Beiträge von DerFrechdax

    Der Rest hat zu ignorieren und keine Entscheidung zu treffen.

    Seh ich ganz genauso.

    Suche noch nach einer Strategie, meinem Terrier zu verklickern, dass das auch für ältere, große, sehr schwere Männer mit lauter Stimme gilt, die einfach das Gartentor aufmachen und in unseren Garten reinspazieren, so wie sie es schon seit 10 Jahren machen, da mit uns verwandt =)

    Jack findet das... öhm... gewöhnungsbedürftig :lol:

    wie sieht euer Alltag so aus oder wie war es bei euch in der Zeit - kein Welpe mehr und noch kein erwachsener Hund?

    Bei früheren Kandidaten hab ich es so gemacht wie Die Swiffer , der Hund lief (natürlich angepasst) im Alltag mit, blieb allein, wenn ich weg musste, kam mit, wenn ich ihn nicht so lang allein lassen konnte, Besuch kam fast jedes Wochenendeund wurde von Anfang an als Teil des Lebens gesehen.

    Durch den Lockdown, Homeschooling der Kinder und Homeoffice meines Mannes ist alles durcheinander geraten. Die Hunde sind kaum noch allein, es ist immer Trubel im Haus, wir sind sehr wenig Auto gefahren. Wir hatten seit November keinen Besuch mehr im Haus, seit ein paar Wochen kommt ab und an wieder jemand, aber noch lange nicht so oft wie vorher.

    Und da offenbaren sich die Baustellen bei uns, weil Jack einfach vieles nicht kennt, was aber eigentlich ein normaler Bestandteil unseres Lebens ist. Und weil er bei Neuem erst einmal ziemlich aufgeregt ist, muss ich jetzt Situationen gezielt üben, die normalerweise von selbst vorkämen, damit er sie kennt.

    Stichwort Autofahren, Stichwort Stadt, Menschen ignorieren ist ein Thema, er hat Wachtrieb, Thema Besuch. Mit fremden Hunden lasse ich ihn nicht gern zusammen bisher, ist auch alles ein bisschen doof...

    Es gibt eine moderierte Kontaktstunde in unserer Hundeschule, da hab ich uns jetzt angemeldet und steh auf der Warteliste, weil die immer so voll ist. Mal sehen, das ist eine Alternative für ihn, in der direkten Interaktion ist Jack nämlich sehr zurückhaltend und unsicher.

    Ich habe auch einen Hundeverein im Auge, den werde ich mir mal ansehen. Vielleicht können wir dort weitermachen, und dort würde Jack auch wieder mehr Kontakt mit anderen Hunden haben.


    Kommandos ausführen kann Jack übrigens aus dem Effeff :applaus: Das ist immer toll, wie schnell er versteht, was er machen soll, wie engagiert er mir zuhört und wie aufmerksam er dabei ist. Zuhause im Garten hab ich ein paar Sachen aufgebaut, da üben wir alle paar Tage mal was nebenbei. Die schönen Dinge, die man erlebt, muss man auch unbedingt wertschätzen und genießen.

    Vielleicht ein Fehler dass wir nicht einfach mehr Alltag gelebt haben aber ich hatte das Gefühl ALLES überfordert ihn und er kam so schlecht zur Ruhe.

    Das ist auch eine schwierige Gratwanderung. Zu viel ist doof, zu wenig auch, geht mir gerade ganz genauso. Die Mischung machts vermutlich. Und viele schöne Erlebnisse versuchen zu generieren.

    :lol:

    Wir hatten sehr lange eine ähnliche Situation xD

    Wir machen den Fernseher aus, ich stehe auf, um die Hunde beide nochmal in den Garten zu lassen.

    Sammy macht sich auf den Weg zur Terrassentür, Jack dreht sich demonstrativ auf den Rücken und stellt sich schlafend. Ich gehe zu Jack und versuche, ihn auf seine 4 Füße zu stellen. Gar nicht so einfach mit einem Hund, der wie eine weiche Spaghetti daliegt :lol:

    Steht er endlich, laufen wir also zur Tür Richtung Garten, ich drehe mich um nach ihm, ist Jack abgebogen in den Hausflur und hat sich in seine Box gelegt xD Also erstmal Hund wieder rausmanövriert aus der Box, auf den Arm genommen und Jack liebevoll gesichtabschleckenderweise mit in den Garten genommen. Dort abgesetzt wird auch noch erstmal jeder Grashalm einzeln inspiziert, welcher es am ehesten notwendig hat, benetzt zu werden.

    In der Zeit hat Sammy seine Geschäfte gänzlich verrichtet, inklusive Rundgang durch den Garten.

    Die Große ging in den Garten, hockte sich hin und ging wieder rein, fertig =)

    Ich hatte zuletzt zwei Hündinnen, jetzt wohnen zwei vierbeinige Kerle hier, einer kastriert, einer intakt.

    Ich selber hab das Gefühl, dass ich mich mit meinen beiden Hündinnen irgendwie sehr verbunden gefühlt habe, die hatte ich aber halt auch ihr ganzes Leben lang. Klar waren die auch mal zickig, und in den drei Wochen Läufigkeit konnte man sie echt vergessen, da konntest du nur augenrollend die Tage zählen, bis der Spuk wieder vorbei ist. Es wurde markiert und die Ohren auf Durchzug gestellt, dass es eine wahre Freude war. Beide Weibchen waren halt echte Persönlichkeiten. Außerhalb der Läufigkeit waren sie feine, leicht zu führende Hunde mit ihren ganz normalen Eigenarten.

    Die beiden Herren, die nun hier wohnen, sind natürlich genauso tolle Hunde, ich liebe sie genauso und bin stolz auf ihre Fortschritte. Der Jungspund markiert seit ein paar Wochen und hat gerade beim Gassi nur noch bunte Luftblasen statt Hirn im Hirnkastel sitzen, der schnüffeln und schleckt und markiert und schnüffelt und schleckt und markiert... Es muss echt unglaublich interessant riechen um uns herum :lol: wir haben hier aber auch sehr viele Weibchen wohnen.

    Und natürlich mag so mancher Rüde keine anderen Rüden in seiner Hood oder in der Nähe seiner präferierten Hündinnen. Es gibt aber auch Hündinnen, die keine anderen Hündinnen mögen.

    Beides können tolle Hunde sein, man muss halt wissen, was evtl. auf einen zukommt und sich danach ausrichten, und manches bzgl. des Charakters ist aber auch individuell und völlig unabhängig vom Geschlecht.