Beiträge von DerFrechdax

    Man fährt halt mit Hundebaby und Menschenbaby zweigleisig, weil beide haben ihre Bedürfnisse.

    Das Menschenkind ist vermutlich momentan glücklich mit Mamazeit beim Stillen und sauber und gepflegt zu sein. Das kann man natürlich prima mit einem Welpen verbinden, weil das Kind viel schläft oder geschwind in einem Tuch umgebunden werden kann, wenn es zum Gassi geht.

    Da seh ich die Herausforderung eher bei der Sauberkeitserziehung des Welpen. Kind wird gerade gebadet, gewickelt oder gestillt, Welpi wacht aber gerade auf und muss dringend Pipi? Das wird ins Haus gehen. Kommt das immer wieder vor, wird es schwieriger, den Hund zur Stubenreinheit zu erziehen.

    Dann sollte der Welpe lernen, dass seine Leute nicht immer verfügbar sind, was natürlich ganz gut klappt, wenn man auch noch mit Baby beschäftigt ist... aber schwieriger, wenn man viel daheim ist und der Hund immer sofort Aufmerksamkeit geschenkt bekommt, wenn er sie einfordert. Da braucht es ein gutes Maß, so dass der Welpe lernt, auch mal getrennt zu sein von seinen Leuten.

    Fremdbetreuung würde ich so früh wie möglich etablieren, zb indem Familienmitglieder, die in Frage kommen kennengelernt werden vom Hund oder er nach und nach mal dort zu Besuch ist, dann geht man kurz raus, kommt wieder, dann dehnt man das aus...

    Fängt das Kind an zu krabbeln und man hat gerade einen pubertierenden Hund im Haus, muss man besonders ein Auge drauf haben.


    Trotz allem sehe ich, zumal deine Frau Hundeerfahrung hat, kein Problem damit, beides nebeneinander laufen zu lassen.

    Ich würde dem Hund allerdings Training in einer guten Hundeschule spendieren. Oft lernt man da nette Gassibekanntschaften für später kennen, und es schadet nichts, sich für die Grundlagen der Erziehung beim Hund ausreichend Zeit zu nehmen, damit später der Gehorsam sitzt, wenn man zb mit Hund und Kind Wanderausflüge mit Einkehr macht oder Kinderbesuch im Haus ist etc.. Es gibt nix nervigeres, als dann einen aufgedrehten, kläffigen oder unerzogenen Hund um die Kinder oder am Kinderwagen laufen zu haben.

    Zur Rasse, da kommt es drauf an, wollt ihr was wepsiges oder eher ruhiger? Pudel sind halt schon aktive und energetische Hunde, die gern auch bewegt werden wollen. Mit nur mal ne Runde zur nächsten Wiese wären die mMn nicht wirklich glücklich und ausgelastet (Edit: und es wird so Tage geben, wo der Hund ein Sparprogramm aushalten muss, das ist so. Kind krank, Termine, Eltern krank etc pp).

    Futter suchen lassen empfinde ich zum Beispiel nicht als schlimm. Das was normale Hundehalter dabei betreiben ist für Hundenasen doch nun wirklich nichts forderndes wo der Hund sich irgendwas wirklich ernsthaft erarbeiten müsste

    Du, ich lass auch meinen Hund mal Futter oder Leckerli suchen, das macht uns beiden auch total Spaß.

    Mir ging es rein um die Futterportion, die der Hund als Frühstück morgens bekommt, für die er offenbar etwas tun muss, Rückruf, Training, Gehorsam. Sonst bleibt er hungrig.


    Käme jemand auf die Idee, mich morgens für meinen Kaffee erstmal durch drei Reifen springen zu lassen... holla die Waldfee :cowboy_hat_face:

    wir haben übrigens einen Raum geschaffen, wo nichts, wirklich nichts ist. Dort kommt Panda sehr gut zur Ruhe und schläft dann auch direkt. Vielleicht habt ihr da auch die Möglichkeit? Im Wohnzimmer könnte ich ihn definitiv nicht alleine lassen, wenn ich an meinen Sachen und Möbeln hänge!

