Beiträge von Zurimor

    So langsam frage ich mich ob du dich überhaupt über irgendwas vorher informiert hast. Das kann mir doch jetzt langsam niemand mehr erzählen, dass man es im Jahre 2021 zwar schafft sich aus irgendeiner Quelle einen Hund zu besorgen, aber das ein Husky Arbeit macht und Agility anstrengend ist weiss man nicht ??

    Was wirklich unterschätzt wird, wenn man es noch nie gemacht hat, ist, wie anstrengend Dogscootern ist. Auch für den Fahrer! Der Laie denkt "Steht man halt drauf, Hund zieht, kein Thema." Aber schon allein das Ausbalancieren ist enorm anstrengend. Dazu darf man zwischendrin noch mitpedalen (und dafür jedes Mal ein Stück in die Knie gehen), die Umgebung im Blick behalten, etc.

    Du hast dir einen Siberian Husky angeschafft, was erwartest du? Dir ist hoffentlich bekannt, daß viele Exemplare nur auf sicher umzäunten Gelände ableinbar sind. Mit rund 6 Monaten wird's Jagen halt langsam interessant, Jagdmotivation ist die Regel, nicht die Ausnahme. Ich würd mir einen Hüftgurt anschaffen, macht das Ziehen weniger unangenehm. Und eben anfangen zu üben, Reize auszuhalten. Rausgehen schaut hier so aus, das Madame schnüffelt, schaut, Spuren verfolgt, hat sie was entdeckt, wird sie dafür gelobt. Möglichst umlenken bevor Hund im Tunnel ist, braucht Zeit und Übung. Ein "Ende der Leine" hat sich hier bewährt. Mäuseln ist ausdrücklich erlaubt, so kann Hund zumindest einen Teil seines Jagdverhaltens ausleben, wird auch kommentiert, wenn was gefangen wurde. Geht gemeinsam "Jagen". Ich finde das Jagdverhalten eines Hundes sehr spannend zu beobachten, ich würde aber nie einen überall ableinbaren Hund erwarten.

    Obedience oder Agility würd ich mit einem Husky nicht machen, Obedience nicht weil eigenständig, Agility wegen Gewicht und Knochen und Gelenke. Mag sein, daß Obedience im Einzelfall was ist, aber auch nur im Trainingsumfeld, im Alltag sollte man nicht erwarten, daß das immer funktioniert.

    Mal probiertt mit nem ejer dünnen halsband, nicht ziehen, sondern halsband hinter den ohren positionieren und mit der hand oder der leine “steuern“. Oder gleich mit grober gliederkette (als zusätzliches halsband). Dann kannst du ihn kontrollieren und manövrieren.

    Nicht dran reissen, sondern nur zum effektiven Richtung geben oder halten.

    Da kannst den Hund auch gleich mit den Händen würgen. Ein Halsband gehört nicht hinter die Ohren, Punkt. Solche "Tips" stoßen mir persönlich sauer auf.

    @pinkelpinscher

    Der Hund hier hat aber bereits verletzt. Der hat nicht nur Potential. Wie schwer soll es denn werden, damit offizielle Schritte angemessen sind? Nur als Vergleich: Wenn mein 26kg-Aussie in Rage tackert, dann habe ich maximal einen blauen Fleck. Wenn ein Kleinhund bereits ein Loch verursacht, dann hat der nicht nur geschnappt, nicht nur getackert, der hat gebissen! Und das kann saugefährlich werden, wenn die Wunde sich entzündet oder der Biss im Gesicht ist.

    Da ist deine Einschätzung falsch, der hat nicht getackert, nur sehr dosiert geschnappt. Sonst hättest du nicht nur einen blauen Fleck.

    Auf jeden Fall "Die Dominanztheorie bei Hunden" von O'Heare, ist zwar recht wissenschaftlich und trocken, aber nach Lektüre kann man viele Ratschläge und Tips direkt aussortieren. Alternativ dazu soll auch "Dominanz - Tatsache oder fixe Idee" von Eaton oder "Das Alpha Syndrom" von Hallgreen gut sein, die kenne ich aber nicht.

    Ebenfalls sehr gut ist "Hundeverstand" von Bradshaw. Auch recht wissenschaftlich, aber ich finde Hintergrundwissen wichtiger als unbegründete "wie bringe ich dem Hund xy bei? "-Anleitungen, da gibt's nämlich auch jede Menge Müll (z. B. mal in einem Werk gelesen um Hund vom Jagen abzuhalten Stock um den Hals binden, dann kann er nicht rennen).

    Außerdem "Die Weisheit der Wölfe" von Radinger. Ja, ich weiß, Wölfe, trotzdem recht erhellend. Und nimmt jedweder "Aber Wölfe/Hunde untereinander machen doch auch..."-Diskussion den Wind aus den Segeln.

    Nein, kein Kontakt an der Leine ist nicht absolut sinnvoll. Ob der Hund ausweichen kann oder nicht, hängt doch von der Länge der Leine ab, wir sind in der Regel mit 5m-Leine unterwegs. Ich seh gar keinen Sinn, eine kürzere Leine zu nehmen, brauch ich die kürzer, kann ich einfach kürzer greifen. Hättest du einen Hund, der nicht oder nur bedingt ableinbar ist, würdest du den Sinn oder Unsinn von kein Kontakt an der Leine sicher anders sehen. Inwiefern geht das Hundehalter was an, wenn deren Hunde freundlich Kontakt zueinander aufnehmen wollen? Seh ich nicht so, werd ich auch nicht. Ich muß auch den anderen Hundehalter nicht mögen, damit mein Hund mit dessen Hund interagieren darf.