Beiträge von DerFrechdax

    Naja, es ist schwierig, aber wenn hier jemand im Forum mit massiven Problemen aufschlägt, ist es, finde ich, vielleicht verantwortungsvoller, eine Hundeschule zu empfehlen, als denjenigen zu ermuntern, allein herumzudoktern.

    Ich habe mehrere Hundeschulen und Vereine mit unterschiedlichen Hunden über die Jahre durch, und ich kann nur von mir sagen, irgendwann weiss man, was man nicht haben will und sucht sich dann das richtige aus oder hat so viel Wissen aufgeschnappt, dass man eine ungefähre Orientierung hat. Es gibt ja auch nicht DIE allein selig machende Richtung oder Philosophie, es gibt mehrere Wege nach Rom und jeder Hund ist anders.

    Ich hatte mit meiner letzten Hundeschule hier mehr als Glück... Alles super kontrolliert und moderiert, kein Hund durfte mobben, Kleinhunde durften auf den Schoß, wenn sie unsicher waren, es gab Kleinhundegruppen, wo mal ein erzogener Großhund (meiner :herzen1: ) mit durchlaufen durfte, damit die Kleinen das auch mal kennenlernen, es gab Junghundestunden, Seniorenstunden, Welpenstunden ohne einfach nur rennen lassen, es gab moderierte und gemanagte Kontaktstunden, dazu Rückruftraining, wenn man sicher war, der Hund kommt auch wirklich... darüber hinaus Trailing, Longieren, Agility, .....
    Es wurde Körpersprache erklärt oder bei Ungehorsam erklärt, wo der Fehler des HH gelegen hatte, es wurden psychologische Basics beigebracht. Es wurde vermieden, Misserfolge zu provozieren, jeder da abgeholt, wo er stand.

    Wie gesagt, wir hatten da wohl echt Glück :ka:

    Entweder "Zeitmaschine" oder Revival? Die habe ich ewig (seit den 80ern?) nicht gesehen.
    L. G.

    die sind inzwischen so selten (hab auch ewig keinen mehr gesehen), dass ich letztens, als ich aus dem Auto raus das erste mal wieder einen roten Cocker gesehen hab, direkt gedacht hab "Oh, ein Irish Setter... komisch, der ist aber klein... und so lange Ohren..." bis *Klong* der Groschen gefallen ist :gott: :lachtot:

    Ich kenne einen großen Hund, der bei Unsicherheit in großen Achten um uns herum rennt, wie im Wahn. Er sucht auch gern Schutz bei uns HH, rennt aber dann teils blind in unsere Beine rein. Er braucht dann jemanden der ihn wieder klar werden lässt. Seine Besitzerin erkennt zum Glück seinen Stress und inneren Konflikt immer und ruft ihn dann schnellstmöglich raus und vertreibt den anderen kippenden/ mobbenden/ bedrängenden Hund, der das Fiddeln ausgelöst hat. Trotzdem neigt er immer wieder zum Fiddeln und muss bei großem Stress an die Leine zum Runterkommen.

    Puh, hab mich jetzt durch -zig Seiten gearbeitet...

    Ich glaube, dass es dieser Hund sein soll/muss, weil er optisch dem verstorbenen Hund ähnelt.
    Da hängen einfach Gefühle dran, da kann das ganze Forum Gründe dagegen nennen, was es will, das geht zum einen Ohr rein und zum anderen raus. Das meine ich nicht abwertend, es ist einfach so, wenn man sich gefühlsmäßig an jemanden/etwas gebunden hat, ist man eben für rationale Argumente nicht mehr offen.

    Und es geht mich auch gar nichts an... insofern bleibt mir, alles Gute zu wünschen und die Daumen zu drücken, dass die Kleine sich gut entwickelt und schlimmere Überraschungen ausbleiben.

    Ich empfehle auf jeden Fall eine Hundeschule/ einen Trainer zu kontaktieren, um die Neigung zum Hüten in die richtigen Bahnen zu lenken, auch gern in Richtung Agility und Hundesport zu planen, wenn der Hund alt genug dafür ist, und sich ansonsten einzulesen und an Wissen mitzunehmen, was geht.

    Spoiler anzeigen


    Ich persönlich halte gerade meinen 6. und meinen 7. Hund.
    Und ich muss zugeben, der 7. Hund, ein Terriermischling, hat mich erziehungstechnisch manchmal an mir zweifeln lassen. Er ist süß und putzig und wuschelig und schaut so treu, aber er kann ein ganz schöner Terrierist sein, wenn er das will. Da musste ich mich auch erstmal damit abfinden und kreativ neue Lösungen suchen. Jeder Hund ist halt anders, und man lernt nie aus, es gibt immer was Neues, das man dazu lernen kann. Auch hier im Forum. Das kann man sich zu Nutze machen oder nicht, es liegt an einem selbst.