    Das hier finde ich auch eine gute Anregung. Hunde, die unruhig an ihren Besitzern kleben und beim kleinsten Mucks aufschrecken, weil sie was verpassen könnten, die kommen nie wirklich zur Ruhe, geschweige denn, dass mal tief geschlafen wird.

    Genauso Hunde, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Haus, die Straße oder die Kinder etc zu überwachen. Gehe ich zb aus dem Haus, ist alles im Haus zu, von wo aus unser Terrier die Straße sehen würde. Sonst stünde er permanent am Fenster und würde alles draußen eifrig kommentieren. An Schlaf wäre nicht zu denken.


    In der Junghundzeit werden halt die Weichen für später gestellt.

    Lernt der Hund jetzt, dass er für nichts zuständig ist und der Mensch ihm sagt, wann er was tun darf/soll, dann kann man natürlich später auch ein etwas strafferes Programm fahren, wo der Hund früh länger Gassi geht und abends noch etwas im Garten trainiert.

    Für einen erwachsenen, gut geführten Hund sicher kein Problem, wird es dann zum Problem, wenn so ein reizoffener Hund führerlos den ganzen Tag vor sich hin werkelt und sich am Ende abreagieren muss, weil er vor lauter Reizen und Erregung nicht mehr weiss wohin mit sich.

    Wäre alles tutti, gäbe es diesen Faden ja nicht. Und wo manche Hunde easy mit zurechtkommen, streichen andere schon die Segel.

    Ich weiss nur, bspw. beim Gassi sich sein Futter zu erarbeiten wäre für meinen Hund der Untergang. Adieu Entspannung und Zeitunglesen, Hallo permanente Erwartungshaltung und damit einhergehender Stress, weil der Hund Hunger hat und fressen muss.

    Sich das Futter erarbeiten lassen mag bei gestörten oder sehr verängstigten Hunden zum Teil funktionieren, um den Kontakt zum Menschen zu erzwingen, aber ein ganz normaler Junghund sollte zuallererst das Vertrauen haben, egal, was ist, so sicher wie morgens die Sonne aufgeht, so sicher stell ich ihm was zu fressen hin und gehe uninteressiert weg, so dass er ganz in Ruhe für sich allein sich satt machen darf.

    Das gleiche am Abend.

    Das ist für mich so essentiell, dass mein Hund dieses Vertrauen haben darf zu mir, dass es mir leid tut für einen Junghund, der dieses Urvertrauen nicht haben darf sondern stattdessen Gehorsamsaufgaben absolvieren muss, um satt werden zu dürfen.

    Das hat dann auch nichts mit Leckerligabe zu tun, sondern hier wird das Bedürfnis zu Fressen zum Lebenserhalt an Gehorsam geknüpft, was den Hund zwingt, seine Aufmerksamkeit permanent auf den Halter zu richten, um nicht zu verhungern. Hört sich krass an, natürlich lässt niemand seinen Hund verhungern, aber das weiss der Hund ja nicht.

    Bussis/Küsse geben, so auf den Kopf halt 😅 bin das halt gewohnt von meinen Katzen.

    Nur so, viele Hunde mögen das nicht, wenn man so nah mit seinem Gesicht an ihren Kopf rankommt. Ich küsse meinen Hund auch, aber ich weiss, dass er das nur für mich macht/aushält und nur, weil mir das wichtig ist, nicht für ihn.

    Jetzt kennt der Hund dich noch nicht so lang... ist schon eine krasse Unterschreitung der Individualdistanz, wollte ich nur gesagt haben.


    Schau mal ob Kindergitter in der Tür helfen können.

