Beiträge von DerFrechdax

    Weil du es jetzt immer wieder schreibst, dass dein Hund "motzt" oder jammert... stresst dich das, wenn der Welpe Unzufriedenheit so äußert?

    Oft ist das ja so, dass man dann doch reagiert, weil man Mitleid hat mit dem "Baby". Und so bringt man dem Hund ungewollt bei, sich immer mehr reinzusteigern, wenn er unzufrieden mit der Situation ist.


    Es lohnt sich, mal zu überlegen, wie man in solchen Situationen reagiert und ob man das im Grunde unerwünschte Verhalten nicht doch vielleicht selbst verstärkt, weil der Hund eine Reaktion bekommt.

    Mal an die, die einen angstfreien Hund an Silvester hatten und der erst im Laufe seines Lebens Angst an Silvester entwickelt hat: Was war bei euren Hunden der Auslöser?


    Und an die, die einen Hund mit Angst hatten und dessen Angst erfolgreich abgebaut wurde: Mit welchem Training habt ihr das erreicht?

    Unsere Schäferhündin hatte ihr ganzes Leben lang vor keinem Silvester Angst, da sind wir auch um kurz vor 12 noch schnell durch die Siedlung aufs Feld pieseln gegangen und es hat sie nicht gestört.


    Meine Leohündin war auch nicht ängstlich, bis ihr im Alter von 4 Jahren jemand einen Böller in den Garten geworfen hat, als sie draußen geschlafen hat. Da wollte sie panisch rein und ab da war Silvester die Hölle für sie.

    Ein Silvester (das, wo am Tag vorher der Böller reingeflogen kam) hat sie panisch, hechelnd und sich in eine Ecke drückend, mit mir hilflos neben ihr sitzend verbracht. Das nächste haben wir Eierlikör gegeben, mit nicht so großem Erfolg, sie war immer noch sehr gestresst und tigerte auf und ab, und danach gab es Sileo, was ihr sehr gut getan hat und wodurch sie gut zur Ruhe kam.

    Leider hatte sie dann auch Ängste bei Schüssen im Wald und Gewittergrollen in der Ferne bzw wenn wir daheim waren und es gedonnert hat, da ward sie nicht mehr gesehen, weil sie sich ins hinterste Eck unter der Treppe verzogen hat.

    Tat mir total leid, aber ich konnte ihr im Sommer ja nun nicht immer Sileo geben, wenn es Gewitter gab.

    Unser Senior war immer völlig ignorant Silvester gegenüber, das ging an ihm völlig vorbei.


    Jack war unbelastet mit Silvester, bis letztes Jahr ein Kanonenschlag direkt neben uns hochging, als wir nachmittags vom Gassi heimgekommen sind. Danach war er sehr gestresst, aber mit 2 Gaben Eierlikör und einem lauten Film, Rollos runter und kuscheln auf der Couch ging das dann.

    Dieses Silvester jetzt vorgestern war sogar im Rückblick recht entspannt, entspannter als das davor, weil unsere feierwütigen Nachbarn vom letzten Jahr dieses Mal nicht daheim waren, und wir sind zum Gassi abends nochmal weggefahren statt durch die Siedlung zu laufen und Beschuss in Kauf zu nehmen. Es gab um halb elf einen kleinen Löffel Eierlikör, danach wurde gekuschelt und geruht wie sonst auch ganz oft am Abend und ein lauter Film geguckt.

    Geböller in der Umgebung am Feiertag und gestern abend hat er dann ignoriert, was mich sehr erleichtert hat.

    Was nicht funktioniert hat, war, eine Schale Leckerli mit auf die Couch zu nehmen und bei Geböller dem Hund was zu geben.

    Das hat den Lärm aufgewertet für ihn, so dass er erst recht aufmerksam nach draußen gehorcht hat und nicht wirklich zur Ruhe kam.

    Deshalb bin ich da sofort wieder von abgerückt.

    Gut zureden wie bei anderen Dingen in beruhigendem Singsang, wie ich das auch sonst tue, wenn ihn was beunruhigt, hat dagegen sehr gut geholfen. Also im Sinne von "ja ich hab es gehört, vielen Dank, das sind die Nachbarn, die machen gerade x".

    Glücklicherweise war Jack die ganze Zeit über zwar ab und an wachsam und besorgt, aber halt auch super ansprechbar.

    Hier lässt es langsam nach... Jack hat um halb 11 ein Löffelchen Eierlikör geschlabbert, hat bis auf einen kurzen, offenbar dringlichen Kontrollgang in den Garten um 20 vor 12 ( :fear: ), wo glücklicherweise gerade niemand geböllert hat und nur ein paar Betrunkene draußen gegrölt haben, ansonsten neben mir geruht und als gerade eben die Welt unterging für ne halbe Stunde hat ihn meine Hand auf den Rippen schön beruhigt.

