Beiträge von DerFrechdax

    Takeo soll nicht folgen weil er muss, sonders sich dafür entscheiden es zu tun.

    Das ist die Kunst, jemanden dazu zu bringen, zu tun, was ich will, und ihn denken zu lassen, er wollte es selber :D


    Ich empfinde Bindung als gemeinsames "Miteinander schwingen", gleich ticken, innerlich spüren, was im anderen vorgeht. Ich kann jetzt nur für mich reden, weil ich in keinen Hund reinschauen kann.

    Mit meiner Leonbergerhündin hatte ich dieses Gefühl. Mit ihr war ich irgendwann an einem Punkt, wo ich das Gefühl hatte, sie in und auswendig zu kennen. Ich hab was gedacht, und sie hat es gemacht. Blind verstehen. Das empfinde ich als echte Bindung.

    Vielleicht komme ich mit Jack auch mal dorthin. Wir haben auch eine sehr gute Bindung, würde ich sagen. Aber dieses blinde Verstehen, ohne große Worte in die gleiche Richtung denken haben wir noch nicht, dafür ist er auch noch viel zu jung und hat noch zu viel Unsinn im Kopf :herzen1: Vielleicht kommt das erst im Alter, wenn er gesetzter wird und ruhiger.

    Bindung Hund -> Mensch ist ein Feld, wo ich denke, dass noch viel im Dunkeln liegt. Warum ein Hund genau was tut, kann man nur herleiten. Wie es wirklich tief drinnen aussieht, weiss keiner. Aber ja, ein Hund, der gern folgt, zufrieden neben mir liegt und sich den Bauch kraulen lässt, scheint eine gute Bindung zu mir zu haben. Dieses sich verstehen mit einem Blick, oder auch blind, das ist für mich Bindung, und sie entsteht aus vielen, vielen schönen, gemeinsamen Erlebnissen.

    Die Impulskontrolle klappt Zuhause nicht perfekt, aber annähernd. Draußen ist es die Hölle. Du denkst z.B., dass er gerade gut geht und dann zieht er mal zur Seite, weil er dort was entdeckt, was er gerade lecken oder schnüffeln möchte. Das mit der Sexualität ist immer eine Möglichkeit. Er hat verglichen mit seinen Vorgängern sehr spät gezündet und sein Verhalten anderen Rüden gegenüber zeigt mir, dass er noch Luft nach oben hat.

    Social Walk ist eine gute Idee.

    Er ist wirklich der Reiz-offenste Hund, den ich je hatte. Auch in Städten oder auf neuen Routen hängt er an jedem Strauch, Laterne oder Hauswand.

    Das mit dem wo hin ziehen kann man mit Kommandos unterbinden, also zb für links laufen "bei mir" und für rechts laufen "rechts" oder halt was man nehmen will. So lernt der Hund wenigstens an der Straße, ordentlich zu laufen, ohne mir ständig vor den Füßen herumzuhampeln.

    Ich hab das dann auch konsequent und deutlich durchgesetzt, dass vor meinen Füßen nicht gekreuzt wird, und hinter mir auch nicht (so kann man nämlich auch vortrefflich von den Füßen geholt werden :partying_face: ).

    An der Straße gab's die kurze Leine und feste Regeln (kann man ja später wieder aufheben bzw anpassen), oben auf dem Feldweg kam dann die Flexi dran und Hund durfte schnüffeln und im Radius herumlaufen wie er wollte.

    Festschnüffeln hab ich auch unterbunden, genauso wie ich immer selbst bestimmt habe, wie lange wo geblieben worden ist. Dadurch hab ich erreicht, dass der Hund, wenn er fertig geschnüffelt hat, wartet, bis ich auch weitergehe und er mich nicht weiterzieht, weil er ja fertig ist mit schnüffeln. Genauso wusste er (sie), dass die Leinenlänge Zeit ist und dann sollte er langsam fertig geschnüffelt haben.

    Würdet ihr Euren eigenen (jetzt gehts nicht mehr um Sitting) Hund freilassen in mehr oder weniger übersichtlichem Gebiet (zB Stadtpark) wenn ihr Euch nicht zu 100% sicher seid (sondern vielleicht zu 90-95%) dass er nicht zu einem anderen Hund hinrennt oder einem Vogel hinterher düst? Im Wissen, dass der Rückruf eigentlich klasse ist aber halt nicht zu 100%. Ach und der Hund pubertär. Wann ist das Radiustraining eigentlich abgeschlossen? sehe ich es wohl zu eng mit dem Freilauf generell?