    Alles Gute :winken:

    Hey :winken:
    Ich hab jetzt nur die ersten 3 Seiten und diese Seite gelesen :roll:

    Ich hatte mal kurzzeitig einen Border- Howawartmix hier sitzen... Puuh.... aber ok, du hast dich für den Hund entschieden, möchtest nicht von deiner Entscheidung abrücken, fragst, wie du das Gassi gestalten kannst.

    Ich bin mit meiner Großen, als sie noch ein Baby von 10 Wochen war, auch in eine Welpenstunde gegangen, allerdings keine, wo die Kleinen ohne Aufsicht sich selbst überlassen sind, sondern wo sowohl Spiel als auch Übungen mit Kenntnis und Augenmaß moderiert wurden.

    Kein Hund durfte mobben, keine Raufereien, auch wenn es noch so süß aussieht, wurden geduldet.

    Dort haben wir genau solche Fragen, wie du sie stellst, besprechen können.

    Ich würde die Kleine auch zunächst auf die Wiese tragen, dort etwas bleiben, und dann vielleicht heimwärts an der lockeren Leine laufen lassen.

    Das Wichtigste ist anfangs der Name, dass sie etwas Gutes damit verbindet, wenn sie gerufen wird. Name und Rückruf im Sinne von Name rufen und Hund kommt zur Leckerlihand. Das finde ich das Wichtigste. Hört sie auf ihren Namen, kann man das auch draußen üben, Name und Leckerli, wenn der Hund hört. "Schau" und Leckerli.

    Ansonsten den Hund viel in Ruhe lassen, schlafen lassen, sich alles anschauen lassen.

    Dass dein Hund jault oder bellt, das kann dir durchaus passieren, gerade bei dieser Mischung :ugly: Das kann dir aber immer passieren, das ist schlicht etwas, was man nur mit ganz viel Training hinbekommt oder auch vielleicht nie. Denn, wenn der Hund in deiner Abwesenheit bellt, wie sollst du das korrigieren können? Sehr schwierig.

    Ich hoffe trotzdem, dass ihr gut zurechtkommt und du jemanden findest, der dir IRL zeigt, wie du deine Süße erziehen kannst, damit ihr ein gutes Team werdet.

    Alles Gute :winken:

    Also lasse ich ihn weiterhin meine Hände Tackern und verlange auch die einfachsten Dinge am besten gar nicht mehr. Mache nur noch eine schleppleine ran, oder am besten bringe ich ihn gleich zu einem. Von euch da er da besser aufgehoben ist? :headbash:


    Er ist momentan an manchen Tagen drauf wies Messer. Sage nebenbei nicht nur ich, sondern alle die ihn an den Tagen erleben. Besonders schlimm war es immer nach Besuch der Hundeschule (da suchen wir jetzt eine andere).
    Auch wenn hier alle gegen konzequenzen sind, Hunde untereinander lassen sich doch auch nicht alles bieten? Oder ist das die Lösung. Einfach nichts mehr fordern (womit ich die simpelsten regeln des zusammen Lebens meine), keine Ausbildung mehr, keine Körpersprache mehr, nicht erwarten, das er nach mir schaut sondern nur noch sein Ding machen lassen? :flucht:

    Hey,

    um es vorweg zu schicken, ich lasse mir nicht alles bieten von meinen Hunde, ich bin da ganz bei @Funky, dass unmögliches Verhalten Konsequenzen haben muss. Diese Konsequenzen müssen aber nicht immer automatisch in einer Massregelung des Hundes münden. Springt mich mein Hund an (was ihnen beiden nie im Traum einfallen würde) gibt's natürlich einem Anschiß (hier auch ein deutliches "Hey" und auch mal einem Schritt auf den Hund zu). Weicht der Hund auch nur einen Millimeter zurück und beschwichtigt zb indem er die Ohren abklappt, lobe ich aber auch wieder sofort, bin sofort wieder gut mit ihm.
    Direkt danach denke ich aber darüber nach, was ich tun kann, um dieses Verhalten schon vorher zu verhindern.