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    Jetzt geht es langsam ins Bettchen hoffentlich...ich bin soooo müde :sleep:


    Kommt gut durch die Nacht und alles Liebe für euch, eure Familien und eure Vierbeiner :hugging_face:

    Wir haben pünktlich um 20 Uhr zur Tagesschau eine Feuerpause genutzt, haben Jack ins Auto gepackt und sind in den Wald gefahren.

    Da sich der zwischen zwei Dörfern befindet, hat man zwar Geböller gehört, aber eben nur entfernt. Hat sich fast nach Jägerschüssen angehört.

    Dort sind wir jetzt ne knappe Stunde unterwegs gewesen. Ne knappe Stunde, weil wir uns im Dunkeln versehentlich verlaufen haben :dead: :lepra: :lol:

    Ein Glück gab es dort Netz und mein Mann hat die nahe Bundesstraße in Maps gefunden, wo das Auto stand. Nicht selbstverständlich, dort ist ein dorfbekanntes ausgedehntes Funkloch :ugly:

    An der Haustür ging dann leider neben Jack und mir eine gefühlte Bombe hoch, so dass der Hund grad besorgt neben mir sitzt, "Der Soldat James Ryan" mit uns guckt und nervös raushorcht.

    Wenn er sich nicht gleich langsam wieder beruhigt, ist dann wohl mal die erste Dosis Eierlikör fällig...

    Es ist halt Brauchtum. Warum sollen Tausende Leute darauf verzichten weil es ein paar Haustiere verschreckt?

    Hier Böllern se schon die letzten 2 Tage wie bekloppt…aber unseren Labbi stört das gar nicht.

    Der hat dafür Schiss wenn hier die Blaskapelle vorm Haus vorbei geht….aber deswegen schreie ich ja auch nicht das man Schützenfest verbieten sollte….

    Leben und Leben lassen.

    Also echt, in einen Faden zu platzen, wo sich Halter von Angsthunden zum Thema Böllerei an Silvester austauschen, gegenseitig Mut zusprechen und Lösungen für den Leidensdruck ihres Hundes suchen, und dann zu verkünden, dass das den eigenen Hund nicht stört... ist schon irgendwie speziell :fear:

    Wer ein bisschen nachforscht, stellt fest, dass die Silvesterbräuche zu großen Teilen auf Aberglauben beruhen, wo man sich auch mal die Frage stellen darf, wie zeitgemäß solches Brauchtum noch ist. Wobei die meisten Böllereien inzwischen eh eher der Abfuhr von Aggressionen und dem ungehemmten Ausleben von Alkoholkonsum dient.


    Hier war es bisher ruhig, nur entfernt konnte man Böller hören, was den Lockenkopf nicht weiter gestört hat auf unserer Gassirunde. Jetzt müssen wir nachher nochmal so um 21 Uhr auf eine letzte Pieselrunde dieses Jahr los... drückt uns die Daumen, dass wir dann eine Lücke im jetzt doch öfter zu hörenden Geböller finden :hilfe:

    Nachher wird dann bis 12, halb 1 ein Actionfilm nach dem anderen angeschaut :dead: xD

    Etwas Speck kam dazu, aber ich habe wirklich das Gefühl, Jack ist auch nochmal um ein paar Zentimeter größer geworden :thinking_face:

    Hm, ist mir nicht aufgefallen. Aber ich hab den Vogel schon lang nicht mehr gemessen. Riesig ist er ja eh, aber dass der mit drei Jahren nochmal wächst kann ich mir nicht vorstellen :thinking_face:

    Er hat ein bisschen gemoppelt, das hab ich im Keim erstickt.

    Mein Mann hatte mich darauf angesprochen gehabt, und mir ist es unabhängig davon auch aufgefallen.

    Vorher war er wirklich sehr dünn, obwohl er mehr als für sein Gewicht und Größe beschrieben an Futter bekommen hat.

    Jetzt hat er eine schöne Figur, aber ich bilde mir ein, ist eben auch insgesamt größer/vom Erscheinungsbild "wuchtiger", wenn man in seiner Größenklasse überhaupt von "Wuchtigkeit" sprechen kann :see_no_evil_monkey: xD

    Besteht denn die Möglichkeit, dass der Hund im Kofferraum mitfährt? Also falls ihr einen Kombi habt oder ein Auto, wo der Kofferraum nur mit einer herausnehmbaren Hutablage ausgestattet ist.

