Fühlt man sich als Retriever-Besitzer irgendwie... in eine Ecke gedrückt, in der man gar nicht sein mag. 
Emmi ein Mischling, aber könnten beide (Labrador und Golden) Retriever mit drin sein. Und ich finde beide sowohl optisch, als auch von ihrer freundlichen, grobmotorischen, teils "sturen" und teils naiv wirkenden "Ich liebe alles was lebt und will mit allen guter Freund sein." Art. Es sind meiner Meinung nach einfach tolle Hunde. 
Ich kaufe keinen Hund, weil er einem Klischee entspricht "Schaut her, glückliche Familie mit Hund und Eigenheim.", sondern weil ich die Hunde an und für sich mag.
Joa, das ist hier aber leider bei vielen so.
Wir wurden von den mindestens 6 Retriever-Besitzern im Dorf, an die ich bei meinem Beitrag gedacht habe, mehrfach irritiert angesprochen und ob unseres Terriers belächelt, weil Golden bzw. Labradore doch „ganz klar die schönsten Hunde seien“. Es wurde stets betont, dass für sie nur diese Rasse infrage käme und unser Haus und Garten doch auch groß genug dafür sei. 
Naja, in den vergangenen Jahren wurden von diesen Familien die favorisierten Goldies und Labbies dann angeschafft. Zu Anfang hat man kurz mal Hundeschule probiert, war aber auf Dauer zu mühsam und mangels Durchhaltevermögen wenig erfolgreich. Mittlerweile sind alle dick gefüttert und werden in 10-Minuten-Löserunden ausgeführt. Ansonsten zieren sie den Vorgarten und als Aufkleber das Auto.
Ich find‘s furchtbar traurig, weil Retriever in den richtigen Händen tolle Hunde sind. Durch ihre angesagte Optik und das vermeintlich auch ohne Erziehung problemlose Verhalten, werden sie von „Mein Haus, mein Auto, mein Hund“-Leuten angeschafft und fristen ein Leben als Dekostück. 
Das macht mich traurig und auch ärgerlich.