Beiträge von DerFrechdax

    "Wo die Liebe hinfällt", wie man so schön sagt.

    Zu jedem im Haushalt haben Hunde ein eigenes Verhältnis. Vor 5 Jahren haben wir unseren jetzigen Senior damals knapp 10jährig von guten Bekannten übernommen. Eigentlich war er als Hund, Begleiter und Trainingspartner für unsere Tochter im Teeniealter gedacht. Die mochte er aber gar nicht so sehr, mich dagegen hat er von Anfang an angebetet. Da kann man nicht viel machen, manche Hunde sind so.

    Und der nächste Hund ist wieder anders.

    Ist auch eine Frage des Charakters und wie der Hund aufgezogen wurde. Unser Senior steht allgemein sehr auf Frauen. Auch der Jungspund mag Frauen lieber, aber sein Herrchen, meinen Mann, findet er trotzdem einen prima Kumpel.

    Unsere Tochter ist für den Jungspund als Spiel- und Quatsch-mach-Partner sehr beliebt, mit Sohn wird höchstens mal gekuschelt, wenn dieser krank ist.

    Mach dir nicht so viel Gedanken, schau, dass euer Verhältnis wächst, kreiere viele schöne Erfolgserlebnisse und tolle Momente, wo ihr zwei im Laufe der Zeit zusammenwachsen könnt (dafür habe ich zb mit fast jedem meiner Hunde Trainingskurse in einem Verein oder Hundeschule besucht).

    Ihr müsst euch eh alle noch einspielen. Schau doch mal, ob du einen Fotothread hier eröffnen möchtest. Manche nutzen das als virtuelles Tagebuch, man kann Bilder verlinken oder Videos, und im Laufe der Zeit sieht man dann, wie sich alles entwickelt und wie weit man schon zusammen gekommen ist.

    Viel Spaß euch beim gemeinsamen Kennenlernen!

    Danke für deine Offenheit.

    Ich glaub, du bist mit gewissen Erwartungen hier aufgeschlagen und hast die Dynamik hier im Forum unterschätzt ;) ich hab auch ab und an Mühe damit. Man kann vermutlich das eine ohne das andere nicht haben... und konträre Meinungen wirst du überall haben, wo du verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen hast.

    Man nimmt sich heraus, was passt. Den Rest lässt man weg.

    Allerdings, gerade bei kleinen Hunden wird meiner Erfahrung nach sehr oft nicht gesehen, wenn was im Argen liegt. Wenn du die gleiche Dynamik unter deinen Hunden bei, sagen wir mal Schäferhunden hättest, würdest du vermutlich wesentlich flotter und dringender nach Abhilfe und Lösungen suchen.

    So "freut" sich halt der Hund, und ja, wo das Schnappen und Knurren herkommt, keine Ahnung :ka: So kommt es rüber bei mir.


    Wenn so viele Hunde wie in eurem Hundetreff vor Ort sind, laufen die dann alle frei? Oder sind die an der Leine und es wird wirklich trainiert? Ruhe halten, Deckentraining, Sitz und Platz unter Ablenkung, mit Weggehen, Leinenführigkeit, Impulskontrolle... gäbe viel, was Hunde gut gebrauchen können im Alltag.


    Egal wie, ich wünsche euch natürlich nur das Beste. Behaltet das mit der Aufregung im Auge und, ja, ihr habt recht, holt euch einen Trainer vor Ort ins Boot. Auch kleine Hunde können trainiert werden und wohlerzogen unauffällig an der Seite ihres Halters existieren und gut miteinanderauskommen.

    Alles Gute für euch, vielleicht lasst ihr uns an eurer weiteren Entwicklung teilhaben?

    :winken:

    Ich betrachte Erziehung als ein "an die Hand nehmen" und das Individuum Hund so in unserer Welt anzuleiten, daß er dann gut darin leben kann. Man spricht ja in der Hundehaltung auch gerne von Bindung, weil der Mensch eben möchte, daß sich der Hund dem Menschen anschließt.

    Aber dafür ist doch der Hund gemacht, sich dem Menschen anzuschließen.

