Beiträge von wow...

    Wenn überhaupt (selbst das ist fraglich) senkt die Kastration das Mammatumorrisiko (das bei durchschnittlich bei 2% liegt, davon sind ca. 50% gutartig) nur vor der ersten Läufigkeit- bei gleichzeitiger Steigerung der Risiken für andere häufigere und schwerer therapierbarer Krebserkrankungen.
    Einzig für den Operateur lohnt der Eingriff ohne medizinische Indikation.

    Neben der Stereotypie mag ich noch die Zwangshandlung einwerfen, die davon abzugrenzen ist - exzessives Lecken fällt häufig darunter.
    Der Unterschied liegt darin, dass eine Zwangshandlung eine "erlösungbringende Endhandlung" ansteuert , während bei der Stereotypie die Dauerwiederholung das Wohlgefühl bringt.
    Ein Mops ürde charakterlich eher zur Zwangshandlung passen. Irgendwann hat Lecken mal geholfen und Wohlgefühl verschafft- der Schmerz oder das Jucken liess nach. Diesen Zustand würde siedurch das Lecken wiederherstellen wollen, zwanghaft, aber das erleichternde Moment bleibt leider aus.
    Mittlerweile kann die Haut dadurch gereizt sein, Hund leckt deshalb weiter. :( :
    Psychische Hintergründe können das triggern- was einmal Wohlgefühl verschafft hat- hilft vielleicht auch gegen etwas Anderes... :fear:

    Also- guckt euch mal nach weiteren Stressfaktoren um- kann nicht schaden. Organentnahme ist auch deshalb nicht ratsam, weil eine weitere Störung im Hormonregelkreis sich auch negativ auf die hormonellen Prozesse im Gehirn auswirkt.

    Ich hab ja eher nicht die Möglichkeit meinen Hund schützend auf die Arme zu nehmen, (verstehe den Reflex aber völlig) bisher hat es immer geklappt den anderen Hund zu fixieren. Dazu brauche ich zwei Hände.
    Allerdings habe ich auch das Glück, dass mein Hund bei mir bleibt und mich mit diesem Angreifer nicht alleine läßt. Das ist glaube ich zwingende Notwendigkeit für das nicht auf den Arm Nehmen. Sobald sich die Hunde entfernen, kann man gar nicht mehr einwirken, für einen Hund der flüchtet keine Option. :verzweifelt:
    Hier ist die Methode Halsband zudrehen, seitlich im Kieferwinkel sperren und wegziehen, beim überraschten Hund geht das sogar alleine, bei einem im Beschädigungsvolleifer braucht man mehrere Personen.

    Bei einem wuscheligen Chihuahua halte ich Artgenossenunverträglichkeit noch nicht einmal für die naheliegendste Motivation.
    Klar lässt man einen Hund, der so leicht ins Beutefangverhalten kippt nicht ohne Leine herumlaufen. Warum auch immer er das tat.
    Ob das Verntwortungslosigkeit oder Verkettung unglücklicher Umstände waren, die dazu geführt haben- weiss man nicht, der Halter kam zu spät.
    Weiss jemand eigentlich, ob das ein Rüde oder eine Hündin war?
    Vielleicht ist der Dobermann extrem artgenossenunverträglich und richtet das auch gegen weitaus kleinere (persönlich kenne ich da keinen Dobi, die wenigen unverträglichen davon arbeiten sich nur an gleichgeschlechtlichen größeren ab) oder er ist ins Beutefangverhalten gekippt, was ich ohne nähere Informationen eher vermuten würde, nicht zuletzt, weil ich einen solchen kenne- der wird auch entsprechend geführt.

