Beiträge von DerFrechdax

    Hi, ich schließe mich den Vorrednern an :smile:

    Ich hatte eine Leonbergerhündin, und die sollen ja auch ziemlich gechillt unterwegs sein |)

    Leider hatte unsere Hündin ebenfalls die Rassebeschreibung nicht aufmerksam gelesen, sie hatte als Junghund ziemlich Hummeln im Hintern und war schnell überdreht.

    Man meint vielleicht, wenn man den Hund auspowert, wird er ruhiger, aber leider ist das Gegenteil der Fall.

    Für einen Familienhund ist der Alltag mit Kindern schon aufregend, das Kommen und Gehen, es ist laut, es liegt Spielzeug herum, Kinder laufen mit Brötchen in der Hand am Hund vorbei, beim Essen fällt immer mal was auf den Boden, sie sprechen ihn an, spielen mit ihm, alles Dinge, die den Hund ansprechen und seine Aufmerksamkeit erregen und binden.

    Da wäre es wichtig, dass der Hund sich nicht ständig angesprochen fühlt, sondern lernt, den Familienalltag als eine Art Hintergrundrauschen hinzunehmen und zunehmend zu ignorieren. Er braucht einen Platz, auf den er sich selbst zurückziehen kann und auf den er geschickt werden kann und wo er wirklich seine Ruhe hat. Zur Not hinter einem Kindergitter in der Tür, die leisten hier aktuell ebenfalls wertvolle Dienste.

    Zum ganz normalen Irrsinn im Alltag kommt dann das von euch praktizierte tägliche Üben, für das -seien wir mal ehrlich - ein Bernhardinerhirn nicht primär gemacht ist. Meine Süße hatte damals wirklich Bock, mir alles recht zu machen, aber sie hatte manchmal eine recht lange Leitung. Sie brauchte sehr, sehr kurze, aber viele Einheiten, bis sie was verstanden hatte. Also beim Gassi ein, zweimal Rückruf, wenn sie eh schon auf dem Weg zu mir war, Bestätigung, fertig für den Tag. Mal zwischendurch ein Sitz, Lob, fertig.

    Ein so großer Hund muss zwar später gut unter Kontrolle sein, aber dafür braucht es nicht viele Kommandos. Ein Stopp- Kommando, der Rückruf (bis dahin Schlepp), zu anderen Hunden nur nach Freigabe laufen, rennende Kinder, Fahrradfahren, Mofas etc ignorieren, keinem Wild hinterhergehen. Auf seinen Platz gehen und dort bis zur Freigabe liegen bleiben. Ordentlich an der Leine gehen, aber da kann man auch unterscheiden in wirklich konzentriert neben einem laufen, das geht in dem Alter noch nicht, oder eben um einen herum, aber ohne an der Leine zu ziehen. Das geht schon, das einem Welpen beizubringen, dass er nicht in die Leine springen darf.

    Ich würde mir eine gute Hundeschule suchen und mich an das dortige Programm halten. So lernt man nach und nach die wichtigsten Grundlagen und kann sich austauschen mit anderen Haltern, deren Hunde ähnlich alt sind.

    Hier lief es immer so ab: Gassi-Futter-Schlafen. Dann wieder von vorn, Gassi, Futter, Schlafen. Abends dann nur noch Gassi und Schlafen.

    Ach ja, und versucht, Neues nicht mehr mehrfach pro Woche zu erleben, sondern vielleicht nur noch einmal pro Woche maximal. Alles Neue muss sich auch immer setzen, und dazu braucht es Ruhe. Die ja in einem Haushalt mit Kindern eh Mangelware ist (ich spreche aus Erfahrung :partying_face: ).

    Deshalb würde ich da insgesamt etwas langsamer machen. Große Rassen brauchen immer auch ein bisschen Zeit um zu reifen und zu verarbeiten, da braucht es Geduld. Dann hat man am Ende aber einen echt tollen Begleiter :nicken:

    weil das so typisch Terrier ist.... *ggg

    xD

    Das ist ein bisschen mein Problem, Jack ist mein erster echter "Vollterrier" und bei manchen Verhaltensweisen denk ich mir einfach nur what the heck und kapier nicht wirklich was in dem seinem kleinen Hirn so abgeht :dizzy_face:  :lol:

    Mein Mann ist noch sehr geprägt von dem, wie wir erziehungstechnisch mit der Schäferhündin und der Leohündin umgegangen sind, und da sind halt so dermaßen Welten Unterschied zwischen Jack und den anderen beiden Hunden damals, dass es da immer wieder mal zu Missverständnissen kommt.

    Vielleicht bräuchte Jack auch einfach ein bisschen mehr Leine, er kann ja nicht über die Straße, und er pöbelt auch nicht, er läuft halt in Imponierhaltung am Leinenlimit, schaut sehr angestrengt ( :stock1: ) und fiept vielleicht ein bisschen.

