Ich finde, man kann die beiden Ernährungsweisen (mit bzw. ohne Fleisch) nicht direkt vergleichen, und vor allem preislich nicht konkret festnageln, es gibt einfach zu viele variable Faktoren.
Zum Beispiel habe ich in meiner weiteren Verwandschaft Menschen, bei denen wurde immer sehr viel und fettes Fleisch vom Billigheimer konsumiert, viel billige Wurst, alles mit Billig- Sahne und Käse ertränkt und überbacken. Bio wird belächelt als Modeerscheinung.
Jetzt sind diese Menschen im Laufe der Jahre durch ihr Übergewicht und das Alter gesundheitlich und körperlich sehr eingeschränkt, verbringen sehr viel Zeit beim Arzt, es kam zu Gicht, Bluthochdruck, es wurde ein künstliches Knie aufgrund des Übergewichts notwendig, OP- Wunden heilen sehr schlecht etc.
Dort hieß es immer, wenns um Essen ging, Hauptsache, billig und viel. Der Kühlschrank quillt immer über mit Produkten, die ich nie kaufen würde.
Die gesundheitlichen Einschränkungen verursachen auch Kosten, das müsste man auch mit reinrechnen. Schlechte, billige Ernährung schlägt sich mMn auf Dauer mit Kosten im Gesundheitssystem nieder. Das sollte man bedenken.
Die eingeschränkte Lebensqualität dieser Personen vor Augen, finde ich, sollte man nicht nur auf den Preis schauen, was billiger ist, sondern besonders, was mir gut tut, was hochwertige Energie liefert, was auf Dauer meinen Körper gesund und leistungsfähig hält.
Ich muss zB einiges weglassen, alle Milchprodukte und alles Glutenhaltige. Da einige vegane Ersatzprodukte Soja (mag ich nicht) oder Hafer bzw. glutenhaltige Zutaten enthalten, ist die Auswahl eh schon eingeschränkt, drum lasse ich kein Fleisch weg, sonst käme bei mir das Gefühl auf, gar nichts mehr essen zu können. Als Kompromiss kaufe ich hochwertiges gutes Fleisch beim Dorfmetzger, der allerdings preislich ordentlich zulangen muss.
Ich gebe mehr Geld für Ersatzprodukte (gf Mehl zB ist 4x so teuer wie normales, in Bioqualität als Vollkorn sogar noch teurer) und Fleisch aus als jemand, der keine Unverträglichkeiten hat, oder jemandem, dem egal ist, was er in sich hineinschaufelt, mal überspitzt gesagt. Das gleiche gilt beim Brot, das wir vom Handwerkbäcker kaufen, wann immer möglich. Kuchen werden hier immer selbst gebacken. Gemüse und Obst wird zum Teil selbst gezogen, der Rest Bio zugekauft. Klar geb ich sehr viel aus, aber das ist es mir wert.
So ist das bei uns
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