    Bezeichnend.
    Die Frau sagt "Kein Hund kommt böse und aggressiv auf die Welt" und daraus wird in der Überschrift "Kein Dobermann ist automatisch böse".
    NAJA. "In der Hundeschule lernt der Hund sich zu sozialisieren" NUN... :fear:

    Ich habe grosses Mitleid mit der Frau und den Kleinhunden, aber was Fremdschämen irgendjemand bringen soll ausser eine Gross/Klein Kluft zu bedienen weiss ich auch nicht.
    Ich kümmere mich darum, dass mein Hund mit anderen Hunden klarkommt und erwarte, dass das einfach jeder so macht bzw. wenn das nicht möglich ist ,dass man verhindert, dass ein anderer gefährdet wird.
    Das hat hier offensichtlich nicht geklappt.
    Es ist noch nicht einmal klar , ob der Dobermann "böse" auf den Kleinhund war oder im Jagdrausch, kann auch keiner von denen beantworten.
    Es hätte nicht passieren dürfen. Die Gründe, warum es doch dazu kam weiss man nicht, aber ganz viele melden sich zu Wort mit den üblichen Sätzen.
    Die stimmen ja auch. Aber gute Berichterstattung ist etwas Anderes.

    begrüßt Tony ihn freudig schwanzwedelnd

    Das freudig würde ich in Abrede stellen, wenn er so drastisch bei dir reagiert. Wahrscheinlicher ist, dass er rassetypisch (bzw. aufgrund des Alters/wegen Unsicherheit) beschwichtigend mit aufgeregtem Fiddlen reagiert (das Wedeln und Hampeln darf man nicht mit Freude verwechseln) und nicht wie ein Wachhund mit aggressiver Kommunikation.

    Was ich ein bisschen krass finde ist, dass das Verletzungspotential eines Kleinhundes scheinbar doch unterschätzt wird. Auch der kann lebensgefährliche Verletzungen zufügen, da reicht eine zerbissene Arterie, und an die kommt man an den Beinen besonders wenn der Hund kurze Haare ohne Unterwolle hat auch schnell ran.
    Sicher, da müssen einige Faktoren zusammenkommen, aber es gibt keinen Grund das herunterzuspielen, man kalkuliert da einfach nicht am Risiko herum. Dann kommen auf einmal doch alle Faktoren zusammen und dann?
    Kleinhund(angst-)aggression gehört genauso abtrainiert wie Artgenossenaggression oder fehlgeleitetes Beutefangverhalten und bis das geschafft ist, gehört der Hund ordentlich gemanaged.
    Womit ich auch wieder bei der Feststellung angelangt bin, die regelmässig immer wieder kommt. ;)

    Meine Dackelhündin ist rassebedingt sehr wachsam. Ich lasse sie grundsätzlich nicht alleine in den Garten und wenn sie etwas meldet, dann sage ich zu ihr immer "ist schon gut, ist bloß ein Mann" (es ist schnurz was man sagt, Hauptsache, man spricht mit ruhiger Gelassenheit). Dadurch weiß sie, dass ich auch bemerkt habe, dass da irgendwas los ist und sie sich nicht weiter darum kümmern muss und dadurch wufft sie nur noch kurz, schaut dann zu mir, ich sag dann "alles gut" und sie widmet sich wieder anderen Dingen obwohl das zu Meldende immer noch da ist.

    Wir machen das ja auch so, dass der Hund fürs Melden bestätigt wird, weil ihm am wichtigsten dabei ist, dass er weiss, dass wir es gemerkt und erkannt haben.
    Allerdings muss ich richtig benennen- dass es egal ist, was man sagt, kann ich so gar nicht bestätigen. Wenn ich z.B. da Auto des Nachbars höre und sage " Alles gut, das ist der Nachbar", aber dieser sein Auto an jemand anderen verliehen hat, bellt Hund weiter, bis ich die fremde Person benenne.

    Völlig bedauerlicher Vorfall.
    Ob das fehlgeleitetes Beutefangverhalten war oder die einen Konflikt am Laufen hatten- aus der Beschreibung geht das nicht hervor- wieder mal nur reisserische Presse.
    Es gibt doch beides.
    Von Kleinhunden traumatisierte Grosshunde und von Grosshunden traumatisierte Kleinhunde, aber das muss doch zum Glück nicht zwangsläufig so laufen, bei uns in der Gegend ist das wirklich entspannt, tendenziell ein paar mehr kläffende Kleinhunde aber insgesamt alles keine Frage von Größe.