    Ich glaube, vielen Hundehaltern ist nicht bewusst, dass schon der ganz normale Alltag für einen reizoffenen, hier zumal pubertären Hund schon genug eigene nervliche Belastungen darstellt. Oft suchen sich intelligente Gesellen auch ne Aufgabe, die sie immer "auf Empfang" sein lässt, ohne dass das der Besitzer so mitkriegt, zb wachen sie oder kontrollieren die Straße vom Balkon oder durchs Fenster, oft wird auch der Besitzer gestalkt.

    All das bindet Ressourcen im Hirn. Kommt dann noch dazu, dass der Hund eine Stunde am Vormittag in einer permanenten Erwartungshaltung Gassi geht, weil er mitbekommen muss, wenn er sich Futter erarbeiten kann/muss, und am Nachmittag wird nochmal beim Training von ihm Gehorsam erwartet, was ein Hund vom Typ "leicht zum Wahn neigender Musterschüler" natürlich wieder mit voller Hingabe ebenso abarbeitet wie alle anderen selbst gestellten oder von außen an ihn herangetragene Aufgaben.... dann ist eigentlich klar, dass so ein Hund nicht mehr zu sich selber findet und nur noch am kompensieren und abreagieren ist.

    Das Problem ist, dass Aussies, zumindest die, die ich kenne, sich immer immer immer anbieten. Die sagen selten "nö, jetzt mag ich grad nimmer, die 10. Wiederholung kannst du selber machen", wie es mein Terrier machen würde. Die würden vermutlich arbeiten, bis sie tot umfallen, die sind immer dabei und schnell "on".

    Genauso kenne ich von der Hundeschule ganz viele Aussies, die komplett drüber waren und mit neuen Eindrücken kaum adäquat umgehen konnten.

    Jetzt wäre mein Weg auch, erstmal das Programm komplett zu canceln und dem Hund die Möglichkeit zu geben, zur Ruhe zu kommen. Wird schwer, weil das ganze Cortisol erst aus dem System raus muss. Von da aus kann man einen neuen Plan erstellen, der 2-3x pro Woche Training vorsieht, der Tag nach Training ist komplett frei, und Hundeschule ist auch Training. Und das Futter sich erarbeiten würde ich komplett sein lassen.

    Stattdessen würde ich viele ruhige Momente kreieren, kuscheln, gemeinsam ruhen, sich beim Gassi wo hinsetzen und einfach mal Langeweile aufkommen lassen für den Hund, ohne sich den nächsten Stock zu krallen oder anders abreagieren zu müssen.


    Mit dem Chip, das Timing ist leider bei euch mehr als unglücklich. Der Hund macht ja verschiedene Stadien auf dem Weg zum reifen, erwachsenen Hund durch. Das wird gerade verhindert. Ich würde mich auch mal erkundigen, ob es möglich ist, den Chip zu entfernen.

    Es ist ja schon so dass er mich immer im Blick haben muss und meist auch sofort aufsteht wenn ich mich bewege etc.

    Er will mir auch überall hin folgen, wenn ich die Badezimmertür nur anlehne öffnet er sie um mich sehen zu können.

    Morgens "drängt" er mich auch zum morgentlichem Spaziergang. So wie er meistens auch nicht hinter mir läuft sondern versucht sich an mir vorbei zu quetschen oder mir manchmal wortwörtlich in die Füße läuft.

    Wenn dich das stört, dann sag es ihm. Sei authentisch und klar in deiner Kommunikation.

    Ich finde, du neigst etwas dazu, alles zu zerdenken.

    Ich finde es natürlich auch wichtig, sich zu informieren und seine Gedanken zu machen. Wenn aber meine Gedanken mich hindern, klar und fair zu kommunizieren, was ich jetzt vom Hund wirklich will in der jeweiligen Situation, dann ist das too much overthinking. Nicht böse gemeint von mir :hugging_face:

    Also nicht denkdenkdenk "ich würde jetzt gern x unterbinden, aber dann triggere ich vielleicht Ängste y und z beim Hund, deshalb ärgere ich mich einfach still weiter", sondern "Ey, lass das!", Hund reagiert, ich lobe kurz, fertig.

