Alles anzeigenUm was geht es euch?
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- ich würde gerne die Wahrheit wissen 🤷♀️ ich bin davon überzeugt dass sie es wusste. Es gibt mittlerweile 4 Versionen wieso der Hund mit 14 Wochen noch bei ihr war:
1 Version: sie hätte noch nicht den passenden Halter gefunden (die Aussage kam von ihr beim Kauf)
2 Version: sie hat sich entscheiden keinen Rüden zu halten bei Hündinnen und gibt ihn deswegen wieder ab (die Aussage kam von ihr nach dem ich sie gefragt habe ob das stimmt das sie ihn eigentlich selbst behalten wollte) (mitlerweile weis ich sie hat bereits einen Rüden 🤷♀️)
3 Version: der Hund sei zu klein für die ausstellen deswegen gibt sie in doch ab (kam von der befreundeten Züchterin)
4. Version: (Kommt vom Zuchtwart) der Hund hatte wohl einen Käufer, dieser hat aber einen Rückzieher gemacht
Für mich gibst da einfach paar Unstimmigkeiten die im Raum stehen und ich hätte das gerne vernünftig geklärt. Dass das so seltsam eskaliert hätte ich halt auch nicht erwartet. Ich hab gedacht wir finden da schon einvernehmlich eine Lösung. Ich habe auch mehrfach darum gebeten.
Manchmal gibt es auch mehrere Wahrheiten bzw. die Situation hat sich im Laufe der Zeit entwickelt.
Käufer, die schließlich vor Übernahme des Hundes aus diversen Gründen kalte Füße bekommen und kurzfristig abspringen sind keine Seltenheit. Dass ein Züchter einen Welpen länger bei sich hat, weil die geeigneten Leute noch nicht aufgetaucht sind, kommt ebenfalls häufiger vor. Und tatsächlich kenne ich sogar nicht nur eine Züchterin, die versucht war, einen Rüden zu behalten, sich dann aber doch noch entschlossen hat, ihn abzugeben, weil man bei intakten Hunden im gleichen Haushalt eben schon u.U. viele Wochen im Jahr sehr sorgfältig trennen muss.
Wir haben 2018 einen knapp halbjährigen Rückläufer von einer VdH-Züchterin gekauft. Dieser Hund vereint Version 1., 2. und 4. aus deinem obigen Beitrag in seiner Biographie: Als neugeborener Welpe hatte er einen Käufer, der jedoch unmittelbar vor Abholung einen Rückzieher aufgrund schwerer Krankheit im engen Familienkreis machte. Ob dies der Wahrheit entsprach oder nur eine Ausrede war, wusste die Züchterin nicht.
Jedenfalls begann die Züchterin von neuem nach einem passenden Käufer für diesen Welpen zu suchen. Im Vorfeld hatte sie Interessenten absagen müssen, weil der Wurf eigentlich komplett vergeben war. Schließlich zog der kleine Kerl im Alter von zehn Wochen zu einer nett und kompetent auftretenden Familie und kam sechs Wochen später völlig vernachlässigt und halb verhungert zur Züchterin zurück.
Die Züchterin war fassungslos, hat den Hund aufgepäppelt, medizinisch betreuen lassen und resozialisiert. Kaufinteressenten hat sie in den ersten Wochen nach Rücknahme abgelehnt, weil sie den Zwerg zuerst wieder in einen guten Zustand bringen wollte. Zwischendurch stand auch einige Zeit der Gedanke im Raum, den kleinen Pechvogel zu behalten. Sie hatte zuvor auch schon einen (zu dieser Zeit bereits verstorbenen) Rüden zu ihren Hündinnen gehabt und das ging ja … irgendwie. Na ja, letztlich siegte die Vernunft und sie begann doch nach einem neuen Zuhause für das Kerlchen zu suchen.
Ob „befreundete“ Züchter damals noch andere Versionen oder Interpretationen dieser Sache verbreitet haben, weiß ich nicht. Aber ich halte es durchaus für möglich, dass wir - mit mehr Wissen um den unvermeidlichen „Flurfunk“ - auch Punkt 3 noch abgedeckt bekämen.
Und es gibt eine weitere Parallele: Unser Hund hat auch einen zuchtausschließenden Fehler, den die Züchterin und deren Haustierarzt nicht bemerkt haben. Der Zuchtwart hat bei der Wurfabnahme jedoch eine minimale, dennoch zuchtausschließende Zahnfehlstellung erkannt.
Uns gegenüber wurde dies offen kommuniziert und direkt beim ersten Telefonat ausführlich angesprochen. Der Zahnfehler ist auch im Kaufvertrag vermerkt. Das lief somit absolut korrekt und damit anders als bei euch. Allerdings hat die Züchterin trotzdem den vollen Welpenpreis verlangt. Käuferin war meine damals 19-jährige Tochter, die sich das Geld mit ihrem Studentenjob zusammengespart hatte. Ich hatte ihr im Vorfeld gesagt, dass dies nicht okay sei, sie wegen des Preises nochmal nachfragen solle und ich sie auch direkt dabei unterstützen würde.
Wir waren an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bei der Züchterin, bekamen nebenbei Einblicke in deren derzeitige gesundheitliche, soziale und finanzielle Situation und gingen am zweiten Tag mit dem zum vollen Preis bezahlten Hund nach Hause. Auf der Heimfahrt habe ich meine Tochter gefragt, warum sie jetzt doch, ohne ein Wort bzgl. des Kaufpreises, voll bezahlt habe. Ich bekam zur Antwort: „ Mama, mal ehrlich, wer hat das Geld nötiger, Frau X oder ich?“
Puh, irgendwie hab ich mich geschämt und irgendwie war ich verdammt stolz auf‘s Kind.
Aber das nur nebenbei. Bei euch scheint sich die Ausgangslage ja ein wenig anders darzustellen.