    Das kann ich allerdings nicht unkommentiert lassen:

    Und dann gerade auch die Rasse.
    Ich habe bisher bei genau einem Dobermann zu Besuch erlebt, wie der mental komplett ausgestiegen ist, als er durch die Scheibe der Terassentür unsere Katze draußen sitzen gesehen hat. Der sprang in höchster Erregung auf mein Sofa und wir mussten schnell die Rollos runterlassen, der wäre sonst in die Scheiben gesprungen. Sowas hab ich noch nie erlebt, und ich werde den Blick dieses Hundes nie vergessen. Der wollte töten.

    Der Dobermann wurde wegen seiner Raubwildschärfe in der Vergangenheit zur Raubwildjagd eingesetzt. Es kann also sein, dass er wie jeder (Jagd-) Hund mit Raubwildschärfe töten wollte. Kenne ich welche. Genausogut kann es aber auch sein, dass er mit aller Vehemenz vertreiben wollte, weil er wegen schlechter Erfahrungen Katzen unter "Gefahr" einordnet. Kenne ich welche.
    Allein von der Erregtheit läßt sich nicht schlussfolgern, ob er der Katze etwas angetan hätte, hocherregt sehen die nämlich in beiden Fällen aus.
    Wenn er geknurrt und gebellt hat ist die 2. Motivation wahrscheinlicher.

    Verzeih mir, dass es mir nicht möglich ist durch Büsche und dichten Waldbewuchs zu schauen und verzeih mir auch, dass ich keine Augen habe die ums Eck schauen können. "Gefahren" sind bei uns im Sinne von fremde Menschen, rennende Kinder etc. und da jeder das Recht hat im Wald laufen zu gehen ist es mir leider nicht möglich diese zu sehen wenn sie uns an einer Gabelung kreuzen und mein Hund vorne weg marschiert.

    Un du glaubst wirklich, dass dem Hund das egal ist, wenn die HINTER euch rennen, fremd sind etc.? Die merkst du ja noch weniger UND du hast dann deinen Hund nicht im Auge. Ganz schlechte Idee.

    Ich wüsste nach wie vor kein Beispiel was da kommen könnte um das er sich kümmern soll oder was sein Job sein soll? Welchen Job genau soll er übernehmen wenn uns Menschen, Jogger, Fahrradfahrer oder Hunde entgegen kommen.

    Der Hund hat wesentlich bessere Sinne als du. Sogar visuell ist er überlegen, wenn es um sich bewegende Objekte geht, gerade bei schlechter Sicht. Natürlich kann er da einen Job haben. Er soll dir anzeigen. Macht mein Hund immer. "Da kommt ein Fahrrad, da ist jemand im Gebüsch" usw.
    Sachen die du nicht hörst, nicht riechst und im Dunkeln nicht siehst also.
    Auf die Weise könnt ihr den "Ich sorge für Sicherheit-Job" gemeinsam machen . Er zeigt dir an, du kommst mit einer Umgangsstrategie.
    Das Anzeigen stärkt das Miteinander und Hund fühlt sich verstanden und auch sicherer, wenn du dann mit ihm einen Bogen läufst, abwartest, bis die Leute weit weg genug sind usw. Dabei kannst du sie auch schönfüttern.
    Einerseits bestätigst du damit sein Anzeigen, andererseits schwächst du den negativen Reiz, der von diesen Personen und Sachen ausgeht ab.Vorteil des frühen Anzeigens ist auch, dass ihr noch weit genug entfernt seid, so dass der Hund noch Futter akzeptiert- ist man zu nah, ist er zu aufgeregt dafür.


    Es ist gut, dass du auch einige Kritik an dem HTS Prinzip hast und du nur Teile davon übernehmen willst. Das Prinzip beruht aber immer noch auf dem "Du darfst nichts"und wenn du nur selektiv damit arbeitest, dann zeigt dieses Grundprinzip sehr wahrscheinlich nicht die von dir gewünschte Wirkung (worüber du echt froh sein kannst) aber dann kannst du dir das auch eigentlich gleich sparen.
    Anzeigen Lassen, ins Fuss Nehmen, gemeinsam Nachgucken ist wesentlich nachhaltiger.