    Unser Hund fährt immer im Kofferraum mit (mit Gitter gesichert nach vorne). Als er einmal ein kurzes Stück vorne mitfahren musste, war er dagegen völlig von der Rolle.

    Ja das wäre machbar, habe einen SUV. Einen Versuch wäre es wert.

    Baut es aber bitte langsam auf... also aufsperren, Hund schnüffeln lassen, evtl paar Stücke Wiener Würstchen verstreuen, Hund reinheben und loben und Würstchenstücke fressen lassen, wieder rausheben, Deckel wieder zu.

    Wenn er das freudig macht, kann man mal kurz zumachen... wenn das ok ist, dann mal einsteigen, Motor an, wieder ausmachen...

    So würde ich das aufbauen, bis dann tatsächlich losgefahren wird, über Tage, wenn möglich.

    Dann müsst ihr schauen,

    ...ob euer Hund sich im vermutlich relativ großen Kofferraum so wohlfühlt, vielleicht ausgestattet mit einer kuscheligen Decke oder weichen Handtüchern und einer Badematte als Unterlage. Gitter nach vorn sind aber absolutes Must have für die Verkehrssicherheit. Wir haben welche von Kleinmetall, und dazu noch ein Trenngitter "quer", so dass ich links Einkäufe unterbringe, während der Hund rechts sitzt.

    ...oder ob der Hund sich in einer Box wohler fühlt, wo er begrenzter ist und nicht rausschauen kann.

    Unser Hund ist pro rausschauen, auch ein Terrier :bindafür:

    Hi :winken:

    Ich finde das Verhalten eures Welpen nicht "seltsam", sondern unsicher. Was auch verständlich ist, ihre Welt stand ja nun sogar zwei Mal Kopf, weil sie zuerst von der Mutter weg aus ihrem vertrauten Umfeld genommen wurde und dann nochmal zurück zur Züchterin kam und jetzt zu euch, wo sie erst 3 Tage ist.

    Versucht, euch zurück zu nehmen und eher behutsam mit dem Welpen umzugehen. Lasst ihr erstmal Zeit, sich zu sortieren. Ich würde warten und den Hund neugierig auf mich zukommen lassen.

    Es müssen zu Beginn auch noch keine großen Spaziergänge sein. Gucken, beobachten, Reize verarbeiten, Stubenreinheit vielleicht, das ist alles, was so ein Knopf gerade lernen muss. Da geht so viel ab im Hundekopf, da machen wir uns oft gar keine Vorstellung davon.

    Grundsätzlich würde ich, wenn der Hund Meideverhalten zeigt, meine Körpersprache anpassen. Also in die Hocke gehen, auf den Boden setzen, zurückhaltend herlocken zum streicheln, eher an Hals, Kehle oder Schulter kraulen, aber nicht von oben dem Hund ins Gesicht fassen.

    Die meisten Hunde mögen das Anfassen im Gesicht nicht so, vor allem nicht bei Menschen, die sie nicht gut kennen.

    Vielleicht lasst ihr ihr zunächst ein gut passendes Geschirr im Haus an? Dann lässt sich ganz einfach der Hund zum Anleinen herlocken, wenn man am Boden sitzt, man muss nur noch den Karabiner einhängen und loben :D

    Das wird schon, lasst eurem Hundebaby Zeit, alles für sich zu sortieren und zu verarbeiten und genießt die Welpenzeit :herzen1: Das geht so schnell vorbei :herzen1:

    Was kann ich da tun? Ich möchte, dass er lernt, dass er sich so nicht zu benehmen hat

    Dann musst du die richtige Anleitung bieten und Konsequenzen folgen lassen, wenn dein Hundebaby sich ungehobelt oder extrem verspielt benimmt.

    Mit 9 Wochen machen die kleinen Knöpfe noch ganz viel Blödsinn, das ist natürlich auch normal und gehört ein Stück weit auch so :D

    Wenn es um fremde Hunde geht, kannst du deinem Hund jetzt schon beibringen, dass er nicht zu jedem anderen Hund einfach hinrennen darf. Das geht ganz einfach mit einer leichten Biothane-Schleppleine am Geschirr am Hund dran.

    Aus deinen Zeilen spricht auch ein bisschen Unsicherheit. Deshalb wäre meine Empfehlung, mit deinem Hund eine gute Welpenstunde in einer Hundeschule zu besuchen. Dort lernt er (und du auch) ganz viel Nützliches wie Impulskontrolle, Konzentration, Frust aushalten und die Gespräche und Kontakte mit anderen Hundehaltern geben auch immer wieder interessanten Input.