.

    Vicky ist immer höflich distanziert, sie will keinen Kontakt.

    Wobei es im Moment relativ oft Obst gibt da wir viele Äpfel und Birnen aus dem Garten haben dieses Jahr.

    Obst darf höchstens mal zwischendurch in kleinen Mengen als Leckerchen gegeben werden (ich gebe prinzipiell nie Obst), weil es viel zuviel Zucker enthält und es zu Fehlgärungen im Magen und Darm kommen kann.

    Wenn sie überfüttert werden mit Obst, haben sie keinen Hunger mehr, um Heu zu fressen. Die Folge davon ist, dass sie im Laufe der Zeit zu wenig stark abnutzen, d.h. schlimmstenfalls zu lange Backenzähne oder sogar eine Brücke bei den Backenzähnen.

    Ich würde rigoros sofort aufhören mit Obst-Fütterung, vermehrt nur Grünzeug füttern (Gras, Salate, Blätter, Zweige) und darauf achten, dass sie regelmässig Heu fressen.

    Wenn sie sich nicht mehr den Bauch vollschlagen können mit Äpfeln und Birnen, fressen sie von selber wieder mehr Heu.

    Ich kann zum Diabetes bei Australian Terrier nichts sagen, höre das jetzt auch zum ersten Mal.

    Aber als Vergleich kennt man genau diese Problematik bei Zwerghamstern leider nur zu genau:

    Wenn Zwerghamster-Arten verkreuzt werden, also Campbell- mit Dsungaren für "schönere Farben", so hat der Nachwuchs eine hohe Veranlagung zu Diabetes Typ II, neigt zu Übergewicht und bei den meisten bricht Diabetes aus nach wenigen Monaten.

    Deshalb werden Hybriden (reine Campbells findet man leider kaum noch) so gefüttert, als ob sie bereits Diabetes hätten, also knappes Spezialfutter mit wenig Kohlehydraten, kein Obst, keine Süssigkeiten. Ich habe bisher alle meine Zwerghamster "diabetes-gemäss" gefüttert, aber trotzdem bekamen rund 80% von ihnen Diabetes, weil es halt leider in der Hybrid-Zucht drinsteckt.

    Vielleicht wäre eine angepasste Diabetes-Fütterung bei den Australian Terriers auch ein Ansatzpunkt? (mit Hundefutter natürlich, nicht Hamsterfutter:nicken:)

    Ich muss erwähnen, dass nach jedem Spaziergang Pfoten und Gesäß unter fließendem Wasser in der Dusche abgewaschen werden, was der Hund nicht besonders mag. Es ist so, dass der Hund freiwillig meine Wohnung nicht betritt, es sei denn, ich mache klar, dass er nicht duschen muss (habe dazu ein Wort, dass er erkennt), dann huscht er freudig in meine Wohnung. In allen anderen Fällen bleibt der Hund einige Meter vor meiner Tür liegen und ich muss ihn hineintragen zur Dusche.

    Ich glaube, Du hast hier bereits im ersten Posting den Kern des Problems beschrieben:

    Dein "Hund" (hat der eigentlich auch einen Namen, ein Aussehen, eine Rasse oder Mischung?) verknüpft Deine Wohnung mit dem unangenehmen Duschen, also vermeidet er diese und geht lieber zum Nachbarn. Er hat ja kein Empfinden für "meine Wohnung, Deine Wohnung", es sind für ihn einfach unterschiedliche Orte in einem Gebäude, teils angenehm (Gutelis), teils unangenehm (Dusche).

    Ich würde an Deiner Stelle erstmal sehr intensiv an der Bindung arbeiten, wie schon die andern schrieben, ihn also nicht einfach machen lassen, was er will, sondern vielleicht sogar mit einem Trainer arbeiten, damit Dir die Grundlagen der Hundehaltung und einer guten Mensch-Hund Bindung klargemacht werden können.

    Dazu gehört auch, dass Du ihm das Duschen angenehmer machst, damit er das positiv verknüpft. Aber wie gesagt, das geht wohl besser mit einem Trainer vor Ort, nicht via Forum.