Beiträge von DerFrechdax

    Ich bin bei so "Spontanheilungen" immer skeptisch, weil sie sehr oft nicht anhalten. Man kuriert unerwünschtes Verhalten nicht im Handumdrehen.

    Stichwort teuer: Wenn jemand sich als einzige Lösung des Hundeproblems verkauft und dafür sehr viel Geld will, deutlich mehr als der Durchschnittshundetrainer... dann bin ich vorsichtig. Klar gibt es gute und schlechte Trainer/innen und die guten dürfen gern auch ihr Geld verdienen. Aber überteuerte Kurse angereichert mit spezieller Ideologie - nein danke.

    Am Ende muss man sich überlegen, was für ein Hundehalter man sein will. Ich will Teamarbeit mit meinem Terrier. Anders kann ich den gar nicht begeistert ins Boot holen. Wurfdiscs sind nicht das, womit ich mich sehe. Erstens würde ich mir damit jegliches Vertrauen verspielen, seine fröhliche Begeisterung wäre quasi gestorben und zum anderen gibt es andere, sanftere Wege. Zumal der Nachteil von Schreckreizen ist, dass sich die Hunde dran gewöhnen. Und was dann?

    Zur Gefahrenabwehr mag es seine Berechtigung haben, zum Training... tu ich mir persönlich schwer. So möchte ich nicht mit meinem Hund umgehen, und ich mach schon klare Ansagen, aber nicht so.

    Da ich so kreativ wie ein Toastbrot in der Hinsicht bin, tu ich mich total schwer einen Plan zu machen. Es würde mir wohl das Einkaufen erleichtern weil sonst Zeug im Wagen landet von denen man zwar leben kann, aber Kombis oft schwer werden. Oder ich bin einfach unkreativ was drauß zu machen.

    Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass wir KH essen (Mehl[gerichte], Kartoffeln, Reis, Nudeln), dann Gemüse oder Salat dazu und evtl Fisch, Fleisch oder eine fleischlose Proteinquelle (Bohnen, Erbsen etc oder Tofu).

    Fleisch und Fisch ist hier im Vorrat eingefroren, Nudeln etc hab ich immer da und das einzige, was ich immer frisch kaufe, ist Gemüse, Kräuter, Salate und Pilze plus Milchersatzprodukte und Butter und so.

    Daraus mache ich dann Aufläufe, Suppen, Pfannen oder dreiteilige Gerichte (zb Kartoffelrösti mit Gemüse und Champignonsahnesauce). Was ich auch liebe ist Zucchinisahnesauce mit Speck, die kann man zu Zoodles machen oder Spaghetti, da hab ich immer was dazu da, also Zwiebeln, Bauchspeck, Zucchini (oder ersatzweise Fenchel) und 1 Becherchen Rama Pflanzensahne.

    Oder Curry mit Reis, und vor allem das Linsendal von Bianka Zapatka :herzen1:

    Hat hier jemand eigentlich einen Wochenplan den er immer wieder mal regelmäßig alle paar Wochen wiederholt?

    Also quasi um sich das Einkaufen usw zu erleichtern?

    Ich mach das, ich hab 2 hingekritzelte Essenspläne von anno dazumal, die hängen schon ewig in meiner Küche rum und nach denen koche ich immer wieder.

    Hab ich mal so gar keine Inspiration, dann guck ich da drauf.

    Um auch die Titelfrage zu antworten: gar nicht

    Und ich muss sagen, Hundebegegnungen verleiden mir die Freude an der Hundehaltung.

    Geht mir ganz genauso. Durch das immer öfter stattfindende erzwungene Mitdenken für andere Halter bis zum Abwehren von deren Hunden merke ich, dass ich zu einem Menschen werde, der ich gar nicht sein will.

    Ich möchte freundlich und offen sein, aber wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin, mutiere ich zum misstrauischen Vermeider, weil einfach zu viele Hundehalter herumlaufen, die ihren Hund sich in einer unmöglichen Weise benehmen lassen.

    Mit meinem Hund allein unterwegs bin ich ganz bei uns. Das ändert sich, wenn fremde Hunde auftauchen. Gefällt mir nicht.