    Das kann man in jeder Situation tun. Hund zieht wie ein Irrer - er muss kurz hinten laufen. Der ist ja nicht dumm, der weiss ziemlich schnell, wenn er zieht, dann geht's erstmal langsamer vorwärts.

    Zwicken geht gar nicht. Schon allein so nah hinter dir laufen mit gesenktem Kopf - ich würd mich umdrehen und Abstand einfordern. Das geht auch relativ nett, nur indem man sich umdreht und steif macht und den Hund fixiert und wegschickt mit der ausgestreckten Hand. Falls er das noch nicht kennt, braucht es vielleicht etwas mehr Nachdruck, aber wenn er dann reagiert, sofort Druck rausnehmen und wieder umdrehen und weitergehen.

    Braucht gutes Timing und gute Beobachtungsgabe, aber meistens lernen die Hunde recht schnell, was wir uns in der jeweiligen Situation wünschen. Und letztlich ist es das, was sie auch zufrieden macht, klare Ansagen, Führung und ein faires und entspanntes Miteinander.

    Unser Lieblingsrezept:

    1/2 TL Salz

    1 großzügiger Sprutzi Agavendicksaft

    2 oder 3 Umdrehungen aus der Pfeffermühle

    1 EL Weißweinessig

    2 bis 3 EL gutes Öl

    1 EL Kürbiskernöl

    1 TL Senf

    Ein Schuss Mandelmilch oder Pflanzensahne (zb von Rama)

    Nüsse oder Saaten machen sich auch sehr gut im Salat.

    Ich glaube, es ist einfach ein Problem, dass das Haus von innen mit Styropor gedämmt ist und gleichzeitig eben diese schlimme Wärmebrücke im Flur. Ich hab jetzt noch mal Lupo von außen angebracht und lasse den Heizkörper im Flur nun tagsüber leicht laufen, aber durchgehend alles auf 19° zu heizen auch wenn ich nicht da bin, das seh ich irgendwie auch nicht.

    Ich denke, das Grundproblem wird sein, dass du feuchte Wände hast, die innen mit Styropor gedämmt sind. Innendämmung ist umstritten und tricky, weil du im schlimmsten Fall Nässe und Schimmel im Mauerwerk hast und auch nix gescheit austrocknen kann weil ja innen, wo du heizt, Dämmung dran ist.

    Ich glaub, da hilft nur heizen und lüften, heizen und lüften. Und in jedem Zimmer eine Box mit Trocknungsgranulat aufstellen und immer wieder erneuern.

    Mein Gefühl und Erfahrung aus Jahren in einer feuchten, schlecht gedämmten Kellerwohnung.

    Vor ein paar Tagen, als ich bei Facebook eine Schlacht um Eierlikör verfolgen durfte, habe ich gelernt, dass diejenigen, die das verwenden, ihre Hunde nicht genug lieben und die nur deshalb überhaupt Panik haben.

    Warum muss ich jetzt plötzlich dauernd an diesen Schwachsinn denken?

    Also, ihr liebt alle nicht genug!

    Neee, das sind unser alle unbewussten Silvesterängste, die wir auf die Hunde übertragen!!1!!

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    :ironie2:

    Ich muss sagen, ich sehe es jetzt auch nicht ein, mich hier vor jemand Unbekanntes rechtfertigen zu müssen, der mich und meinen Hund nicht kennt und meint, mal eben als Nichtbetroffener und zudem offensichtlich uninformierte Person seine Meinung kundzutun.

    Ich denke, wir alle haben das Wohl unserer Vierbeiner im Sinn und möchten, dass sie diese für sie individuell bedrohliche Situation bestmöglich überstehen. Mehr geht nicht.