Beiträge von Morelka

    Solange Aufklärung und Werbung da nicht direkt verzahnt sind, wäre eine Vermarktungspause bis zur Genesung der Rasse keine schlechte Idee. Gerade bei der jungen Generation würde dann eine neue Startimpression möglich sein. (abgesehen von den will-old-school-fb-leuten)

    Ja, das wäre schön, aber ich glaube nicht, dass das realisierbar ist... über welche Kanäle sollte solch eine Vermarktungspause kommuniziert werden?

    Viele Werber haben doch keinen blassen Schimmer von Hunden und allfälligen Problematiken, sondern sie gehen nur rein optisch auf die Suche nach "süssen" Hundebildern, da stehen natürlich die Möpse und FB an vorderster Stelle. Das wird sich auch nicht ändern, ich bin da sehr pessimistisch.

    Ich habe übrigens die HP von Hunter durchforstet und finde dort beim besten Willen keinen FB... wo seht Ihr den? Habe ich Tomaten auf den Augen?

    Na, DSH und Weißer Schweizer können auch unterschieden werden. Obwohl der Weiße komplett aus dem DSH kommt. Wieso also nicht auch bei JRT und PRT?

    Die Farbe Weiss lässt sich genetisch identifizieren bei den Schäferhunden, der Weisse ist halt eine "Farb-Variante", die gezielt weiter gezüchtet wurde.

    Die Russell Terriers unterscheiden sich nur durch Hoch- oder Niederläufigkeit. Da sind sich ja nicht einmal die grossen Verbände einig, ob sie die Russells als eine oder als zwei Rassen führen wollen.

    Hier wird doch auch immer wieder erwähnt, dass der genetische Fingerabdruck von AL Bordern und SL Bordern komplett unterschiedlich ist.

    Das erstaunt mich jetzt aber, wo wird das denn erwähnt, bzw. womit wird das begründet? Komplett unterschiedlich, also komplett andere Rassen, Linien eingekreuzt? :???:

    Parson Russell und Jack Russell sind eng verwandt, aber optisch schon ziemlich unterschiedlich.

    Na ja, im Grunde ist das ein und dieselbe Rasse (aus vielen Terrier-Rassen zusammen gemixt), halt einmal kurzläufig, im andern Fall hochläufig.

    In einigen Verbänden werden sie einfach als Russell Terrier bezeichnet, egal, ob kurz- oder hochläufig (oder irgendwas dazwischen).

    Bei den Katzen hier im Quartier beobachte ich immer wieder ihre abendlichen "Sit-ins"... Katzen aus unterschiedlichen Haushalten sitzen gemütlich auf der Strasse in der Abendsonne, putzen sich, begrüssen sich oder auch nicht, je nach Laune und Sympathie, es ist ein durch und durch friedliches Bild.

    Ich sage dann immer, sie haben eine wichtige Sitzung, müssen vermutlich ihre örtlichen Angelegenheiten besprechen.

    ?"Man" "weiß" das überhaupt nicht! Es handelt sich um eine These, die momentan en Vogue ist und unter der viele Katzen zu leiden haben.

    Diese These ist nicht "en vogue" als Modeströmung, sondern es liegen halt einfach mehr wissenschaftliche Untersuchtungen vor als früher.

    Katzen leben gerne in Gesellschaft, junge Katzen spielen und toben sehr gerne miteinander (statt ihre Besitzer zu malträtieren...), sie kuscheln aber auch gerne und putzen sich gegenseitig. Aber Katzen sind Einzeljäger, was dann gerne fehlinterpretiert wird, sie seien Einzel"gänger."

    Im Gegensatz zum Wolf, der ein Rudeljäger ist, gehen Katzen einzeln auf die Jagd, leben aber ansonsten sehr gerne (oder sogar zwingend!) gemeinsam mit andern Katzen. Darunter leiden sehr viele Einzelkatzen, die dann häufig die Wohnung des Besitzers in Einzelteile zerlegen, weil sie unglücklich sind als Einzelkatze und dringend Spielgefährten brauchen.

    Was man beachten sollte:

    Katzen, die viel zu früh (schon mit 8 Wochen oder sogar früher) aus dem Familienrudel weggegeben werden und danach alleine aufwachsen müssen, bleiben meistens tatsächlich ihr Leben lang Einzelgänger, weil sie es nie anders lernen konnten.


    Aber Katzen, die schön gesellig in einem Familienrudel mit Mama und Geschwistern aufwachsen dürfen und nicht zu früh einzeln gesetzt werden, sind gut sozialisiert und jederzeit gerne bereit, ihr Leben mit andern Katzen zu verbringen... aber gejagt wird alleine!

