Beiträge von Morelka

    nach langer Überlegung möchte meine Freundin und Ich mir einen Chow-Chow Welpen zu legen!

    Wir haben aktuell eine kleine Pomeranian Prinzessin und wir wollten die Familie mit einem großen flauschigen Bruder erweitern.

    Die kleine ist super ruhig und ich kann mir nur vorstellen das es ein super Team wird!


    Mein Problem:

    Ich bin jeden Tag von 8-17 Uhr auf der Arbeit.

    Unter diesen Bedingungen würde ich Dir überhaupt davon abraten, einen zweiten Hund anzuschaffen und natürlich schon grad gar nicht einen Chow-Chow! Das haben ja schon die andern geschrieben.

    Sei doch froh, dass Ihr eine kleine, offenbar unkomplizierte Zwergspitz-Hündin habt und macht keine Experimente mit einem Welpen einer Einmann-Rasse. Das kann eigentlich nur schiefgehen, weil Du gar keine Zeit übrig hast, um Dich mit so einem anspruchsvollen Hund auseinander zu setzen, von den gesundheitlichen Baustellen bei Chow-Chows schon mal gar nicht zu reden.

    Falls Ihr unbedingt und um jeden Preis einen Zweithund wollt(?), dann nehmt doch lieber einen zweiten Pomeranian oder einen Kleinspitz.

    Was meinst du mit bunt? Merle gibt es beim Pudel nicht, auch wenn manche Vermehrer das inzwsichen einkreuzen.

    Mit bunt sind wohl die Schecken gemeint, die Harlekin-Pudel.


    Ich meine auch, dass für die Ziele, welche die TE meint, sich ein Pudel (egal, welche Grössen-Variante) sehr gut eignen würde, ganz bestimmt besser als ein Border Collie!

    Ich glaube

    finde sieht eher nach Zwergpinscher aus....bin aber auch kein Veterinär

    So rein vom Photo her würde ich eher sagen, dass es ein Prager Rattler ist. Kennst Du sein Gewicht? Ich finde ihn schon sehr filigran und zart.

    Den Vorschlag von Ari2017 finde ich am besten, falls Ihr Euch mit Eurem Bekannten einigen könnt. Das wäre dann eine Art Dog-Sharing.

    Aber ob langfristig so ein zarter Hund geeignet ist für eine Familie mit zwei Kindern, bezweifle ich jetzt auch eher. Ich hatte eher einen robusten Zwergpinscher-Rüden vor Augen, nicht diesen zarten Rattler(?). Es ist aber schwierig, auf einem Photo die Grösse zu beurteilen.

    Im übrigen sind Veterinäre i.d.R. nicht die Spezialisten für Rassen, das ist ja nicht Bestandteil des Studiums.

    Viel besser wäre es, wenn jemand in Deiner Nähe mit Rassekenntnissen den Hund in natura ansehen könnte. Aber ob es ein zarter Zwergpinscher oder ein normaler Rattler ist, spielt letzten Endes keine grosse Rolle, wichtig ist, wie fragil er ist, also Grösse und Gewicht.

    Nun hat er mich gefragt ob ich Interesse hätte den Hund zu adoptieren. Meine bedenken sind halt, ist es "einfach" nen 3 jahre alten hund zu sich zu holen oder sollte man lieber einen Welpen aufziehen....ist es auch noch möglich den 3 jahre alten Hund zu erziehen?

    Am besten auch den hund Mal paar Tage zu sich holen um zu sehen wie man klar kommt oder?

    Bei Euren Voraussetzungen würde ich sogar dringend davon abraten, einen Welpen zu holen, sondern ganz sicher einen erwachsenen Hund.

    Ich finde diese Konstellation ziemlich optimal für Euch... der Hund ist aus dem Gröbsten raus, hat selber schon Familien-Erfahrung, Ihr könnt ihn mal probeweise zu Euch holen und in Ruhe überlegen, ob Ihr den Alltag mit Kindern und Hund schaffen könnt. Natürlich kommt es bei dieser Rasse darauf an, ob er einer dieser irre durchdrehenden Pinscher ist, der dauernd kläfft und ausrastet oder ob er ein wesensfester Zwergpinscher ist, der draussen aktiv und drinnen ruhig ist. Das wäre am besten.

    Selbstverständlich kann man einen 3-jährigen Hund noch erziehen, falls überhaupt nötig. Man kann auch einen 9-jährigen Hund noch erziehen, da gibt es keine Grenzen.

    Also, wagt es und versucht mal ein Probe-Wochenende, nur vielleicht nicht grad zum Zeitpunkt der Geburt... viel Glück!

    Eine Frage habe ich noch bezüglich der Ernährung.

    Achtet ihr auf irgendetwas besonders aufgrund der bestehenden Herzkrankheit?

    Wirklich viel hab ich auch im Internet darüber nicht gefunden.

    Nein, da habe ich nichts verändert, sondern einfach so weiter gefüttert wie bisher (Nassfutter mit Gemüse). Mit der Fütterung kann man auch nichts ausrichten an der Krankheit selber, halt so gesund wie möglich, klar.

    Bei ihm sind wohl plötzlich die Chordae gerissen; von: Hund ist wie immer zu: ich glaube, der erstickt gleich, vergingen nur zwei Stunden.

    Ja, ich fragte die Kardiologin nach der Untersuchung, wie schnell eine Verschlechterung sich zeigen würde. Sie sagte mir, dass das endgültige Reissen von einem Herzschlag zum nächsten passieren könne und sie dann qualvoll ersticken würde.

