Beiträge von DerFrechdax

    Maulkorb habe ich noch nie versucht, den kennt sie noch nicht, aber werde ich mich mal erkundigen, obwohl ich eben nicht denke, dass sie einen braucht.

    Noch eine Stimme, baldmöglichst mit einem Maulkorb das Üben anzufangen.

    In unserem Junghundekurs in der Hundeschule waren mein Jungspund und ich die Einzigen, die überhaupt einen Maulkorb hatten und den aufsetzen konnten ohne Abwehrbewegungen des Hundes, das war einer zum Üben aus Gummi. Der hat zwar nicht optimal gesessen, aber zum Trainieren und positiv aufladen mit Leckerli fürs Nase reinstecken hat er sehr gute Dienste erwiesen.

    Jetzt hab ich mir einen sehr gut passenden von Chic &Scharf bestellt und erhalten, dort bekommt man mehrere auf Wunsch zum Anprobieren und schickt Unpassendes einfach zurück. Den setzt der Hund dann auf, so wie wir eine Sonnenbrille aufsetzen. Als Accessoire.

    Es ist keine Strafe, sondern zeigt, dass man selbst ein verantwortungvoller Hundehalter ist. Menschen, die ihren Hund ordentlich sichern und verantwortungsbewusst führen, haben meinen Respekt und meine Sympathie.

    Auch, wenn du denkst, dein Hund braucht (noch) keinen Maulkorb, würde ich ihn unbedingt jetzt schon positiv auftrainieren, wo sie noch jung ist. Dann kennt sie ihn dann, wenn du ihn mal brauchen solltest (und wenn es nur im Urlaub in einer Gondel ist oder in einem öffentlichen Verkehrsmittel) und hat kein Thema damit.

    Hier sind nun mal wenige mit Rottweiler oder Gebrauchshund Erfahrung vorhanden.

    Hä, mir fallen ad hoc mindestens 10, ach was, 15 User mit verschiedenen Sorten Schäferhunden ein. Rotti gibt's hier nicht so viel, aber mir scheint, die TE hat trotzdem nicht wenig Tipps bekommen bei 5 Seiten.

    Und dass bei einem randalierenden Rottweiler (laut Thema) eher der Gang zum Trainer angezeigt ist statt sich Tipps im Internet zu holen und selbst herumzudoktern, darin sind wir uns wohl alle einig.

    wahrscheinlich kommt es auf den Kontext an... wenn man eh das Gefühl hat, nichts recht machen zu können, ist so ein "Na okay..." der Tropfen, der ein Fass zum Überlaufen bringen kann und einmal mehr verletzten kann.

    Andererseits, wenn die Basis passt, kann man sich auch mal offen sagen, wenn man was nicht so findet. Ich sag meiner Tochter immer ehrlich, was ich denke, wenn sie meine Meinung wissen will, halt freundlich verpackt, gestern erst über Haarfarbe (sie will ihre Haare schwarz färben). Ist auch immer der Wunsch nach Veränderung, klar, aber ich finde, dafür sind Mamas auch da, einem auch zu helfen, Entscheidungen nochmal aus einem anderen Blickwinkel zu überprüfen, idealerweise vorher natürlich und wenn man gefragt wird. Aber sonst heißt es in ein paar Jahren "warum hast du nichts gesagt damals?" :smirking_face:

    Hi, ich schließe mich den Vorrednern an :smile:

    Ich hatte eine Leonbergerhündin, und die sollen ja auch ziemlich gechillt unterwegs sein |)

    Leider hatte unsere Hündin ebenfalls die Rassebeschreibung nicht aufmerksam gelesen, sie hatte als Junghund ziemlich Hummeln im Hintern und war schnell überdreht.

    Man meint vielleicht, wenn man den Hund auspowert, wird er ruhiger, aber leider ist das Gegenteil der Fall.

    Für einen Familienhund ist der Alltag mit Kindern schon aufregend, das Kommen und Gehen, es ist laut, es liegt Spielzeug herum, Kinder laufen mit Brötchen in der Hand am Hund vorbei, beim Essen fällt immer mal was auf den Boden, sie sprechen ihn an, spielen mit ihm, alles Dinge, die den Hund ansprechen und seine Aufmerksamkeit erregen und binden.

    Da wäre es wichtig, dass der Hund sich nicht ständig angesprochen fühlt, sondern lernt, den Familienalltag als eine Art Hintergrundrauschen hinzunehmen und zunehmend zu ignorieren. Er braucht einen Platz, auf den er sich selbst zurückziehen kann und auf den er geschickt werden kann und wo er wirklich seine Ruhe hat. Zur Not hinter einem Kindergitter in der Tür, die leisten hier aktuell ebenfalls wertvolle Dienste.