    Das muss man nach Bauchgefühl machen.

    Ich leine manchmal ein Stück weit ab und Leine dann wieder an. Ich lobe für zu mir hinschauen immer, belohne auch mal, wenn der Hund (bettelnd) zu mir herkommt, weil ich ja möchte, dass ich und meine Aktionen für den Hund im Mittelpunkt stehen.

    Wir haben den RR mehrfach "abgesichert", zb durch ein "Touch" und Hund darf meine Hand anstübern und bekommt ein hochwertiges Leckerli, dann durch ein "Hier" mit Vorsitz und das normale "Daher".

    Ich habe auch "Stop" und warten im Freilauf etabliert, damit der Hund nicht zu weit weg geht. Kommt ein Außenreiz, zb Fahrradfahrer, rufe ich zu mir und leine an. Ebenso, wenn es unübersichtlich ist oder wenn ich Wild vermute.

    Lieber lasse ich die Leine dran, als dass ich den Hund dann nur von hinten sehe wie er in den Wald abdampft =) Und hatte der Hund Erfolg mit nicht kommen zu mir, bleibt danach natürlich auch erstmal eine ganze Weile die Flexi oder Schlepp dran :sweet:

    Ob du möchtest oder nicht, Erfolge feiert er nur durch seine Kraft, denn ein paar Zentimeter Raumgewinn wird er immer haben. Mein Trainer sagt mir immer - Kein Raumgewinn - und ich weiß es auch, aber praktisch ist es schwer zu bewerkstelligen.

    Noch zu der Kraft, da hilft die richtige Technik. Der Zügelgriff, der Griff ins Halsband, vorausschauend vorhersehen, wann der Hund aufspringen wird. Wichtig ist, dass der Hund frühzeitig abgefangen wird, sonst fliegt bzw stolpert man hinterher. Kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

    Und ja, die Übungen, wo andere Hunde an uns vorbei gingen, waren schlimm damals. Alle Hunde sind brav mitgelaufen, nur meine Hündin hat versucht, mich zu allen Hunden hinzuziehen und vorbeilaufende Hunde anzuspielen :see_no_evil_monkey: Ich war so oft total gefrustet. Weil ich halt dann auch Luft für sie war.


    Am Ende der Hundeschule hat sie aber auch wunderbar Übungen zur Impulskontrolle bewältigt. Gerade Übungen mit der Reizangel oder warten, bis sie zum geworfenen Ball oder Dummy hindurfte, haben sehr geholfen.

    Hi, mir sind 3 Sachen aufgefallen bzw Ideen gekommen.

    Erstens, würde ich mir überlegen, was ist die Intension dahinter, dass mein Hund immer zu anderen Hunden hinwill? Dein Rüde ist intakt, oder? Vielleicht steht da das Bedürfnis nach Abchecken und Hündinnen auschecken dahinter. Vielleicht "entdeckt" er gerade seine Sexualität und müsste da ein bisschen von dir eingenordet werden.

    Dann, vielleicht wäre es sinnvoll, sich mit ein paar Leuten zum Social Walk zu treffen. Dabei können die Hunde alles machen, während man zusammen Gassi geht, schnüffeln, markieren, etc, nur nicht Kontakt zueinander aufnehmen. Macht man das immer mal ne ganze Weile, lernt der Hund, andere Hunde zu ignorieren.

    Dann ist das, was unsere Trainerin allen jungen Hunden als erstes beibringt, ein "Pause".

    Man stellt sich auf die Leine und ignoriert den Hund. Der darf stehen, liegen, sitzen, rumschauen, nur er muss halt warten. Zuerst übt man das daheim, dann im Garten und dann irgendwann unter Ablenkung. Dann setzt man sich an einer Straße auf eine Bank und der Hund hat "Pause" und darf sich alles anschauen, darf nur nicht rumnerven. So lernt auch ein nervöser Hund, Ruhe und warten auszuhalten.