    Hunde gehen mit dem letzten Volltrottel eine Bindung ein, wenn kein anderer da ist. Die sind nicht wählerisch mit ihrem Bindungspartner.

    Wie dann aber die Beziehung aussieht, ist wieder eine andere Frage.

    Das kommt aber auf das Individuum an. Es gibt Hunde, die suchen sich sehr genau aus, wem die sich anschließen.

    Tragischerweise, muss man sagen, haben unsere Haushunde hier kaum Wahlmöglichkeiten, und wenn es ihnen reicht und sie sich wehren, landen sie ganz schnell im Tierheim oder Schlimmeres.

    Ich sehe da ganz klar die Pflicht und Verantwortung beim Menschen, sich weiterzubilden, -zu entwickeln und dem Hund das beste Zuhause zu geben, das man ermöglichen kann für ihn.

    durch Furchtkonditionierung erlernte Furcht traumatisch sein muss?

    Sie löst Meideverhalten aus. Bin ich automatisch traumatisiert, wenn ich Meideverhalten zeige?

    Auch das kommt auf den Hundetyp an.

    Es gibt Hunde, die reagieren da ganz und gar nicht mit Meideverhalten. Die langen dann zu oder entziehen sich anderweitig.


    Rückblickend muss ich sagen, ist meine Beziehung zu dem Hund, den ich als einzigen zu Beginn nach einer Dominanztheorie erzogen habe, der, zu dem ich die "ärmste" Beziehung hatte. Im Rückblick sehr schade.

    Die Hunde, wo ich wohlwollender, humorvoller und weniger verbissen rangegangen bin und mich nicht von jedem Kinkerlitzchen in meiner Stellung bedroht gefühlt habe, zu denen hatte ich die tiefste Beziehung.

    Meine eineinhalb Terrier sind da eh echte Marken. Die machen alles für dich, aber du musst es ihnen klug verkaufen. Mit groben Strafen und für sie nicht nachvollziehbaren Konsequenzen würde man sich bei ihnen alles kaputt machen. Das heisst nicht, dass sie alles dürfen. Aber mit Härte kommt man da nicht weiter. Mit freundlicher Konsequenz und vorausschauender Begrenzung aber sehr weit, und es kann richtig Spaß machen mit ihnen.


    Genauso bei Angsthunden. Da kann jedes gezeigte Meideverhalten einmal zu viel sein, das sie um Lichtjahre zurückwirft. Ist man aber der verlässliche Anker, kommt man mit ihnen zusammen sehr weit, was wieder die Bindung stärkt.

    Oke, aber ihr wollt mir ja wohl nicht sage dass ihr eure Hunde anfangs zu allen hochspringen lassen habt ohne irgend wie zu Reagieren🤔

    Nein, natürlich nicht. Man kann sich auf unterschiedliche Weise interessant machen. Verbal locken, durch Körpersprache, zb rückwärts laufen, sich leicht vorbeugen und in die Hände klatschen, ein Spielzeug zeigen und werfen oder tragen lassen als Belohnung.

    Und, gleich eine Alternative beibringen. Hier geht der Jungspund rechts neben mich und ich führe ihn abgewandt vorbei, wenn Leute entgegenkommen. Gab anfangs auch immer einen Keks.


    Allerdings fängt das Ganze zu Hause an. Indem man dem Hund beibringt, wenn man ihn ruft, kommt was ganz Tolles. Immer. Streicheln, Futter, Spiel, Rennen, Zergeln... es gibt so viel, womit man einen jungen Hund glücklich machen kann :cowboy_hat_face:

    Entgegen meinem ersten Gedanken wohl doch ein kleiner Brandstifter, der die 💣 legt, zündet und dann verschwindet, ohne an echtem Austausch interessiert zu sein.

