Beiträge von DerFrechdax

    Inzwischen habe ich mehrere "Goldies" kennengelernt, die komischerweise ziemlich groß, eher weiß von der Farbe her und mit deutlichem Kragen ausgestattet waren.

    In diese Richtung:

    https://www.pastore-maremmano.it/de/die-rasse/c…r-und-verhalten

    Die Besitzer waren felsenfest der Meinung, einen etwas größeren Goldie zu haben.

    Ich kann mir daher gut vorstellen, dass bei Nicht-VDH- Würfen was anderes mit drin ist, das charakterlich durchschlägt.


    Was auch schwer wiegen dürfte: Es gibt immer noch viele eher unerfahren geführte Coronahunde. 'Unser' Nachbargoldie ist so ein Hund. Die Hundeschulen hatten alle zu, also hat man sich allein durchgewurschtelt. Einige Baustellen sind so zwangsläufig übrig geblieben.

    Auch unser Hund, ebenfalls ein Coronahund, größtenteils im Lockdown und ohne Besuch aufgewachsen, hat lernen müssen, Gäste und Handwerker als gegeben anzunehmen. Ich kann mir vorstellen, dass das manchem Hund noch nachhängt.

    Ich würde mich auch eine Zeit von einem versierten Trainer begleiten lassen. Euer Hund ist noch jung und es werden jetzt wichtige Weichen für später gestellt.


    Wobei ich sagen muss, die Terrier, die ich kennengelernt habe, sind sehr maulaffin (mein eigener auch). Die zergeln unheimlich gern, schleppen Sachen rum, schütteln die tot, schnappen spielerisch nach den Händen oder dem Ärmel, wenn gerangelt wird, neigen ein bisschen zum Fersenzwicken bzw in der Hose hängen.

    Da wäre es gut, dem Hund ein Schlusssignal beizubringen, ihm zu spiegeln, wenn es zu doll wird, und schnappen, auch im Spaß, auf Zergel etc umzulenken und die Hände eher außen vor zu lassen, so dass der Hund lernt, in mich oder die Tochter wird nicht geschnappt.


    Ich vermute allerdings eine Zurechtweisung der Tochter durch den Hund in der Situation, wo du das Schnappen beschreibst. Deshalb würde ich auf Interaktionen der beiden ein strenges Auge haben und kuscheln etc auf der Couch erstmal vermeiden, sogar mal ne Zeit Couchverbot geben für den Hund.

    Da es beim Sitzen auf der Couch erfolgt ist, könnte die Ressource "warme bequeme Couch" verteidigt worden sein. Oder er möchte von deiner Tochter nicht hochgehoben werden.


    Die grundlegende Problematik müsste jemand vor Ort ergründen. Wichtig scheint mir noch zu erwähnen, dass man Jack Russell Terrier nicht mit Berner Sennenhund vergleichen kann. Zumindest meiner ist wesentlich kerniger, direkter und verfügte besonders als potenter Junghund über mehr Größenwahn, als die gesamte Hundepopulation unseres Ortes zusammen xD .

    Mit enger Führung in dem Bereich, wo das Problem liegt, kriegt man das dann schon hin, wenn man konsequent dran bleibt. Die haben halt immer mal Ideen, die Kleinen :fear: nicht überbewerten, aber unbedingt dranbleiben, will ich damit sagen. Um die Ohren fliegen soll euch der Jacky ja dann nicht, was er ungeführt und unreglementiert vermutlich aber würde.

    Aber dazu sucht ihr euch ja Hilfe.


    Wart ihr denn mit ihm in Welpen- oder Junghundestunden?

    Ich würde erst am Verhalten vom vorhandenen Hund arbeiten, bevor ich mir einen zweiten Hund ins Haus hole.

    Dass der Dobermann und eurer gut gespielt haben, mag nett aussehen, aber stellt euch mal zwei "Wachhunde" vor, die ihr führen müsst, wenn Besuch kommen will. Das wird dann richtig lustig.

    Ne, ne. Schön erstmal die Baustellen vom ersten abarbeiten. :nicken:

    ich fühle mich wie das 5. Rad am Wagen.

    bin mittlerweile mit meinen Nerven und dem Latein am Ende. Ich fühle mich schlecht und als Versagerin

    Mein Ansatz wäre, zu überlegen, wie ein Tierchen von 2 Kilo es schafft, mich in meinem Selbstwert so zu treffen, dass ich mich insgesamt so dermaßen abgewertet fühle.

