Zum Vergleich Hund/ Pferd:
Ich muss sagen, dass ich mich mit Hunden wesentlich einfacher tu als mit Pferden.
Ich bin mit großen Hunden aufgewachsen und mach ganz viel aus dem Bauch raus und hab ja auch hier nochmal viel gelernt. Mit Pferden, da hatte ich erstmal grottigen Reitunterricht auf furchtbar sauren Pferden als Kind bzw. Jugendliche und dann einen riesigen Reinfall mit einem Vollblutaraber, den ich mir blauäugig als erstes (und einziges) Pferd gekauft und nachher total überfordert an eine Trainerin verschenkt hatte.
Ich habe total bekloppte Pferde kennengelernt, auch gefährliche Pferde, war in gefährlichenSituationen, und das hat mich im Umgang eine Zeitlang echt verunsichert.
Ich habe oft das Gefühl, Hunden kannst du vielleicht was vormachen, die kannst du beeindrucken (okay, das gilt jetzt nicht für Terrier
) aber ein Pferd, das sieht, wie du wirklich bist, ganz tief drinnen.
Und so bin ich erst mit den Jahren durch viel Bodenarbeit, Bücher lesen, Kurse machen, Videos gucken auf YT und natürlich hochwertigen Einzel- Reitunterricht zu einem einigermaßen gefestigten Reiter geworden, der ruhig bleibt, auch wenn Pferd gerade am Rad dreht bzw wo Pferd ruhig bleibt, weil kein Grund mehr, am Rad zu drehen.
Aber ein kleines bisschen Ängstlichkeit bzw Risikobewusstheit ist beim Reiten geblieben, was ich im Umgang mit Hunden so gar nicht kenne, wahrscheinlich einfach, weil ich noch nie einen Hund kennengelernt habe, der mir wirklich ans Leder wollte, ein Pferd dagegen schon.