    Ich konnte dies grad aktuell bei meiner Nichte beobachten, welche zwei Kater aus dem Tierschutz hatte, beide unterdessen 11 Jahre alt. Der eine bekam Krebs (Lymphom) und musste eingeschläfert werden. Der andere Kater blieb alleine und völlig verwirrt zurück. Sie überlegte und beobachtete sehr genau, was für eine Zweitkatze wohl für ihn passen würde und fand schliesslich einen 3-jährigen Bengalen.

    Sie gewöhnte die beiden sorgfältig aneinander (mit Netzabsperrungen zwischen den Zimmern) und nach kurzer Zeit waren die beiden gute Kumpels. Der alte Kater ist überglücklich, dass er wieder einen Kumpel hat, den er eifrig leckt und putzt. Der junge Kater tobt übermütig durch die Wohnung und animiert auch den alten dazu, hin und wieder mitzumachen. Die beiden sind zufrieden und glücklich miteinander, waren aber auch von Anfang an als kleine Kätzchen gut sozialisiert.

    Inzwischen geben Tierheime und TS-Organisationen keine jungen Kätzchen mehr einzeln ab, sondern nur noch zu zweit, falls keine andere Katze schon vorhanden ist.

    Folglich müssen ja alle, die dazu beigetragen haben, das meine Hunde in die Zucht dürfen, Qualzuchtbefürworter sein

    Ja, genau so ist es... die Zuchtvereine und -verbände für brachycephale Rassen, egal, welche, tun genau das, bewusst oder unbewusst die Zucht von kurzköpfigen Hunden fördern, indem sie Elterntiere mit extremer Kurzköpfigkeit (wozu auch Deine Rasse gehört) zur Zucht und Weitervermehrung zulassen.

    Das Qualzucht-Gesetz ändert daran leider (noch) nichts... wird wohl noch 1 - 2 Generationen dauern, bis die Leute etwas einsichtiger werden (wenn überhaupt).

    Schwarzer Russischer Terrier bei den Ansprüchen ?

    Ne. So viel sozialisieren und erziehen gegen Genetik kann man gar nicht, also doch bestimmt aber muss ja nicht.

    Ja, vor diesem hätte ich auch Respekt, soviel ich weiss, sind die nicht ohne.

    Aber wieso nicht ein Kerry Blue Terrier? Ich glaube, die sind wohl gesünder als andere "Mode-"Hunde, aber so wenig in Mode, dass man sie eigentlich nie sieht.

    Ich kannte vor 30 Jahren mal einen einzigen Kerry Blue, der mir sehr gut gefiel, aber er war halt schon ein typischer, kerniger Terrier. In den richtigen Händen könnte das aber durchaus ein toller Hund sein.

    Hat irgendjemand Erfahrung mit einem Kerry Blue?

    Edit: Gut, mit einem Gewicht von unter 20 kg wäre offenbar auch ein Kerry Blue zu "klein" für die TE.

    Wie sähe es denn mit den diversen Wasserhunden aus?

    Span. oder port. Wasserhund, Barbet, Lagotto, Irish Water Spaniel, etc. Beinahe jedes Land hat einen Wasserhund.

    Ich kenne einige dieser Vertreter und finde sie alle sehr angenehm im Wesen und gut einsetzbar in vielen Bereichen.

    Meine laufen auch aus Prinzip im Freilauf nackt.

    Genau so mache ich es auch, Freilauf prinzipiell nackt, obwohl meine alten Damen nicht spielen. Es ist aber für ihren Bewegungsablauf viel schonender, wenn sie völlig frei laufen dürfen. Bei 3 kg Körpergewicht ist jedes Geschirr oder HB schon Zusatzgewicht, das stört.

    Zusätzlich habe ich natürlich den Vorteil bei meinen Zwergen, dass ich sie notfalls einfach hochnehmen könnte statt zuerst noch das Geschirr ranzufummeln. Smilla weigert sich sowieso kategorisch, ein Geschirr zu tragen. Sie akzeptiert nur grad mit Mühe und Not ein breites, weiches Windhund-Zugstop-HB, aber auch dieses nur im äussersten Notfall auf kurzen Strecken, z.B. an einer viel befahrenen Strasse.

    Auch Vicky läuft nackt, sie hört sehr gut, ich kann sie auf Entfernung stoppen und, falls nötig, dann halt das Grossenbacher-Geschirr rasch anziehen.