Schwierige Situation. Die Besitzer sollten sich überlegen was sie noch gewillt sind zu leisten. Wie die anderen schon sagten würde ich einen Verhaltenstierarzt dazu ziehen. Außerdem muss der Hund in einer Betreuung (geht ja auch Privat bei einer Einzelperson) wegen der Alleine bleiben Problematik.
Ich habe mir damals eine Liste an Problemen aufgeschrieben, die bei uns existierten. Das verschafft überhaupt erstmal einen Überblick bei so vielen Verhaltensauffälligkeiten. Das Ganze kann man dann nochmal untergliedern in Punkte die sehr dringend angegangen werden müssen und solche die warten können (wie z.B. in dem Fall das Jagdproblem).
Ein Problem wird auch vom anderen gefördert: hoher Stresslevel - mehr trinken - mehr pinkeln - gesteigertes Jagdverhalten.
Und bitte, sie sollen den Hund nicht abbrechen wegen dem Unreinheit, das bringt nur noch mehr Stress. Der Hund muss eben viel pinkeln durch den Stress. Ich habe es wie beim Welpen gehalten. Nach dem spielen, fressen, Aufregung... raus mit dem Hund. Zusätzlich alle 3 Stunden so nochmal raus. Parallel habe ich daran gearbeitet dass der Hund anzeigt wenn er raus muss.
Das Ganze wird mit Sicherheit nicht schnell getan sein. Mein Hund hatte auch eine sehr große Stressproblematik (allerdings nicht Angst) und wir konnten jetzt so viele Stresspunkte minimieren dass wir nach zwei Jahren sowas wie Alltag haben.
Man muss einfach an jedem Stellrad drehen und dazu gehören auch viele Fehlversuche bzw. man braucht sehr viel Zeit um zu sehen ob es hilft. Cortisol braucht unheimlich lange bis es vom Körper abgebaut wird.
Ob man das alles leisten möchte und kann, dass ist sehr individuell. Ich wünsche deinen Bekannten viel Erfolg wofür auch immer sie sich entscheiden.