Beiträge von DerFrechdax

    Von der Beweislage abgesehen,

    Die Beweislage ist aber alles. Denn, wenn ich nicht hieb- und stichfest beweisen kann, dass jemand anders für meinen Schaden verantwortlich ist, dann bekomme ich gar nichts (und auch, wenn ich es beweisen kann, heißt das nicht, dass ich auf meinen Kosten nicht sitzen bleibe).

    Bei Tieren ist es nochmal schwerer, weil Tiere als unberechenbar gelten, Stichwort Tiergefahr. Wer sagt denn, dass dein Hund wegen der Böller ängstlich ist? Vielleicht wurde er ja auch misshandelt und ist deshalb so ängstlich...? (Könnte man argumentieren, ist nicht meine Meinung)

    Es ist schon bei uns Menschen schwer, eine Verhaltensänderung/ Reaktion direkt mit einem oder mehreren festen Ereignissen zu begründen und vor allem zu beweisen (Stichwort zb Mobbing am Arbeitsplatz und Depressionen).

    Beim Hund ist das unmöglich, schätze ich mal.

    Hängt sicher auch vom Hund ab, aber ich versuche schon, eine gewisse Regelmäßigkeit und Vorhersehbarkeit in unseren Alltag zu bringen.

    Also, ich stell jetzt nicht die Uhr, aber wenn wir gassitechnisch früh 1/2h, mittags ein kurzes Ründchen zum Beinheben, nachmittags eine lange Runde von 1/2 bis 1h oder sogar länger je nach Wetterlage, und nachts nochmal Gartenpipi praktizieren, sind meine beiden okay und happy damit.

    Sind wir mal lange unterwegs, weil wir zb wandern oder einen Ausflug machen, sind sie danach eher kaputt und nicht mehr zu sehen.

    Kommt auf den Hund, das Lauftempo, die Kondition, das Gelände, das Wetter und anderes an, schätze ich.

    Etwas OT, aber ich hätte eine Verständnisfrage.

    ich schreib mal meine Sicht dazu... falls unerwünscht, bitte Bescheid geben :sweet:

    An und für sich bin ich schon jemand, der die Entscheidungen trifft für seine Hunde. Ein Hund kann vieles nicht überblicken, und in unserer komplizierten Welt mit vielen Zwängen ist es unabdingbar, meinem Hund Führung zu geben und klare Richtlinien. Ich führe, mein Hund schließt sich mir an.

    Gleichzeitig habe ich gelernt, dass manche Dinge in besonderen Hunderassen ja erwünscht waren, d.h. daraufhin wurde selektiert. ZB ein Jagdhund wurde ja auf Jagen selektiert. Er jagt also sehr gern und vielleicht sogar gut.

    Und jetzt möchte ich nicht, dass der Jadghund jagt... anstatt ihm das einfach zu verbieten, weil natürlich kann ich ihn jetzt nicht einfach jagen lassen, versuche ich sein Bedürfnis, auf das er ja hin gezüchtet wurde, umzuleiten. Indem ich mit ihm Dinge trainiere, wo er diese Fähigkeit kontrolliert einsetzen kann. Und, indem ich ihm sage, wann er jagen darf, also zb im Training, oder wann eben nicht, zB im Freilauf.

    Ordnet sich der Hund den Ansagen nicht unter, muss ich ihn sichern. Also zb mit einer Leine.

    Ähnlich ist es bei einem Hütehund. Er geht seinem Instinkt nach, wenn er andere Hunde fernhält, und er braucht jetzt Führung von seinem Halter, wenn es nicht ausufernund unschön werden soll.

    Komplett unterbinden indem man ihn zb bestraft, wäre aber kontraproduktiv, weil ein Hütehund genau darauf selektiert wurde. Also kalkuliert man diesen Instinkt ein und leitet ihn um, so dass der Hund nicht gedeckelt wird, sondern in einer Umgebung, die passender ist, seinem Hütebedürfnis nachgehen kann.