    Dass ein Hund, der unter Coronabedingungen aufgewachsen ist, nicht wie alle anderen Hunde ist, finde ich ein Stück weit normal. Unser Jungspund ist insgesamt mein 8. Hund und mein 4. Welpe. Trotzdem hat er durch Lockdowns, keine Besucher, wenig Kontakt zu anderen Hunden und anderen Menschen Defizite aufgebaut, die wir nun sehr langwierig am Abarbeiten sind.

    Da braucht man halt einen langen Atem und bleibt dran.

    Gerade dieses Nervöse kann eben auch sein, weil der Hund mit den vielen Reizen überfordert ist. Da hilft Abstand und sich langsam vortasten.

    Und, manche Hunde sind halt nervöser als andere. Meine Leonbergerhündin war bis sie 3 oder 4 war, total aus der Art geschlagen, Social Walks waren anfangs die Hölle, Schleppleine war unmöglich, weil sie so in die Leine gerannt ist. Da hat nur große Flexi und Halsband geholfen. Geschirr hab ich bei 50 Kilo gar nicht erst angefangen :see_no_evil_monkey:

    Es hat lang gedauert (länger als jetzt beim Coronajungspund), aber irgendwann ist sie ein ruhiger, ausgeglichener Hund gewesen. Und wir hatten bei ihr kein Corona oder Lockdowns. Ist manchmal auch ein Stück weit Charaktersache.

    Bleibt konsequent, lasst nur zu anderen Hunden, wenn der Hund ruhig ist, lieber nicht zu lang spielen lassen, und immer wieder dosiert Aufreger üben und dann Ruhe halten bzw runterfahren belohnen und fördern. Das wird schon!

    Ich weiss nicht genau, warum, aber mich nervt einfach, wenn man ellenlange Vorschriften kriegt, wenn man sich um Hund, Kind oder Katze von jemandem kümmert. Das impliziert für mich immer, dass man für ein bisschen doof und für ziemlich verantwortungslos gehalten wird. Dann soll man mir halt kein Lebewesen anvertrauen. Wenn man es mir anvertraut, erwarte ich ehrlich gesagt auch, dass man mir vertraut, dass ich das gut hinkriege und das Tier/Kind keinen Schaden nimmt, auch wenn manches halt ein bisschen anders läuft als daheim.

    Hier in dem Fall war es aber kein ellenlangen Vorschriftenkatalog, sondern nur die eine Bitte:

    . Ich sagte nein zum Freilauf.

    Und zwar, weil, Begründung:

    Ich übe den Freilauf / mache Radiustraining an der 10m Schlepp sein etwa 10 Monaten weil meine Hündin situativ arg Jagdtrieb hat und schon 3x abgepfeffert ist. Sie ist sehr impulsiv und reagiert schnell auf Bewegungsreize [Korrektur der RS von mir]

    Die Besitzerin sagt:

    mir ist das zu gefährlich!

    Die Besitzerin steckt viel Arbeit in den Hund und trainiert seit längerem auch an folgendem:

    Zudem rennt sie gerne zu jedem Hund hin und auch zu fremden Menschen, und springt die an, was ich natürlich nicht will.


    Also trainiere ich mich dumm und dämlich.


    Da kann ich durchaus verstehen, dass man sagt, ich möchte meinen Trainingserfolg nicht gefährden, nur weil ein selbsternannter Hundeflüsterer sich nachher selber auf die Schulter klopfen kann und sagen kann

    sie hätte es super gemacht.

    Es ist einfach so, dass folgendes vereinbart war:

    . Ich sagte nein zum Freilauf.

    Passiert was, kommen Sitterin und der Hund bzw der Besitzer in Teufels Küche.

    Deshalb finde ich das ein NoGo und einen Vertrauensbruch. Das ist übergriffig und offenbart eine gewisse Arroganz. Der Besitzer hat schon seine Gründe, warum er explizit gewisse Dinge verlangt bzw bittet, diese zu unterlassen. Er lebt mit dem Tier zusammen und weiss um seine Baustellen besser Bescheid. Meistens jedenfalls.

    Wenigstens hätte der Freilauf nochmal vorher abgesprochen werden müssen, zumal das Verbot ja schriftlich sogar fixiert war.