    Tiere sind manchmal so wie sie sind, es gibt welche, die stehen mehr auf Männer, andere auf Frauen oder Kinder... ihr Verhalten sagt erstmal gar nichts über meinen Wert als Individuum und Mensch aus.

    Das zu verinnerlichen und das Verhalten des Hundes nicht persönlich zu nehmen kann schon das Sprungbrett sein, etwas zu ändern.

    Ich würde aufhören, mich beim Hund anzubiedern. Der kommt schon von selber, wenn er das möchte. Ansonsten ist es halt, wie es ist. Man kann da nichts erzwingen.

    Würde mich tatsächlich auch interessieren, was ohne Leine passiert. Habt ihr das mal mit einer erwachsenen Person, einem Trainer z.B. ausprobiert?

    Dann aber bitte mit gut sitzendem Maulkorb.

    Vermutlich (🔮) wird der Hund hektisch versuchen die Person zu vertreiben und hin und her rennen und vielleicht Scheinangriffe mit gehemmtem Schnappen zeigen. Die Energie dahinter kann man auch am "gebändigten" Hund spüren, weshalb die TE lobenswerterweise anleinen.


    Wie oft ich schon gehört habe "lass den doch mal los, der tut ja nix". Mein Hund musste sich aus Unsicherheit aber früher sehr aufregen, wenn Fremde im Haus waren.

    Außer, dass er dadurch in eine Kacksituation mit einem riesigen Konflikt für ihn gebracht wurde, hat er beim "Ausprobieren" nichts gelernt.

    Erst als ich kapiert hab, was los ist und begonnen habe, ihm einen Safe Space zu kreieren, ihn konsequent abzuschirmen und mit Gehorsam eine bestimmte Routine aufzubauen, hat es gefunzt. Besucher gehen ihn nichts an und gehen zuverlässig auch wieder. Total befreiend für ihn.

    Vor 2 Wochen hatten wir hier eine Feier mit 18 Leuten in unserem Wohnzimmer, die sich frei bewegt haben (außer zur Küche, da lag der Hund). Wir erhielten viele Komplimente, weil unser Hund damit völlig unauffällig und entspannt umgehen konnte und den Großteil des Abends geruht hat. Das hätte ich nie erreicht, hätte ich den Hund die Situation allein händeln lassen, weil sein einziger Impuls war immer "geht weg", was er lautstark verkündet hat.

    Dass es auch anders geht, musste ihm erst gezeigt werden, und zwar nicht mit Konfrontation, sondern mit Abstand und Führung.

    DerFrechdax Es soll helfen, Meisenknödel darin aufzuhängen. Damit lockst Du Spatzen und Meisen und mit Glück freuen die sich über die zusätzlichen Proteine.

    Meisen haben wir hier ganz viele, aber die sind nicht so fleißig, wie ich es mir wünschen würde :pleading_face:


    Das sieht tot aus, hat an manchen Stängeln rote Knospen

    Was ist das?

    Wird das noch was oder lieber weg?

    wilder Wein eher nicht, denk ich, aber auf jeden Fall etwas gut gepflegtes (wurde verjüngt). Ich würde es austreiben lassen und dann anhand der Blätter gucken. Vielleicht Blauregen?

    Ich lasse euch einen Buchtipp da, "Betreten verboten" von Inga Jung

    https://www.easy-dogs.net/betreten-verboten/

    Es hat mir in vielfacher Hinsicht die Augen geöffnet. Überlegt mal, ob euer Hund Territorialverhalten zeigt. Googelt das ruhig mal.

    Und, gut dass ihr euren Hund sichert. Bitte lasst ihn nicht einfach frei zu Kindern hin. Das kann übel schief gehen, ihr habt da schon das richtige Gefühl, denke ich.


    Territoriale Hunde wollen Besucher einfach wieder weg haben, habe ich gelernt. Mit Training lässt sich erreichen, dass Besuch bestenfalls ignoriert wird, aber happy wird ein territorialer Hund nicht sein, wenn fremde Leute im Haus herumstiefeln. Mit Training lässt sich aber erreichen, dass der Hund ruht und Besuch ihn nichts angeht.