Also, ich hab mal reingelesen, ich verstehe exakt gar nichts. Ich kenne die Vokabeln nicht.
Ich formuliere mal vier konkrete Fragen:
- ist der Umgang im Pferden im Allgemeinen eher härter/mit mehr Druck als der Umgang mit Hunden?
- kann man Pferde auch klickern und mit direkter Belohnung erziehen? (ja, das klingt jetzt bestimmt doof. Aber so: Halfter an die Schnüss, klick, Pferdekeks, also so langsam aufbauen?)
- sind Pferde eher weniger kooperativ als Hunde?
- wenn man ein Pferd nicht reiten kann, ist das dann überhaupt blöd für das Pferd? Also, fehlt dem dann die "Arbeit" und man muss das machen, um die auszulasten, weil die sonst verrückt werden?
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Der Umgang mit Pferden ist stark geprägt von Sicherheitsgedanken, weil Pferde Fluchttiere sind und schnell erschrecken können. Nie hinters Pferd, nicht auf den Fuß steigen lassen (Aua), Pferde müssen lernen, hinterm Menschen zu laufen, Abstand zu halten, nicht grob zu sein zu uns.
Ich selber hab einen recht leisen Umgang mit den Pferden, die ich reite, ich freue mich, wenn ein Flow und eine Art "gemeinsames an einem Strang ziehen" entsteht.
Beim Hund ist das natürlich auch so, aber der hat viel mehr lustige Ideen, die allerdings nicht so schnell sicherheitsrelevant sind wie beim Pferd.
Der Umgang beim Pferd ist eher Druck - > als Belohnung Druck nachlassen. Pferd möchte dieses Druck nachlassen öfter spüren - so beginnt der Weg ins feinere Reiten. Ich übe ja auch viel körperlich Druck aus mit Zügel und Bein/Gesäß. Irgendwann reitet man dann fast ohne Hilfen/Druck von Bein oder Hand, sondern ganz leichten Drehungen, Anlegen vom Bein am Pferdebauch oder sogar nur Zungenschnalzen.
Ein Pferd, das sich doof benimmt, muss aber auch sehr klar eingegrenzt werden, das wird zu schnell gefährlich. Also Buckeln, Steigen, Beißen, Treten zb.
Aber, hm, ja, schon ähnlich ein beim Hund. Nur beim Hund ist man selten so auf Sicherheit bedacht. Der rennt einen nicht über den Haufen, weil irgendwo ein Eichhörnchen hustet oder ein Blatt schief hängt.
Man kann klickern, für "alltägliches" wird das aber selten gemacht. Da läuft viel über Stimme. Also Halfter hingehalten, langsam Nase rein, zugemacht, gelobt. Hufe geben ähnlich.
Die allermeisten Pferde wollen es recht machen und binden sich gern an den Menschen. Die freuen sich, wenn sie gelobt werden.
Belohnung geben ist deshalb auch weniger präsent beim Pferd, weil man oben sitzt und das Maul weit weg von der Hand, also anatomisch, und auch, weil Pferde gern dazu neigen, ihre Leute den frech zu durchsuchen und aufdringlich zu werden. Ich lobe Pferde auch lieber mit Stimme.
Weniger kooperativ, nein, kommt wie beim Hund auf Vorerfahrungen an, Prägungen, und was man verstärkt (auch unbewusst). Pferde folgen gern einem starken Anführer, dem sie vertrauen.
Ich finde sogar, man kann Hunden besser was vormachen als Pferden. Pferde sehen über deine Fassade hinweg bis in deine Seele. Die wissen sofort, ob du nur so tust als ob.
Pferde sind exzellente Menschenkenner 
Nicht geritten werden, da scheiden sich die Geister. Steht ein Pferd nur auf Koppel oder in der Box (noch schlimmer), sieht man, dass die Muskulatur zurückgeht. Um ein Pferd gesund zu halten, muss es sich bewegen. Da Pferde im Stall aber nicht kilometerweit über die Prärie wandern können, muss der Mensch den Ausgleich schaffen. Ob man aber spazieren geht oder reitet 