    Wir hatten auch eine Phase, wo beim Jungspund im Alter von ca 6 Monaten plus immer wieder das eine Ohr gesifft hat. Er hatte da extrem viel Ohrenschmalz und hat sich gekratzt/geschüttelt.

    Erst haben wir vermehrt gereinigt, dann kam es nach ner Weile wieder, dann gab es Surolan, darauf wurde es kurz besser und kam wieder, dann haben wir es mit ner Lösung mit Silberwasser versucht, da kam es nach ein paar Wochen auch wieder, dann hat die TÄ einen Abstrich gemacht und was Spezielles gegen Pilze gegeben.

    Zusätzlich habe ich gerade in der Zeit umgestellt auf das IBD Trofu, das ich seitdem füttere, weil vorher schon klar war, dass der Jungspund massive Unverträglichkeiten hat (evtl auch aufgrund seiner Bauchspeicheldrüsenproblematik, die zu der Zeit raus kam) und die TÄ hat uns was Homöopathisches zur Stärkung der allgemeinen Konstitution gegeben.

    Seit ich ihm den chemischen "Hammer" gegen Pilze 10 Tage gegeben habe und das abgeheilt ist, schau ich, dass das Ohr immer sauber ist, ich zupfe auch immer regelmäßig alle Haare raus und reinige regelmäßig mit normalem Ohrreiniger. Futter verträgt er wirklich nur das, was ich ihm gebe, essbares Kauzeug gibt es keins. So ist es bisher nicht mehr wiedergekommen, was uns natürlich freut, und ich hoffe, es bleibt lange weg.

    Ach so, wenn wir kuscheln klappe ich immer mal wieder die Ohren um, damit Luft hinkommt. Wenigstens in meiner Einbildung hilft das auch ein bisschen :ugly:

    Gute Besserung 🍀

    Ich könnte mir vorstellen, dass diese Welpentauscherei dem Verhältnis der Hündinnen zueinander nicht besonders zuträglich ist. Hundemütter sind mit ihren Welpen in der Regel schon sehr beschützerisch unterwegs, und wenn jetzt Welpen von ihr einfach weggenommen werden und dann bei der anderen Hündin liegen und auch recht schnell nach ihr riechen... Ich hoffe sehr, dass die Hunde sich nicht direkt sehen/riechen können.

    Wenn es nicht anders geht, weil nicht genug Milch o.ä. da ist, okay, aber wegen so Kram wie "Rudelstellung"... aber da ist die grundsätzliche Einstellung schon eine, die ich nicht teile und nicht unterstützen wollen würde. Was aber nun die Gassifreundschaft macht... :ka:

    Kesuki Ob seriös oder nicht, würde ich erstmal daran festmachen, ob jemand sich die Mühe gemacht hat, sich vom VDH kontrollieren zu lassen und dort eintragen zu lassen, oder in entsprechenden seriösen Vereinen, ob er für die Rasse Zuchtziele verfolgt und ob es eine gescheite Wurfabnahme gibt. Und auch da gibt es natürlich welche, die es besser machen als andere.

    Ich hab 18 bis 22 Kilo im Kopf, aber ich kann den jungen Mann nachher mal wiegen.

    Uii, ich glaube das wird dann aber schon sehr knapp bezüglich dem Tragen in die 4. Etage. Oder lässt du deinen Treppen laufen? :)

    So, unserer wiegt 17,5 Kilo bei 50cm SH. Er ist aber auch erst eineinhalb und ein ziemlicher Lauch :sweet:

    Treppen gibt es nur die ins Obergeschoss. Damit hat er kein Thema.

    Der Lagotto, der gerade als Gasthund hier ist, wiegt 19 Kilo und ist ausgewachsen (und gut im Futter ;) ) und genauso groß.


    Ich finde, egal wie, 4. Stock mit Hund sportlich. Man geht da ja schon mehrmals am Tag rauf und runter, und wenn das ohne Aufzug ist, möchte ich nie einen Hund erleben, dem es dann durchfalltechnisch pressiert oder die Blase drückt :tropf:

    Die Bauchtragetasche, also unterm Bauch vom Hund durch und dann zwei Trageschlaufen und so den Hund unterstützen, fand ich schon einen guten Tipp und eine Überlegung wert. Oder man bringt dem Hund bei, auf den Arm und die Schultern zu springen zum Tragen.