    Mein erster Impuls ist immer, ihn kurz neben mich zu nehmen, und das macht mein Mann auch so, aber damit holt man ihn halt auch genau neben das eigene Bein :woozy_face: Da braucht er sich dann nur rumdrehen und zulangen wenn er überschnappt. Und ich denk mir immer gleich, Worst Case, Blaulicht, Achtung, rückwärsgerichtete Aggression, pass auf, irgendwann beißt dich dein eigener Hund. Auch kein schönes Gefühl :zany_face:

    Was bei Passanten, die nah an uns vorbeilaufen, gegen die Unsicherheit geholfen hat war Füttern, mit viel quietschigem Lob bestätigen und Zergel auspacken.

    Allerdings waren Passanten eher misstrauisch beäugt worden, Hunde sind nochmal ein vielfaches höher vom Erregungslevel her. Und da auch wieder, in seiner Hood ist Jack wesentlich schneller auf 180, und bei bestimmten Hunden eben nochmal schneller. Vielleicht verstärkt es auch die kurze Leine nochmal, aber wenn es eng ist, geht es ja nicht anders.

    Danke dir jedenfalls nochmal für deinen Beitrag, ich hoffe sehr, ich werde irgendwann mal so gechillt im Umgang mit Jack wie du mit Faro :winking_face_with_tongue: Ich seh mich schon bis an sein Lebensende mit ihm mit Maulkorb draußen herumlaufen, was auch net so prickelnd ist, vor allem, weil er damit Leckerli so schlecht nehmen kann oder ich bin zu doof, die durch das Gitter zu schieben, kann auch sein.

    Hab ihm einen schönen bei Chic und Scharf bestellt, der wie angegossen passt, aber mein Mann mag ihm den net aufziehen, weil er sich geniert damit.

    10.12. Was hat dich heute überrascht?

    Gab keine Überraschungen hier :yawning_face:

    11.12. Was macht dir Freude?

    Aktuell eine gute Tasse Kaffee, ein gutes Buch, meine Nase im Fell von Jack versenken, ein schöner Ausritt ins Gelände im Sonnenschein... ein Glas leckeren Eierlikörs, ein liebevoll hergerichtetes Frühstück. Normalerweise noch: fein Essen gehen, mit Freunden treffen oder sie einladen, gut für alle kochen und ewig zusammensitzen und quatschen.

    Und ich meine auch, dass mir die Frage bekannt vorkommt :sweet:

    Wie geht ihr mit solchen Tagen um, einfach entspannen, gelassen bleiben und weiter atmen? Das fällt mir do schwer, ich wirke dann wahrscheinlich wie die unfähigste Hundehalterin auf dem Planeten.


    Ich bin ja jemand, der vieles zerdenkt, mir hängen solche Rückschläge immer lange nach.

    Ich hab momentan auch etwas zu knabbern, weil Jack gerade einfach manchmal total -sorry- arschig drauf ist. Andere Hunde werden niedergebügelt, ins Gesicht gesprungen, in den Nacken gezwickt, weggekickt, also kein freier Kontakt mit anderen Hunden.

    Beim Gassi ist grundsätzlich alles andere komplett ausgeblendet, es gibt nur noch ihn und diese tollen Gerüche, denen er nicht schnell genug hinterher rennen kann, Leinenende, ach egal, semmeln wir schön ins Ende der Flexi/Schlepp/Leine hinein und reißen Frauchen fröhlich den Arm raus.

    Boah, bin ich manchmal sauer, wenn er so doof drauf ist.

    Entspannt Gassi gehen schaut anders aus. Und einen Jungspund dauernd hinten laufen lassen ist auch nicht das, was ich unter einem schönen Spaziergang verstehe.

    Bei mir ist es nicht in erster Linie, was andere von mir denken, was mir zu schaffen macht, sondern meine eigenen Ansprüche an mich und den Hund. Auch nicht gut, vielleicht sogar schlechter, weil ich so dem Hund auch manchmal Unrecht tu. Er kann ja nix für seine Hormone und dass er EPI hat. Ich bin auch weiter ruhig, nett und konsequent mit ihm, aber insgeheim könnt ich ihn schon manchmal am nächsten Laternenpfahl anbinden :see_no_evil_monkey:  :lol:

    Es ist nur eine Phase...Es ist nur eine Phase...

    Dieses Mantra begleitet mich auch gerade täglich und ist meine einzige Rettung nach einem verkorksten Tag xD

    Hi, ich hätte an euch Terrierhalter eine Frage...

    Heute morgen war mein Mann allein mit Jack (also ohne Senior) eine kurze Löserunde Gassi, als auf der anderen Straßenseite ein Rüde mit Herrchen vorbeilief. Jack war sehr aufgeregt, ist in die kurze Leine gesprungen, und als mein Mann ihn dann ganz kurz neben sich genommen hat, hat Jack sich umgedreht und ihn durch die Jogginghose ins Bein gezwickt.

    Hattet ihr sowas auch schon, und wenn ja, was habt ihr dann gemacht?

    Unsere Gute hieß Locke, da hab ich auch noch keinen Namens-Doppelgänger kennengelernt.

    Der Hund unserer Trainerin heißt "Brille", sie hatte auch schon ein "Blümchen". Ich find solche Namen irgendwie cool, wenn die sich eher nach Alltagsgegenstand anhören xD - "Knopf, hierher!" :lol:

    Ansonsten gefällt mir für eine sportliche Hündin "Easy" total gut. Lassie/Laddie find ich auch süß, je nach Geschlecht. Egal welche Rasse.