    Zum ganz normalen Irrsinn im Alltag kommt dann das von euch praktizierte tägliche Üben, für das -seien wir mal ehrlich - ein Bernhardinerhirn nicht primär gemacht ist. Meine Süße hatte damals wirklich Bock, mir alles recht zu machen, aber sie hatte manchmal eine recht lange Leitung. Sie brauchte sehr, sehr kurze, aber viele Einheiten, bis sie was verstanden hatte. Also beim Gassi ein, zweimal Rückruf, wenn sie eh schon auf dem Weg zu mir war, Bestätigung, fertig für den Tag. Mal zwischendurch ein Sitz, Lob, fertig.

    Ein so großer Hund muss zwar später gut unter Kontrolle sein, aber dafür braucht es nicht viele Kommandos. Ein Stopp- Kommando, der Rückruf (bis dahin Schlepp), zu anderen Hunden nur nach Freigabe laufen, rennende Kinder, Fahrradfahren, Mofas etc ignorieren, keinem Wild hinterhergehen. Auf seinen Platz gehen und dort bis zur Freigabe liegen bleiben. Ordentlich an der Leine gehen, aber da kann man auch unterscheiden in wirklich konzentriert neben einem laufen, das geht in dem Alter noch nicht, oder eben um einen herum, aber ohne an der Leine zu ziehen. Das geht schon, das einem Welpen beizubringen, dass er nicht in die Leine springen darf.

    Ich würde mir eine gute Hundeschule suchen und mich an das dortige Programm halten. So lernt man nach und nach die wichtigsten Grundlagen und kann sich austauschen mit anderen Haltern, deren Hunde ähnlich alt sind.

    Hier lief es immer so ab: Gassi-Futter-Schlafen. Dann wieder von vorn, Gassi, Futter, Schlafen. Abends dann nur noch Gassi und Schlafen.

    Ach ja, und versucht, Neues nicht mehr mehrfach pro Woche zu erleben, sondern vielleicht nur noch einmal pro Woche maximal. Alles Neue muss sich auch immer setzen, und dazu braucht es Ruhe. Die ja in einem Haushalt mit Kindern eh Mangelware ist (ich spreche aus Erfahrung :partying_face: ).

    Deshalb würde ich da insgesamt etwas langsamer machen. Große Rassen brauchen immer auch ein bisschen Zeit um zu reifen und zu verarbeiten, da braucht es Geduld. Dann hat man am Ende aber einen echt tollen Begleiter :nicken:

    weil das so typisch Terrier ist.... *ggg

    xD

    Das ist ein bisschen mein Problem, Jack ist mein erster echter "Vollterrier" und bei manchen Verhaltensweisen denk ich mir einfach nur what the heck und kapier nicht wirklich was in dem seinem kleinen Hirn so abgeht :dizzy_face:  :lol:

    Mein Mann ist noch sehr geprägt von dem, wie wir erziehungstechnisch mit der Schäferhündin und der Leohündin umgegangen sind, und da sind halt so dermaßen Welten Unterschied zwischen Jack und den anderen beiden Hunden damals, dass es da immer wieder mal zu Missverständnissen kommt.

    Vielleicht bräuchte Jack auch einfach ein bisschen mehr Leine, er kann ja nicht über die Straße, und er pöbelt auch nicht, er läuft halt in Imponierhaltung am Leinenlimit, schaut sehr angestrengt ( :stock1: ) und fiept vielleicht ein bisschen.

    Mein erster Impuls ist immer, ihn kurz neben mich zu nehmen, und das macht mein Mann auch so, aber damit holt man ihn halt auch genau neben das eigene Bein :woozy_face: Da braucht er sich dann nur rumdrehen und zulangen wenn er überschnappt. Und ich denk mir immer gleich, Worst Case, Blaulicht, Achtung, rückwärsgerichtete Aggression, pass auf, irgendwann beißt dich dein eigener Hund. Auch kein schönes Gefühl :zany_face:

    Was bei Passanten, die nah an uns vorbeilaufen, gegen die Unsicherheit geholfen hat war Füttern, mit viel quietschigem Lob bestätigen und Zergel auspacken.

    Allerdings waren Passanten eher misstrauisch beäugt worden, Hunde sind nochmal ein vielfaches höher vom Erregungslevel her. Und da auch wieder, in seiner Hood ist Jack wesentlich schneller auf 180, und bei bestimmten Hunden eben nochmal schneller. Vielleicht verstärkt es auch die kurze Leine nochmal, aber wenn es eng ist, geht es ja nicht anders.

    Danke dir jedenfalls nochmal für deinen Beitrag, ich hoffe sehr, ich werde irgendwann mal so gechillt im Umgang mit Jack wie du mit Faro :winking_face_with_tongue: Ich seh mich schon bis an sein Lebensende mit ihm mit Maulkorb draußen herumlaufen, was auch net so prickelnd ist, vor allem, weil er damit Leckerli so schlecht nehmen kann oder ich bin zu doof, die durch das Gitter zu schieben, kann auch sein.

    Hab ihm einen schönen bei Chic und Scharf bestellt, der wie angegossen passt, aber mein Mann mag ihm den net aufziehen, weil er sich geniert damit.