Beiträge von DerFrechdax

    Weiss grad nicht, ob meine Story hier oder zu den nervigen Hundehaltern passt, ich packe es mal hier rein... hatte gerade ein interessantes Abendessen xD

    Wir haben gerade Platz genommen, fällt mir ein älterer schwarzer Hund (Labbimix?) auf, der allein im Biergarten im Außenbereich herumeiert und ein paarmal in das Restaurant geht und wieder herauskommt. Offensichtlich gehört die Hündin dort hin.

    Okay, solange sie nicht zum ruhenden Jack kommt, passt das soweit. Komisch zwar, nicht jeder Gast mag Hunde und war auch kein Schild, dass da ein freilaufender Hund herummäandert, aber okay. Er war ja eher desinteressiert.

    Dann krieg ich mit, wie sich eine Frau am Nebentisch aufregt wegen einem Hund, ich krieg dann auch mit, warum: Schaut ein stark hechelnder Husky aus der Fahrgastraum eines Wohnmobils raus, das in der prallen Sonne steht, das Fenster vielleicht 10cm weit auf. Es ist echt irre heiß. Nach zweimal nachfragen werden die betreffenden Gäste vom Servicepersonal gebeten, ihren Hund doch bitte dort rauszuholen. Sie und wir kriegen Wasserschüsseln (obwohl Jack gerade vorher frisch gebadet und gesoffen hatte, aber ja, danke, eine sehr nette Geste :smiling_face_with_hearts: )

    Aus dem Womo kommen dann eins, zwei, drei johlende Huskys zum Vorschein :ugly: keineswegs leinenführig, zerren sie ihre Leute hinter sich her. Einer wurde von seinem Besitzer, einem älteren, schweren Mann, um seine Taille gebunden, da er ihn offensichtlich nicht halten konnte, und er ließ sich dann mit einem launigen Spruch auf den Lippen an den Tischen vorbei hinter dem keuchenden Hund herziehen.

    Die Entourage setzte sich wieder, die Hunde an 2m Leinen kreuz und quer um den Tisch herum.

    Hunde unruhig. Sehr unruhig. So unruhig, man könnte meinen, die müssten..... genau :see_no_evil_monkey: :smiling_face_with_sunglasses:

    Nun, die Hunde pieseln also mehrfach, ein Hund läuft auf und ab und setzt sich dann, um einen exorbitanten Haufen neben den Tisch zu setzen. Kurze Erinnerung, wir befinden uns immer noch im Biergarten eines Restaurants :pfeif:

    Großes Palaver, was tun. Ich drücke meinem Mann mitfühlend ein paar Tüten in die Hand, der läuft rüber und reicht sie, Hundehalter müssen ja zusammenhalten. Große Überraschung, man habe das ja gar nicht mitbekommen, dass der Hund da hingemacht hätte (was nicht stimmte xD ).

    Joa, man hob umständlich die Haufen auf und legte die offenen :dead: Tüten an den Rand des Biergartens xD .

    Dann, ein fremder freilaufender Rüde mit einem roten Rückstrahler am Halsband kommt in den Biergarten gelaufen, sieht die drei Huskys, markiert erstmal, schaut zu uns, fängt Jacks und meinen Blick :skeptisch2: :skeptisch2: auf und geht erstmal zu den juckelnden Huskys.

    Der eine, der immer noch am Mann festgebunden ist, wird angespielt und dessen Stuhl neigt sich bedrohlich. Dann Auftritt Huskyhündin, knurrend und fletschend springt sie vor, fremder Rüde trollt sich, markiert und scharrt nochmal ordentlich und wackelt in das Innere des Restaurants. Gehörte offensichtlich ebenfalls dorthin :see_no_evil_monkey:

    Leider war dann unser Abendessen beendet und wir haben bezahlt, sonst hätten wir uns dieses Theater noch ein bisschen angeschaut :lol:

    Jedenfalls 1a Unterhaltung :fear: :ugly: xD

    Spoiler anzeigen

    Derweil im Untergeschoss :herzen1: :

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    Ich versuche mit ihr alles perfekt zu machen und bis dato habe ich denke ich auch einiges richtig gemacht, da sie ein toller gut erzogener und entspannter Hund ist

    Freu dich über eure Erfolge, aber versuche nicht, perfekt zu sein. Der Wille zur Perfektion ist der kürzeste Weg zum Gefühl des Scheiterns, zu Versagensängsten und Unzufriedenheit.