    Deshalb liess ich sie unverzüglich einschläfern, obwohl sie noch immer wie "das blühende Leben" aussah... :tropf:loudly-crying-dog-face

    Nun zu meiner eigentlichen Frage...

    Unser "Haustierarzt" (von dem ich eigentlich sehr viel gehalten habe bisher) zieht das ganze mit Herzultraschall und Kontrollen total ins lächerliche und versteht nicht warum wir das tun.

    Laut ihm müsse eine Mittelklappeninsuffizienz nicht behandelt werden und auch nicht kontrolliert, da die Hunde das Problem selbst kompensieren :muede: .

    Da kann ich leider aus schmerzlicher Erfahrung mitreden... was Dein Haustierarzt erzählt ist totaler Quatsch.
    Selbstverständlich musst Du das regelmässig kontrollieren lassen mittels Herzultraschall bei einem erfahrenen Kardiologen.

    Das, was Dein TA meint mit "kompensieren" ist die sogenannte kompensierte Herzinsuffizienz d.h. solange das Herz in der Lage ist, die undichte Mitralklappe durch verstärkte Pumpleistung zu "überspielen", ist der Körper trotzdem noch genügend mit Sauerstoff versorgt. Diese kompensierte Herzschwäche kann mehrere Jahre stabil bleiben, sie kann aber auch sehr schnell zu "unkompensiert" kippen, d.h. das Herz schafft die notwendige Pumpleistung nicht mehr, es kommt zum Lungenödem und schliesslich dem Ersticken (bzw. Ertrinken, die Lunge füllt sich mit Wasser).

    Meine Vicky hatte dasselbe wie Dein Terrier. Ich war zuerst zuversichtlich und dachte, mit regelmässiger Ultraschall-Kontrolle (ca. alle 9 - 10 Monate) und den notwendigen Medikamenten könne sie noch lange weiterleben. Ich hatte sie erst seit Sommer 2018, sie lebte also nur 1,5 Jahre bei mir (geschätztes Alter ca. 10). Meine Haustierärztin entdeckte gleich bei der ersten Untersuchung das Herzgeräusch und schickte mich zur Kardiologin.

    Das Fatale bei dieser Krankheit ist leider, dass ab einem gewissen Zeitpunkt kleine Haltefäden (sog. Chordae) zu reissen beginnen, d.h. die Klappe ist nicht mehr richtig befestigt und natürlich erst recht undicht.

    Das geschah bei Vicky leider sehr rasant.

    Im November 19 waren erst ein paar wenige Chordae gerissen, sie erhielt seit April 19 Vetmedin und Dimazon. Bis etwa Februar 2020 war sie noch immer unverändert gut drauf und munter. Im März begann sie schlapp zu werden, trippelte nicht mehr so eifrig voran wie früher, sondern ging eher müde hinter uns her.

    Dann kam Corona, aber ich plante trotzdem, die für August geplante Ultraschall-Untersuchung so rasch wie möglich machen zu lassen.

    Doch die Ereignisse überrollten mich... am 9. April begann sie spätabends heftig zu atmen auf dem Sofa neben mir, Schaum trat ihr aus der Nase. Ich raste sofort in die Klinik, wo sie gleich in die Sauerstoff-Box kam und stark entwässert wurde. Nach 3 Tagen konnte ich sie heimholen, es ging ihr kurzzeitig besser, die Lunge war wieder frei.

    Die anschliessende Ultraschall-Untersuchung zeigte dann aber das ganze Ausmass ihres Zustandes... die Mitralklappe war bereits zu ca. 2/3 abgerissen, sie konnte jederzeit noch völlig reissen, so dass Vicky innert weniger Minuten "ertrinken" würde. Ich merkte, dass die Kardiologin selber schockiert und überrascht war von diesem katastrophalen Befund. Ich selber durfte bei der Untersuchung ja nicht dabei sein wegen Corona.

    Ich liess Vicky daher zwei Tage später bei meiner Haustierärztin einschläfern.loudly-crying-dog-face

    Ich kann nur eindrücklich mahnen, dass man diese Herzerkrankung sehr ernst nehmen muss und regelmässig US-Kontrollen sehr wichtig sind. Eine Verschlechterung kann sich innert kürzester Zeit einstellen, im kommenden Sommer sind die heissen Temperaturen ganz besonders kritisch für Herzpatienten.

    Alles Gute für Deinen Hund!

    Hmm....also gibt es doch Unterschiede zwischen Qualzuchtrassen und anderen Rassen?

    Es gibt demnach doch Rassen die mehr gesundheitliche Probleme haben als andere oder gar kranke Rassen wie der Dobermann, unabhängig vom Züchter?

    Qualzucht ist mit dauernden Schmerzen oder starken Einschränkungen der Lebensqualität definiert, z.B. die Plattnasen, welche dauernd unter mehr oder minder grosser Atemnot leiden, je nach Ausprägung der Brachychephalie, Wetter, Stress, Anstrengungen, etc.
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    Quelle: https://sciodoo.de/was-ist-qualzucht/#

    "Kranke Rassen" müssen nicht dauernd leiden, aber sie haben eine verkürzte Lebenszeit oder schlimme Altersbeschwerden, z.B. Dobermann mit ihrer Herzkrankheit DCM, die innert Sekunden sterben können, vorher aber ein unbeschwertes, schönes Leben führen können oder grosse, schwere Rassen mit starken Gelenkbeschwerden.