    Nun meine Frage: Ging es anderen Kleinhundehalter:innen vielleicht auch mal so und wie habt ihr es geschafft, (wieder) entspannt in Begegnungen mit großen Hunden zu gehen und diese Sorge wegen des Kräfteungleichgewichts abzulegen oder zumindest zu dämpfen? Oder muss man mit diesem mulmigen Gefühl einfach leben?


    Und noch eine Frage unter ferner liefen, ist diese Frequenz von Angriffen normal? Muss ich mich darauf jetzt einstellen oder habe ich einfach nur Pech? Ich habe wie gesagt meinen Hund erst knappe 4 Monate und es ist mein erster. Ich bin sehr überrascht, dass einige Hunde nach gerade mal drei Sekunden Beschnuppern in einen direkten Angriff übergehen. Ich dachte, da wird erstmal geknurrt, abgeschnappt etc.

    Hier ist es so, dass meine Schäferhündin damals unverträglich war, also gab es keinen Hundekontakt. Meine Leonbergerhündin danach war zu stürmisch und zu groß, da gab es auch nur ausgewählte Kontakte, da hab ich für andere mitgedacht. Als ihr ein Malteser, der hier sein Unwesen treiben durfte, mal derb im Hintern hing, als ich extra abseits absitzen ließ, war es mit der Gleichgültigkeit kleinen Hunden gegenüber vorbei, also auch kein unerwünschter Hundekontakt mehr. Was aber nicht schwer war, weil zu einem 50 Kilo Hund lässt niemand einfach so seinen Hund hinlaufen, und den depperten Malteser hab ich geblockt, weil dessen Besitzerin merkbefreit und anti-autoritär unterwegs war.

    Danach hatte ich einen Westie-Dackrlmix, der war schon älter und wollte seine Ruhe. Da musste ich öfter blocken, weil nach meinem Gefühl viele gedacht haben, der ist ja klein und alt und macht nix. Da hat mir geholfen, dass ich vorher schon Erfahrungen gesammelt hatte, um fremde Hunde wegzuschicken, entweder wenn uns kleine Hunde kläffend verfolgt haben oder sogar versucht haben uns zu stellen, oder weil ich meinen Hund vor heranschleichenden oder heranstürmenden Hunden verteidigt hatte.

    Oft ging das durch ein deutliches Auftreten, groß machen, den Hund anbrüllen mit "Ab!" Oder "Geh weg!". Der Malteser hat sich mal versucht, auf unseren alten Westiemix zu stürzen, den hat Tochter abgefangen, den Fuß unter den Hundebauch gesteckt und den Hund mit Schwung unversehrt ein Stück weit weg geschoben. Dann ließ er sich wegbrüllen.


    Jetzt mit meinem halbhohen Terrier (die oben genannten Hunde von mir sind alle schon verstorben) laufe ich sehr vorausschauend, nehme meinen Hund abgewandt und weiche im Zweifel aus. Sehr selten passt es und ich gehe mit einem fremden Halter und Hund mal ein Stück Gassi. Das spreche ich aber ab. Ohne Absprache passiert hier kein Kontakt, und an meinen Hund kam bisher niemand ran, wenn ich das nicht wollte.

    Heute bspw waren mein Mann und ich mit Pferd an der Hand und Hund unterwegs, da kam uns erst eine Reiterin mit schon schleichendem Border entgegen. Ich hab sie schon 2x gesehen und ihr gesagt, sie soll ihren Hund nicht herlassen. Dass mein Hund gespannt wie eine Feder dastand, dürfte auch geholfen haben xD der ist nämlich gern ein Rüpel und haut erstmal seine Pfote in anderer Hunde Gesichter. Sie sprang freundlicherweise schnell vom Pferd und ihr Hund lief um mich und den abgeschirmten Hund und Pferd einen Bogen.

    Dann kam ein Mann mit freilaufendem Wuschel, ich zu ihm "nicht herlassen bitte!" und sein Hund lief tatsächlich mit größtmöglichen Anstand vorbei.

    Vor kurzem hat ein größenwahnsinniger Terrier Scheinangriffe auf das Pferd an der Hand geschoben, der ist knapp an meiner Gerte vorbei gekommen.


    Was ich sagen will, ich schließe es nicht aus, dass ich einmal einen Hund nicht weghalten kann, und ich möchte auch nie in die Situation kommen, aber bisher kam keiner an uns ran, wenn ich das nicht wollte (außer der Malteser, den hab ich unterschätzt). Vielleicht leben wir auch wo, wo viele Leute sehr rücksichtsvoll sind. Leine einer an, leint der andere auch an, das ist hier so. Hier wird Kontakt immer abgesprochen. Trifft das nicht zu, nehme ich meinen Hund hinter mich und kläre das.

