Beiträge von DerFrechdax

    Lara004 Es gibt Polsterthymian, der sich gut eignet, um evtl zwischen Trittsteinen aufzugrünen. Vielleicht wäre das was.

    https://www.mein-schoener-garten.de/gartengestaltu…en-sorten-57217

    Zitat

    Polster-Thymiane sind trittfest. Mit einem strapazierfähigen Gebrauchsrasen ist ein Duftrasen von Bodendecker-Thymianen allerdings nicht zu vergleichen. Man kann die flachwachsenden Thymiane aber ohne weiteres gelegentlich betreten. Dabei verströmen die Lippenblütler ihr würziges Aroma. Einer andauernden Belastung halten die mattenbildenden Thymiane aber nicht stand. Um die Dauerbelastung zu umgehen, setzt man Bodendecker-Thymiane zwischen Trittsteine. Tipp: Pflanzen Sie das Herz der Pflanze etwas tiefer. Das schützt die Pflanze beim Betreten.

    Der blüht allerdings reichlich und lockt viele Bienen und Hummeln an. Gefahr von Stichen also, wenn man da drüberläuft.

    Und für die Angehörigen muss es ebenfalls furchtbar sein. Nicht umsonst gibt es trauernden Angehörigen etwas inneren Frieden, wenn ihnen zb von Ärzten gesagt wird, jemand wäre schnell und friedlich gegangen.

    Die besondere Grausamkeit der Tötung durch die Hunde wurde ja auch vom Richter betont und schlug sich dementsprechend in der Höhe des Schmerzensgeldes wieder.

    Beim Schmerzensgeld geht es übrigens nicht darum irgendwie den Tod aufzuwiegen, sondern das wird für die erlittenen Schmerzen der Angehörigen gezahlt, die natürlich umso höher zu bewerten sind, umso grausamer der Tod war.

    Das verstehe ich, aber von egal wieviel Geld wird das Ganze halt auch nicht ungeschehen.

    Ging mir aber nur darum, weil aufkam, für das Opfer wäre es "egal" gewesen, ob es da oder dort ums Leben kommt, per Hund direkt oder indirekt durch einen vom Hund herbeigeführten Autounfall.

    Vielleicht reden wir auch alle grad aneinander vorbei.


    Mir geht das Ganze sehr nahe und ich verstehe jeden, der bei Sichtung von Hunden nicht mehr mit "Oh wie süß!!" reagiert.

    Umso mehr empfinde ich es als große Verantwortung, mit Pferden oder Hunden in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein (wie es bei der Teilnahme im Straßenverkehr btw auch ist, das scheint ja manchem Autofahrer zeitweise ebenfalls zu entfallen, dass man buchstäblich das Leben anderer Menschen in der Hand hält).

    Im Grunde müsste man einen Tod sterben:


    Entweder man erkennt an, dass es Hunderassen gibt, die für unser Leben als Gesellschaft heute nicht mehr geeignet sind, mit allen Folgen, die sich aus dieser Erkenntnis ergeben.

    Oder man sagt, jeder Hund kann gefährlich werden, deshalb gibt es Versicherungen und eine Sicherungspflicht und der Versuch, durch Steuern zu regulieren, wie es bisher schon geschieht.

    Oder beides, wie es in einigen Bundesländern praktiziert wird.


    Wie man sonst noch Selbstüberschätzung, Egoismus etc aus den Hirnen von manchen Haltern herausnehmen könnte und stattdessen Respekt, Verantwortungsbewusstsein und auch Erkennen der eigenen Grenzen einpflanzen könnte - keine Ahnung.

    Bin inzwischen echt hoffnungslos geworden und es fällt mir schwer, weiter an "das Gute in der Menschheit" zu glauben, wenn ich von solchen Vorfällen lese.

    Aus moralischer Sicht macht das sicherlich einen Unterschied. Aber für die verstorbene Person ist es völlig egal.

    Ich bezweifle, dass sich die letzten Sekunden eines Autofahrers, der wegen eines vor sein Auto laufenden Hundes tödlich verunglückt, und der Joggerin, die aufgrund massiver Verletzungen in Gesicht, Kopf und Hals stirbt, sehr ähneln.

    Ich habe bei der Joggerin wesentlich schlimmere Bilder und Töne beim Versuch einer Vorstellung im Kopf.

    Ich glaube also nicht, dass es "egal" ist, nur weil beide am Ende tot sind.


    Und für die Angehörigen muss es ebenfalls furchtbar sein. Nicht umsonst gibt es trauernden Angehörigen etwas inneren Frieden, wenn ihnen zb von Ärzten gesagt wird, jemand wäre schnell und friedlich gegangen.

    Der Unterschied zum Autounfall ist für mich, dass diese 3 Hunde, obwohl angeleint geführt und 2 davon mit Maulkorb, zielgerichtet auf einen Menschen losgegangen sind, um diesen zu töten, und da wurde auch nicht abgelassen, egal, was die Halterin probiert hat. Blutrausch. So stellt sich mir das da.

    Rennt ein Hund dem Reh nach, ist der Tötungswille evtl dem Reh gegenüber gegeben, oft steht da aber auch die Lust auf Hetzen und nicht unbedingt der Wille, das Reh auch wirklich final zu töten.

    Der Autofahrer, der zu Schaden kommt, ist, so traurig solche Fälle sind, ein unbeabsichtigter Kollateralschaden, da er nicht das Ziel der Attacke war.

    Für mich ist es im Gesamtbild ein Unterschied, ob jemand gezielt oder versehentlich in der Folge zu Schaden kommt.


    Von der Haftung her ist es beide Male ein Fall von "Tiergefahr verwirklicht".

    Hier wird vom Terrier auch oft selbstvergessen durch den Garten gefetzt, bevor wir rausgehen.

    Ich nehm dann in Ruhe Leine und Geschirr und warte. Will er raus, muss er sich anziehen lassen. Und einmal angezogen, wird nicht mehr herumgehampelt oder gezogen.

    Das ist wie mit dem Bälle werfen oder Spieli verstecken. Wenn der Hund möchte, dass ich werfe oder den Ball verstecke, muss er ihn vorher bei mir abgeben. Rennt er damit davon, warte ich kurz und geh dann rein, wenn er nicht abgibt. Dann gibt es kein Spiel.

    Hat nicht lang gedauert, bis der Hund merkt, dass es ihm was bringt, wenn er sich zusammennimmt und herkommt.


    Je nach Hund können solche selbsterarbeiteten Rituale ganz gut sitzen.