    @Das Rosilein hatte mir vor längerem, als ich eine Frage hatte wegen Streit um Knochen im Garten, erläutert, dass sie es als immens wichtig ansieht, immer schon einem Tick weiter zu denken als die Hunde. Sprich, denen gar nicht nebeneinander Knochen zu geben, sondern getrennt. Vorausschauend vermeiden statt hinterher mühsam managen zu müssen, quasi.

    Das heißt in deinem Fall, wenn dein Hund nach der Hundeschule durchdreht und Spielzeug für sich beansprucht und du dich bedroht fühlst (geduckte Körperhaltung, Fixieren), würde ich 1. Einzelstunden nehmen um im Training weiterzukommen und nicht mehr in der Gruppe und 2. alles Spielzeug wegnehmen.

    Des weiteren würde ich den Hund zu einem Großteil daheim ignorieren, damit er sich entspannen kann, weil niemand was von ihm will. Also wirklich ignorieren, an ihm vorbeisehen, ihn nicht ansprechen.

    Ich würde auf Versuche der Kontaktaufnahme, wenn er mit Spielzeug ankommt (was er demnächst ja nicht mehr macht, weil es vielleicht weggeräumt ist :smile: ) und es sein könnte, dass er aufdreht, weil er ein "Spiel" starten will, in der nächsten Zeit ruhig nicht eingehen. Also Spielzeug wegnehmen, und Hund ignorieren.
    Hund dreht auf, um deine Aufmerksamkeit zu erhaschen, ihn weiter ignorieren. Hört er nicht auf, Hund vielleicht in ein anderes Zimmer bringen, dort (kurz!) abkühlen lassen. Dabei geht es nicht um Strafen, sondern ein Abbrechen des Verhaltens.

    Die unerwünschte Aktion deines Hundes muss für ihn unangenehme Konsequenzen oder zumindest keine lohnenden Konsequenzen haben. Nie darf es sich lohnen, solches Verhalten zu zeigen.

    Versuche immer, wenn dein Hund etwas tut, was du nicht möchtest, zu analysieren, was zu dem Verhalten geführt und beigetragen hat und eliminiere diese Ursachen.

    Direkt massregeln mit einer deutlichen Ansage würde ich nur im Notfall, wenn der Hund mir zb schon in den Hacken hängt und meine ganzen Strategien nichts geholfen haben. Weil man solche sensiblen Hunde dadurch nur noch mehr hochputscht und aufdreht. Denn, wenn ich noch durch meine Aktion ein zusätzlicher Stressor bin für den Hund, habe ich gar nichts gewonnen, im Gegenteil.

    Vorausschauend führen wäre also bei euch das Zauberwort.

    Alles Gute für euch und Gutes Gelingen :winken:

    Besonders schlimm ist es immer dann, wenn wir in der Hundeschule waren. Die Tage darauf sind immer besonders hart...

    Hey :winken:
    Ich hab grad schnell in deiner Vorstellung nachgeschaut und gesehen, dass du einem Bordercollie hast. Hier gibt's einige, die BC halten, und ich lese immer wieder davon, dass diese Hunde sehr reizoffen sind und schnell "drüber", wenn sie zu viel erleben.

    Vielleicht ist euer Alltag zu hektisch oder der Hund findet schlecht zur Ruhe? Vielleicht wäre ein erster Schritt, ihm einem Rückzugsort anzubieten (zb abgedeckte Höhle [offene Box]) und statt Hundeschule Einzelstunden zu nehmen.

    Was macht ihr denn in eurer Hundeschule so? Ich kenne einige Hundeschulen, die die Hunde einem großen Teil der Zeit im Rudel rennen lassen. Dass da ein Hund wie deiner Tage braucht, um runterzukommen, ist denk ich normal.

    Frag dich mal, wann er genau so ist. Was ihr so alles gemacht habt. Vielleicht ist das der Schlüssel.

    Das 'respektlose' Verhalten kann durchaus ein Überdrehen oder Übersprungshandlung sein.

    Was genau macht denn dein Hund, was du als respektlos empfindest? Wie äußert sich das?