    Eben, und deswegen kann ich den Post irgendwie null ernst nehmen :pfeif:

    Ah ok. Das was du vorher geschrieben hattest, hat sich für mich halt total anders angehört:

    Bis auf die Box des TE finde ich jetzt irgendwie nichts schlimm an dem Post :???:

    @Cindychill was ich kritisch finde, ist das hier:


    Jetzt, nach 5 Wochen, sind (jeweils noch in reizarmer Innenumgebung) sit, down, stand, touch, spin & twirl per Wortkommando absolut sicher. Auch Ablenkung im sit & down wie geworfener Ball oder Frisbee werden zuverlässig toleriert. Paws up auf eine Plattform incl. links-/rechtsdrehung klappt genauso wie go legs (also zickzack durch die Beine wenn ich gehe. Dazu noch between, also von hinten durch meine Beine und unter mir stehenbleiben.

    Guck mal, wieviel Kommandos der Hund in 5 Wochen schon können musste, 8 verschiedene plus unter Ablenkung und mit Links- und Rechtsdrehung.

    Aber das hier fehlt komplett:

    An der Leine gehen wir bislang draußen nur 5 Meter bis zum Pinkelplatz vor dem Haus. Leinentraining fange ich demnächst erstmal drinnen an. 1 x täglich lasse ich ihn am Deich in absolut ungefährlichem Gebiet ohne Autos/Fahrradfahrer etc. frei laufen.

    Der Hund kennt also keine weiteren Reize. Keine Passanten, keine Radlfahrer, keine Skateboarder, keine Autos/Lkws/Busse etc, ich lese nichts von Sozialkontakten mit anderen Hunden.

    Und dann diese Attitüde:

    Und nun los, Profis: Ihr dürft draufhauen :zany_face:

    Und danach ward er nicht mehr gesehen.

    Entgegen meinem ersten Gedanken wohl doch ein kleiner Brandstifter, der die 💣 legt, zündet und dann verschwindet, ohne an echtem Austausch interessiert zu sein.

    Ich hatte heute richtig Lust, mich in der Küche auszutoben:

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    Schäufele, Klöße, Colcannon, Blaukraut, Gemüse, Rote Bete und Feldsalat

    Meine Portion:

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    Danach bin ich geplatzt xD

    Hab ich es überlesen, oder, wie alt ist dein Hund, @Satoshi ?

    Dürfte nun 13 - 14 Wochen alt sein.

    Das Programm dürfte also bald "anschlagen"

    Ok, danke.

    Ja, das scheint mir auch so. Wäre dann nur fair, das dem TE so mitzuteilen. Ich mach mich mal dran:

    Ich bin völlig anders an die Sache herangegangen und es scheint, dass sich das nun auch auszahlt.

    Ich bin mit dem Spruch aufgewachsen "Man soll den Morgen nicht vor dem Abend loben". Das hier weiterzugeben erscheint mir sehr angezeigt.

    Ich halte dir zugute, dass das dein erster Hund ist und deine Bewanderung in Hundethemen in erster Linie aus dem Internet stammt.

    Ein Hund ist nicht nach ein paar Wochen "fertig programmiert", wenn man ihm alles beigebracht hat, was einem wichtig ist.

    Hunde haben genau wie Kinder und andere Lebewesen Entwicklungsphasen und -schübe.

    Besonders Hunde, die zu Zwangsverhalten neigen, sollte man in der Welpen- und Junghundezeit in Ruhe reifen und sich entwickeln lassen. Natürlich ist ein gewisser Grundgehorsam wichtig, aber einen Hund mit knapp 4 Monaten so zu drillen wird ihn zu einem Hormonjunkie machen, der nicht mehr zur Ruhe kommt.

    Gleichzeitig darf dein Hund wichtige Erfahrungen mit seiner Umgebung nicht machen, da er kaum rauskommt. Schade für einen neugierigen Junghund. So wird er nicht optimal auf das Leben in unserer Zivilisation vorbereitet.

    Aber egal was kommt, ich bin mir sicher, dass es sowohl Satoshi (sein Name) als auch mir besser geht als den bedauernswerten *EDIT by Mod: Geloescht*

    Siehe oben. Btw ist das kein schöner Zug, sich selbst so zu preisen.

    Alles Gute trotzdem für euch zwei... ich hoffe, die ganze Angelegenheit fällt euch nicht demnächst auf die Füße.