    Die Erfahrung, die ich gemacht habe, ist die, dass es den Hunden gut tut, ab und zu alleine zu sein. Meine Hunde schlafen dann und erholen sich vom Familienalltag. Als der erste Lockdown war 2020 und plötzlich alle 24/7 daheim, haben meine damaligen Hunde nicht schlecht gestaunt und auch ein bisschen genervt geguckt.

    Gönn deinem Hund die Ruhe, wenn er allein ist. Ihr erlebt ansonsten genug, so dass das ganz gut tun kann, mal niemanden um sich herum zu haben.

    Das Problem ist ja, dass heute viele Menschen ohne Tiere aufgewachsen sind und ihnen dadurch das natürliche Gespür für ein Lebewesen abhanden gekommen ist.

    wahrscheinlich das größte Problem heute.Obwohl Hunde als hochsoziale Beutegreifer leichter zu verstehen sind als so mancher Mensch

    Naja, für uns Hundemenschen vielleicht :smirking_face:

    Hunde kommunizieren in der Regel klar und sauber und nicht ambivalent wie viele Menschen, das stimmt. Aber, wenn ich nie gelernt habe, wie Tiere ticken und was ein Hund meint, wenn er die Ohren anlegt, den Kopf senkt, blinzelte oder schleckt beispielsweise, dann bleibt eine sehr große Unsicherheit.

    Ich hab mehrere Freundinnen und gute Bekannte, die große Angst vor Hunden haben. Knackpunkt war immer, dass sie nicht verstehen, was der Hund ihnen mitteilen will und immer die große Angst da war, versehentlich etwas Provokantes zu tun und der Hund fühlte sich veranlasst zu beißen.

    Hat lang gedauert, bis sie meinem damaligen Hund, einem Leonberger, vertraut haben.

    Dass gute Hundemenschen relativ mühelos ihre Hunde lesen können, ist ein ganz großes Plus, für das ich sehr, sehr dankbar bin. Und ich lerne trotzdem immer dazu, weshalb ich mit jedem Welpen wieder in die Welpen/Junghundestunde etc gegangen bin.

    Krass :emoticons_look: ich frag mich, ob die Leute nur am Campingplatz so frei sind, sämtliche Manieren über Bord zu schmeißen, weil, hab ja Urlaub, oder ob die daheim auch so dreist sind :denker:


    Hier ist wieder Ruhe eingekehrt. Die Gassigänger haben gewechselt, statt der zwei Bernhardiner mit Halti und diversen Frenchies laufen jetzt ältere Semester auf der Hundemeile neben uns vorbei, ein Galgomix zb, so ein eleganter, in sich ruhender Hund :herzen1: Denk ich mir jedesmal, wenn er vorbeischwebt :cuinlove:

    Unsere direkten Nachbarn sind wieder alle weg, ein Glück, so dass es wieder ruhig und schön ist :herzen1: Neben uns plätschert ein Fluß, den würd ich am liebsten einpacken und mitnehmen... so ein beruhigendes und schönes Geräusch, das mich abends in den Schlaf wiegt und morgens das erste ist, was ich höre :cuinlove:


    Steckzaun haben wir auch (ist erlaubt), leider ist der zu kurz so dass wir noch eine Ergänzung brauchen. Für Jack ist das eine super optische Begrenzung, wo seine gefühlte ( :ugly: ) Zuständigkeit aufhört, und mir ist auch einfach wohler, wenn alles zu ist und sich keine Kinder oder fremde Leute oder Hunde in die Reichweite von Jacks Leine verirren können. Und last but not least, ich kann das selber auch nicht leiden, wenn ich wo sitze und lese und fremde Leute mir zu nah kommen. Bin halt ein Landei xD

    Grüße aus dem Urlaub, unser Blick nach Westen :cuinlove:

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    perfektionistische Sicht auf den Hund

    Das Problem ist ja, dass heute viele Menschen ohne Tiere aufgewachsen sind und ihnen dadurch das natürliche Gespür für ein Lebewesen abhanden gekommen ist.

    Dafür eignen sich gut geführte Welpengruppen durchaus. Der Mensch lernt grundlegende Dinge kennen, und der Welpe lernt durch das Setting Ruhe und zu warten, bis er dran ist.

    Unser Welpenkurs hat Medical Training, Maulkorb kennenlernen, Trichter (dem durchsichtigen vom Tierarzt) positiv verknüpfen und aufsetzen, Krallenpflege bzw ohne Aufgebens Krallen angucken lassen, an anderen Hunden ordentlich vorbei gehen, nicht ins Unterholz verschwinden ("raus da!") etc umfasst.

    Hat nichts mit Perfektionismus zu tun, sondern mit Anstand und Rücksichtnahme und macht dem Hund später das Leben um Meilen leichter, wenn er das schon kennt.

    Hi, ich glaube auch nicht, dass das bei so einem alten Hund noch etwas wird, vor allem, wenn er so derart in einen Tunnel gerät, dass er 10x gegen die Terrassentüre springt und beißt :omg:

    Das hätte mit ihm viel früher trainiert werden müssen, dass Katzen ignoriert werden. Ich würde nichts "probieren" wollen, sondern die Katzen in gute Hände vermitteln.

    Für mich ist das schwer nachvollziehbar, warum man es sich unnötig schwierig macht. Es gibt für fast jeden Zweck extra gezüchtete Rassen.

    Die wurden selektiert und bringen im Handgepäck schon Fähigkeiten mit, die ich bei anderen Rassen erst mühsam auftrainieren muss.

    Es ist auch ein riesiger Unterschied, ob ein Hund eben diese mühsam auftrainierten Tricks und Abläufe abrufen muss, oder ob er intuitiv das tut, wozu er geboren wurde, was ihm im Blut liegt und was ihm Spaß macht.


    Du schreibst, man möge es dir überlassen, wenn du dir mehr Arbeit machst als mit dem passenden Jagdhund. Denk aber bitte auch daran, dass es für einen Hund ebenfalls harte Arbeit ist, für einen Zweck eingesetzt zu werden, der ihm rassetechnisch nicht im Blut liegt und damit fremd ist.

    Wir machen das gerade auch so mit unserem gut eineinhalbjährigen Jungspund. Ein Tag mehrstündige Wanderung, möglichst allein irgendwo im Wald, mehrere Pausen, Hund darf schnüffeln, bewusst Wege mit Wasserstellen aussuchen, damit der Hund pritscheln und sich abkühlen kann, eine Einkehr, um sich auszuruhen (für unseren Jungspund auch Training, da er fremde Menschen nicht so mag, umso schöner, wenn er dann schlafend unterm Tisch liegt)... und am nächsten Tag dann gar nichts. Nur Futter, kleine Gassirunde, und den restlichen Tag verbringen wir am Camper und der Hund größtenteils schlafend, während ich neben ihm sitze und Bücher lese :smiling_face_with_hearts:

    Wie alles möchte ich es langsam aufbauen, einen freudig mitlaufenden Hund haben, für ihn auch Schönes einbauen (zb Wasserplantschen oder nur wo sitzen und gucken) aber eben auch Dinge, von denen ich weiss, dass sie noch geübt werden müssen. Und dann langsam mehr machen.