    Hi :winken:

    Ich möchte dich noch darauf aufmerksam machen, dass mit diesem Tipp hier:

    Geh langsam auf sie zu, weg von der Quelle der Aufregung und weicht sie nicht zurück, schieb sie mit deinem Körper langsam vor dich her, weg vom fremden Grundstück oder Hund etc...bis sie auf dich achten kann. Du kannst ein leises Geräusch machen, wie schhhhh...oder so. Das hilft oft, die Aufmerksamkeit zu kriegen. Ist der Stress zu groß, kannst du auch mit ihr ein Stückchen weiterweg gehen und dann dort mit ihr üben, so dass sie in der Lage ist oder bereit ist dich wahrzunehmen.
    Achtet sie auf dich, dann bleib stehen, lehne dich leicht zurück oder gib ihr einen Schritt Raum ( Das ist die Belohnung für die Aufmerksamkeit, den Druck wegnehmen) und gucke entspannt in die Gegend, Leine nicht lang, aber locker. Legt sie wieder los, bedrängst du sie wieder ruhig, bis sie auf dich mit Hinsetzen, Angucken oder Zurückweichen reagiert.

    ...das hier nicht gemeint ist:

    Also in der Situation bleiben und beruhigen.

    Der Ansatz von @Antonautonom geht dahin, dass du den Hund bedrängst und seinen Radius kontrollierst, bis er sich von der Quelle seines Stresses lösen kann und auf dich konzentrieren kann. Du baust also Druck auf, bis der Hund reagiert, wie du es möchtest, und dann lässt du den Druck weg als "Belohnung". Das hat mit beruhigen nichts zu tun

    Ob du das so machen möchtest, ist natürlich dir überlassen, und es funktioniert natürlich nur an der Leine mit Hund direkt neben dir. Ich habe es auch schon so gemacht, als ich meinen 50 Kilo Hund irgendwann gar nicht mehr richtig an den ewig zaunpöbelnden Terriern unserer Nachbarn vorbeigebracht habe. Danach ging es eine Zeitlang wieder leichter.

    Auf Dauer bin ich inzwischen ein großer Freund von "Schau" und Leckerli. Also, ohne Ablenkung ein Kommando "Schau" aussprechen- Hund schaut mich an -Leckerli geben. Wenn du das öfter machst, wird dein Hund auch unter Ablenkung lieber zu dir schauen und sein Megaleckerli abholen als zu pöbeln.
    Währenddessen gehen wir flugs vorbei, wo wir vorbei müssen. Sehe ich das Risiko, dass ich nicht ohne weiteres vorbeikomme, zb weil der entgegenkommende Hund an der langen Flexi hängt und schon bellt oder starrt, lasse ich meine Hunde mit Blickrichtung zum Fremdhund absitzen, stelle mich vor sie mit Blick zu ihnen (behalte aber den anderen Hund aus den Augenwinkeln im Auge) und fülle sie mit Leckerli ab.
    Hilft das alles nichts, ist Druck und Hund wie oben beschrieben maßregeln mein absolutes Notfallhändling.

    Man muss halt immer schauen, was beim eigenen Hund gut klappt, oft gibt es mehrere Methoden. Ich versuche inzwischen immer, erst mal freundlich durchzukommen, bevor ich ungemütlich werde.

    Dein Hund ist übrigens sehr hübsch :cuinlove: und hat eine hohe Körperspannung... Ich hab sofort an Mali x Rhodesian Ridgeback gedacht.

    Dass sie rüpelig mit anderen Hunden umgeht, würde ich korrigieren... also draufspringen oder rempeln. Man kann den Hund, wenn man im Training schon weiter ist, durch Rückruf und Superleckerli dann aus der Aktion herausholen und das Verhalten abbrechen. Dazu muss natürlich vorher der Rückruf sitzen. Bis dahin würde ich Freilauf mit anderen Hunden nur in eingezäunten Grundstücken praktizieren, und ich würde mir souveräne ältere bekannte Hunde suchen, keine Kleinhunden, die einem Rüpel nichts entgegenzusetzen haben.

    Wenn ein Hund übrigens unbedingt mit seinem unschönen Verhalten sein Ziel zu erreichen versucht, nämlich zum anderen Hund zu dürfen, gibt's das bei mir schon aus Prinzip nicht. Ich will ja, dass er das nicht mehr macht, aber doch hinzudürfen ist ja eine Belohnung. Also darf bei mir nur ein brav neben mir laufender Hund, der ansprechbar ist, mit mir zusammen zu einem anderen Hund hin und wird dann auf Absprache hin abgeleint. Ich lasse weder schon 100m vorher los, damit mein Hund nicht in den anderen reinrennt, noch nähere ich mich mit Flummi an der Leine anderen Hunden.

    Alles Gute für euch, lasst euch Zeit, das wird schon! Ihr habt alle Zeit der Welt um euch einzugrooven... :winken:

    Hi :winken:
    Du hast ja schon ganz viele tolle Tipps und Ratschläge bekommen... das da oben ist mir so sehr ins Auge gesprungen, dass ich mich dazu noch äußern möchte.

