DerFrechdax : Okay, das würde bedeuten, dass sie sich bei Besuch auch über 3-4h nicht frei bewegen darf. Wenn es hilft, dann gut. Euer Beispiel im Spoiler ist sehr aufschlussreich.
Es ist einfach krass, wie viel man anpassen / ändern / beachten muss. Ich kenne niemanden in meinem Umfeld, der sich nur halb so viele Gedanken / Mühen macht um seinen Hund. Die sind alle frei und bellen / springen den Besuch an. Nur zwickt niemand von denen in die Kleider. Da dachte ich, das müsse halt einfach so problemlos laufen und hab wohl zu viel von ihr / uns erwartet
Das ist jetzt auch mein erster Hund, der so drauf ist
Wir sind auch noch am gucken, was geht, was geht nicht. Die anderen auch teils sehr großen Hunde davor hatten alle (ist mein achter eigener Hund) kein Thema mit Menschen, wurden zwar auch weggeschickt, wenn sie sich aufgedrängt haben, aber durften auch auf Aufforderung mal hin und sich streicheln lassen und haben Besuch größtenteils ignoriert.
Wenn ich das jetzt so eng manage, dann heißt das nicht, dass ich das die nächsten 10 Jahre so machen muss. Es kann ja sein, dass unser Hund sich irgendwann gewöhnt, vielleicht, wenn die Pandemie vorbei ist, bekommen wir auch wieder öfter Besuch, so dass es für Jack irgendwann normal wird, dass fremde Leute durch unser Haus latschen.
Es geht mir momentan einzig darum, dem Hund zu helfen, sich zu entspannen, wenn Besuch da ist. Und wenn er das nur angeleint neben mir im Donut liegend kann, dann liegt er halt ne Weile im Donut an der Leine. Wenn er irgendwann auch entspannen kann, wenn er frei im Raum liegen darf, dann soll mir das auch recht sein. Aber solange er aufspringt und knurrt, wenn Besuch die Toilette aufsuchen möchte, geht das halt noch nicht. Was nicht heißt, dass er das nie können wird.
Verstehst, wie ich mein? Wenn der Hund jetzt aber jedesmal entspannt, wenn Besuch da ist, wird er diese Situationen äußerst positiv verknüpfen. So bekomme ich einen Fuß in die Tür und kann darauf aufbauen. Irgendwann kann Besuch mal ein Leckerli werfen für unseren Hund, oder letztens konnte eine Bekannte, die mich beim Gassi begleitet hat, ihm ein Leckerli aus der Hand füttern, ganz easy und entspannt.
So generiere ich viele positive Erlebnisse, die dem Hund helfen, sich nicht mehr so hineinzusteigern und je nachdem, was sein Thema ist, es zu lösen.