    Letzthin kam ein mir bekannter Hund von hinten an uns ran, die Besitzerin ist speziell und hat uns bewusst ignoriert, sie hatte uns definitiv gesehen, da durfte mein Hund die Situation selbst "klären". Das sah so aus, dass der andere Hund aufdringlich winselnd kurz Nase an Nase kurz kontaktet hat und dann meinem Hund nachging. Meiner hat dann kurz geknurrt, und der andere hat sofort abgedreht.


    Vielleicht müsstest du früher reagieren? Nicht erst, wenn der fremde Hund schon da ist, sondern schon viel früher. Den eigenen Hund hinter sich nehmen und aktiv den anderen wegschicken. Und im Zweifel sich auch gegen den fremden Halter behaupten, der natürlich nicht so prickelnd findet, dass sich sein Hasipupsi nicht ausleben darf. Gern woanders, aber nicht mit meinem Hund (wobei, mein Hund würde sich vermutlich auch gern ausleben. Who's laughing now :smiling_face_with_horns: Aber weil ich nicht will, dass mein Hund Erfolg hat, wenn er das A...Loch raushängen lässt, wird das nicht passieren).


    Natürlich geht das nicht mit totaler Entspanntheit bei Hundebegegnung zusammen. Einen Tod muss man vermutlich sterben. Aber gerade wenn ich so ein Butterblümchen als Hund hätte, würde ich ihn um jeden Preis schützen wollen vor schlechten Erfahrungen. Ende des Textes :ops: :sweet: :lol: .

    Ich finde den Beitrag von Sheltie-Power wirklich Gold wert!

    Dir wird nichts anderes übrig bleiben als deinen Hund zukünftig gut zu beobachten. Es gibt kleine Stresskekse, die müssen halt öfter, Erwartung hin oder her.

    Unser Westiemix ging immer total entspannt erst zur Terrassentür, dann zur Haustür, dann in die Küche, und da landete dann der Haufen oder die Pipilache. Hab ich also gesehen, dass der Herr nonchalant und nebenbei Richtung Tür gelaufen ist, bin ich schon aufgesprungen, um ihn in den Garten zu lassen.

    Irgendwann hat er kapiert, dass ich der Türöffner bin und mich vor seiner Wanderung durchs Haus kurz angeschaut. Das war dann die Aufforderung. Hab ich das verpasst, ging es in die Küche.

    Man muss da ne Balance finden, immer etwas schneller als der Hund zu sein und im Laufe der Zeit etwas Struktur reinbringen, ohne den Hund zu sehr zu "bewachen".

    Hat sich ein Rhythmus etabliert und es klappt ne Weile gut, kann man die Zeitfenster versuchen auszudehnen.

    Zum alleinbleiben, auch da muss der Hund hier bei uns vorher sich auspieseln können, danach hab ich verschiedene "Rituale", die ich ablaufen lasse, und dann gehe ich. Weil mein Hund dann schläft, muss er auch nicht. Komme ich wieder, ist das erste, dass wir direkt rausgehen oder er wenigstens in den Garten darf.

    Man muss halt gucken, was es dem Hund leicht macht.

    Sie hat mir doch noch in die Wohnung gepinktelt.. Und das, obwohl wir vor nicht mal 4 Stunden draußen waren. Hab mich wohl zu früh gefreut

    Wie gesagt, kleine Hunde haben einen anderen Stoffwechsel als große.

    Ich finde alle 4 Stunden völlig normal und fände auch alle 3 Stunden noch im Bereich des normalen bei einem kleinen Hund.

    Und wenn dein Hund schon quietscht, um dir anzuzeigen, dass er muss, dann würde ich das dankbar annehmen und dem Hund Erleichterung verschaffen. Ignorierst du das, erziehst du sie im Grunde zur Unsauberkeit.


    4 Stock ist zwar ungünstig, aber das hat sich dein Hund ja so nicht ausgesucht, der wurde nicht gefragt. Dass du mit deinem Hund je nachdem regelmäßig Gassi musst, wusstest du vermutlich vorher...