    Ich bin für Lob, wo der Hund was gut macht, und ich korrigiere, wo der Hund was macht, was er nicht soll. Aber alles in Ruhe und ohne persönliche Emotionen darin zu sehr zu spiegeln. Tut mein Hund, was ich ihm sage, ist das für mich in dem Moment kein Ausdruck seiner grenzenlosen Liebe, obwohl es mich natürlich freut und ich das auch bestätige, genausowenig ist ein Ungehorsam/ Fehlverhalten, das ich nicht sehen möchte, ein Ausdruck von Ignoranz oder unbedingt Infragestellen meiner Position. Was ein Hund tut, muss erstmal gar nichts mit mir zu tun haben, er kann auch ganz andere Gründe für sein Verhalten haben.

    Was gar nicht geht, ist, einfach irgend was machen, Hund packen, ihn anschreien, ohne dass er einem Bezug herstellen kann, warum das passiert (und es gibt natürlich bessere Arten der Korrektur :hust: die nicht gleich das komplette Vertrauen des Hundes mit zerstören).

    Wenn der Hund etwas tut, was ich nicht sofort subito in der Sekunde rückmelden kann (mit Lob oder Korrektur), dann ignoriere ich das. Denn, der Hund wird sonst mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine falsche Verknüpfung herstellen.

    Bei dem Beispiel oben: Dein Hund hat die Erfahrung gemacht, dass ab und an angehalten wird, du die Heckklappe öffnest, und ihn dann aus heiterem Himmel anschreist und angehst. Will man so einem Menschen vertrauen? Eben. :ka:
    Aber gut, dass du das jetzt anders machen möchtest :gut:

    Ich persönlich sehe mein Verhältnis zu meinen Hunden schon als eine Art Gefälle... Ich setze die Rahmenbedingungen fest, ich bestimme die Regeln, und ich achte auf die Einhaltung. Aber "Chefsein" besteht ja nicht nur im Regeln- aufstellen, genauso wenig wie Lehrer sein nur bedeutet, nur im Frontalunterricht Stoff einzubläuen.
    Es geht auch die Verantwortung damit einher, dass sich alle wohlfühlen, und man holt (Schüler wie Hunde) da ab, wo sie stehen.

    Stell dir deinen Hund wie ein ADS- Kind vor... das wird auch nicht angeschrien, sondern gefördert in Rahmen seiner Möglichkeiten, und man versucht ein Umfeld zu schaffen, in dem der Betroffene sich leicht tut zu lernen, und Stress wird vermieden.

    So ähnlich würde es vielleicht für deinen Hund auch funktionieren können: frei von Stress und ohne etwas zu wollen, was der Hund momentan nicht leisten kann, ihn da abholen, wo er steht und sich dann vorarbeiten. Das bedeutet auch Begrenzung, wenn der Hund mit Freiheiten nicht umgehen kann (Freilauf zB)
    Ich würde Situationen vermeiden, wo dein Hund sich genötigt fühlt, negative Verhaltensweisen zu zeigen, denn jedes Fallen in alte Muster verstärkt dieselben.

    Wenn du mit Ausweichen oder einer neuen Trainerin dahin kommst, dass dein Hund bei Hundesichtung am Horizont irgendwann nicht mehr direkt abdrehen muss, ist das schon ein großes Erfolgserlebnis.

    Ich hoffe sehr, du findest jemanden, der dir und der Art deines Hundes gerecht wird... mir scheint er ziemlich haltlos und allein dazustehen bisher... mit 2 Seelen in seiner Brust, die im Widerstreit liegen... gib deinem Hund Rückhalt und Unterstützung, ohne alles durchgehen zu lassen. Ein schwieriger Balanceakt, aber mit Unterstützung bekommt ihr das sicher hin!

    Alles Gute für euch und viel Erfolg mit der Bachelorarbeit :bindafür:

    Und wieder wüsste ich gerne die die hier so eifrig Tipps geben kommen die mittlerweile normal ohne Management an anderen Hunden vorbei ?

    darum gehts hier aber doch gar nicht primär...

    Sondern darum:

    Fühle mich irgendwie so alleine
    Geht es jemanden auch mit seinem Hund so? Oder hattet ihr das auch schon und könntet es gut weg trainieren?


    Wir kommen inzwischen wieder gut zurecht, danke der Nachfrage @Schnubbelbutz :smile:

    Was ist denn deine Meinung zu den gegebenen Tipps hier, @Jaci98 ?