Wenn ich hier in der Nähe ins Restaurant gehe, dann nehme ich die Maus auch nicht mit. Aber wenn man unterwegs oder im Urlaub ist, geht es manchmal nicht anders.
Und bei uns braucht es leider keine anderen Hunde, damit sie ausflippt. Menschen, die sie nicht beachten und sie nicht streicheln, gehen gar nicht. Da muss man lautstark verkünden, dass man da ist und beachtet werden will.
Ist beim Tierarzt genauso. Alle Hunde warten brav, nur eine quietscht, dass man fast taub wird. Meist erbarmt sich eine Tierarzthelferin und knuddelt sie mal durch, dann geht es erstmal wieder für ein paar Minuten.
Aber warten, nicht beachtet werden, Menschen nicht begrüßen und knutschen zu dürfen, kann sie derzeit noch gar nicht ab. Ich hoffe, das bekommen wir irgendwann mal hin.
Klingt nach Erwartungshaltung?
Wenn die einmal da ist (Fremde Menschen werden verknüpft mit = Beachtung, Hund wird geknuddelt etc.), ist das natürlich schwierig. Das ist ja so ähnlich wie mit fremden Hunden. Wenn der Hund erstmal gelernt hat, dass jeder fremde Hund bedeutet, dass eine direkte Interaktion stattfindet, entwickelt er bei Hundebegegnungen ja auch schnell eine Erwartungshaltung.
Bei Kaala habe ich ganz bewusst von Anfang versucht, dass sie weder fremde Menschen noch Hunde mit irgendeiner Erwartungshaltung verknüpft. (Das arme Tierchen durfte fast nie zu anderen Hunden/fremden Menschen hin und Knuddelversuche fremder Menschen konnten wir auch erfogreich vermeiden) Das ist natürlich oft mühsam, weil das Gegenüber es einem nicht leicht macht/ fremde Hunde ungefragt zu einem hinlaufen etc.. Aber ich finde, es lohnt sich. Kaala liebt Menschen auch sehr, knutscht sie gern ab, lässt sich knuddeln. Aber sie hat keine Erwartungshaltung, dass das mit fremden Menschen stattfindet, nur weil die da sind.