Ich musste das auch schon mal machen bei meiner Großen damals (50 Kilo Leonberger).
Das sah nicht schön aus, war das erste und einzige Mal, und nachher war sie "so klein mit Hut", wie man so schön sagt.
Vorher hatte sie mich plötzlich aus den Latschen geholt und über die Straße gezogen, weil da ein Hund gepöbelt hat. Als das nicht ging, wollte sie sich im Übersprung auf einen zufällig vorbeilaufenden Yorkie stürzen.
Da hab ich sie mit einem Urschrei zurückgezogen, gepackt, umgeworfen und mit dem Knie fixiert. Mich beim Yorkiebesitzer entschuldigt, die Leute an der Kaffeetafel im Pöblergarten ignoriert, die mich mit offenem Mund angestarrt haben, und gewartet, bis der Yorkie weiter war, bevor sie aufstehen durfte.
Sie hat sich geschüttelt und ist dann 1a bei Fuss mit mir weitergelaufen. Mich wohin zu ziehen hat sie danach nie mehr probiert.
Im Notfall, um Schaden abzuwenden, tut man manchmal was, wo man vielleicht hinterher denkt, dass man überreagiert hat. In der Situation selbst handelt man reflexhaft. Und natürlich sieht das von außen heftig aus.
Man hätte vorher viel tun können, um das Ganze abzuwenden, klar. Die Hündinnen hätten angeleint gehört. Vielleicht war das das erste Mal, und der Mann ergreift jetzt Vorsichtsmaßnahmen. Das wäre dann natürlich gut.
Es gibt aber auch Leute, die der Lehre von CM anhängen und gern Fehlverhalten provozieren, um den Hund dann deckeln zu können, um ihre Kontrolle und Dominanz zu zeigen. Das finde ich persönlich nicht gut, um es freundlich auszudrücken, weil diese Hunde oft völlig allein gelassen werden und dann halt eine auf den Deckel bekommen, statt dass sie ordentlich vorausschauend geführt und angeleitet werden. Das lehne ich (wie wohl die meisten hier) ab.
Was jetzt in der von dir geschilderten Situation war, kann man natürlich als Außenstehende/r nicht wirklich beurteilen.