    Oder so ähnlich :smile:

    Eddy09 das passt zu dem Erziehungstrend, den manche praktizieren, Kindern die Entscheidungsgewalt bei allem zu überlassen... "Meinst du nicht, dass du heute eine Jacke brauchst?" - "Nee, brauch ich nicht!" - "Ok, wenn du meinst..."

    "Meinst du nicht, dass du dein Handy zuviel in der Hand hast?" - "Nein, find ich nicht"- "Na, wenn du meinst..."

    So spart man sich Machtkämpfe und Reibereien und im Grunde die gesamte Erziehung :D

    die Große wollte vorhin mehrfach raus, hat aber nur den Kopf rausgestreckt, weil draußen immer noch Geböller weiter weg zu hören ist.

    Irgendwann bin ich mit raus, und sie hat sich ein Herz genommen und ist mit... und lief auf der Suche nach einer Kackstelle auf und ab, und auf und ab... ich steh frierend daneben, denke mir, Mist, sie hat doch vorhin erst gemacht, sie wird also Durchfall bekommen... :tropf: und immer, wenn ich dachte endlich setzt sie sich hin, hat man einen Böller gehört, Mädel ist erstarrt, hat gehorcht, und dann wieder auf und ab gegangen... beim 3. Böller wars ihr zuviel, sie ist wieder reingegangen.

    Mein Mann ist dann, als es ruhig war, mit ihr 10 Mjnuten rausgegangen auf die Grünfläche, ratet mal... ich hab die Böller bis ins Wohnzimmer durch die Fenster gehört, also nix mit Geschäft... wieder da ist sie stante pede auf ihrem Platz verschwunden und ward nicht mehr gesehen :verzweifelt:

    Langsam mag ich auch nimmer.... :lepra:

    Und, wegen Schlimmerwerden im Alter, sie hatte bis sie 3 war nie ein Thema mit den Böllern... hat alles verpennt... dann ein bisschen nervös mit 4, und dann flog der Böller in den Garten mit 5 und seitdem ist Polen offen an Silvester.

    Ah ok, danke.

    Es geht also im Grunde darum, dass du etwas möchtest, und dein Hund will das Gegenteil?

    Da gibt es verschiedene Strategien. Ich persönlich zB streichle kaum fremde Hunde. Ich möchte mir für meine beiden nix einfangen, das ist der erste Grund (bin da ein bisschen paranoid :D ) , möchte aber auch Konkurrenzsituationen vermeiden, wo es zu Aggressionen kommen könnte. Bei deinem Hund mit dem dazwischengehen könnte es vielleicht auch so ein Hütedings zu sein. Sie splittet euch ja irgendwie.

    Man könnte die Situation also einfach vermeiden, den eigenen Hund abrufen, weitergehen.

    Möchtest du, dass der andere Hund zu dir kommen darf, musst du ihr letzten Endes verständlich machen, dass du den anderen Hund zu dir einlädst, und dein Hund hat kein Mitspracherecht und damit Sendepause.

    Entweder du schickst deinen Hund weg oder nimmst ihn in ein Kkmmando, wenn er schon fixiert, und sprichst dann den anderen Hund an. Das kann zu Frust für deinen Hund führen kann, der auch wieder in Aggression münden kann. Oder du lädst beide Hunde ein zu dir und versuchst es mit Leckerli, da kommt es drauf an, ob dein Hund Ressourcen verteidigt oder nicht.

    Das ist alles ganz schön knifflig, deshalb, wenn du nicht so mega der Hundekenner bist, mach das mit einem Trainer zusammen. Aussies sind ein Spezialfall, finde ich.. auch wenn sie knuffig aussehen, können sie es sehr ernst meinen. Und deshalb würde ich mir jemanden suchen, der sich mit Hütehunden auskennt und dir da genau sagen kann worauf du achten musst, dass das nicht schlimmer wird bis zur Artgenossenunverträglichkeit.

    Ich wünsche dir gutes Gelingen dabei! :winken: