Beiträge von wow...

    Wenn ich diese Dinge tue, gebe ich dem Hund in seiner Unsicherheit recht.

    Wer sich diesen Mist auch immer hat einfallen lassen- geh' da nicht mehr hin. :dagegen:
    -du bist kein Leittier und rein vorsorglich: es gibt keine Rudelführer. Noch nicht einmal bei freilebenden Wölfen gibt es die.
    Du hast da einen netten Sozialverband und dessen wichtigste Grundlage ist Vertrauen und Rücksichtnahme.

    Such dir einen Trainer, der euch Zeigen&Benennen beibringt.
    Halte Abstand.
    Du bringst deinem Hund mit Bogenlaufen was Neues bei, nämlich Ausweichen.
    Kennt der gar nicht.
    Weiss der gar nicht, dass das ne super Methode ist um nicht aufs Maul zu kriegen.
    Dabei kriegt der dann noch dazu Belohnung.
    Ihr lernt beim Zeigen&benennen, wie ihr besser kommuniziert. Er sagt dir Bescheid, du hast die Expertise wie damit umzugehen ist.
    Das geht nur mit Abstand.
    Ist er zu nah löst er aus, ist in seinem Film und kein bisschen aufnahmefähig.
    Also -Abstand ist eine zwingend notwendige Sache zum Lernen. Er darf, ja er soll sogar beobachten, aber nur mit sicherem Abstand, dann musst auch du nicht hektisch werden und kannst in Ruhe Kekse rausholen anstatt irgendwie an der Leine zu hängen.

    Ich bin leider eine sehr unsichere Person (habe aber keine Mühe, streng zu sein

    Wenn du mit streng sein dein "Tadeln" im Sinne von Runterdrücken meinst ist das eine sehr schlechte Kombination. Abgesehen davon, dass Alphawürfe keine Erziehungsmaßnahme sondern Tötungsandrohungen sind, kompensiert man damit keine eigene Unsicherheit- man wirkt dadurch alles andere als souverän.
    Souveränität zeichnet sich durch vorausschauendes Handeln, rechtzeitige deutliche Kommunikation und Ruhe aus, nicht durch "Strenge" , vor allem nicht, wenn darunter erwähnte harte Massnahmen verstanden werden. Ich hoffe deine neue Trainerin greift nicht zu solchen Massnahmen.

    Ehrlich gesagt lese ich da einen typischen artgenossenunverträglichen DSH (Mix) heraus, mit dem Erwachsenwerden tritt das zutage.
    Keinesfalls würde ich den einfach so mit anderen Hunden freilaufen lassen. Die Leinenaggression wäre dann tatsächlich Artgenossenaggression- kann sein, dass es ursprünglich primär Leinenaggression war und sie die Anlage zur Artgenossenaggression befördert hat.
    Bitte lass' deinen Hund an der Leine, solange er dieses Artgenossenproblem hat-die Leinenaggression ist erstmal sekundär.

    Ob das ein Tunnelblick war ist auch noch die Frage
    Es kann auch schlicht die Jagderfahrung gewesen sein, dass ein kleine hakenschlagende Beute schlechter für einen grossen Hund zu erwischen ist, als Beute auf dem Arm eines Menschen, wo seine Größe ja von Vorteil ist. Das Beute aus dem Arm Schnappen dürfte er ja kennen von diversen Beutespielen mit dem Halter.

    Okay, Finya sieht nicht so gut, aber trotzdem - es ist nicht nur ein Sozialisierungsding.

    Ich bezweifle nicht, dass es das gibt, aber dass nicht spätestens aus der Nähe gecheckt wird "Huch , sorry -ist ja gar kein Kaninchen"kenne ich persönlich wie gesagt nur von einem Dobi und der hatte als Welpe keinen Kontakt-erst mit zwei Jahren.
    Bei reinen Sichtjägern kommt das wohl häufiger vor.

    Dieses Erkennen und Abdrehen habe ich schon im Dunkeln bei meinem Hund erlebt auf einer Wiese, wo in der Dämmerung häufig Kaninchen huschen, in der Nacht bis dato nicht. :fear:
    Hund spurtet also los :/ ,aber noch bevor das "hierher" ausgesprochen ist, bleibt er angewurzelt stehen und läuft langsam einen Bogen. Der YorkshireTerrier war genauso unbeleuchtet wie sein Halter.

    Ich reime mir das so zusammen:
    Wiese mit Hundespuren vom Tag, überlagert von relativ frischen Kaninchenspuren
    Erfahrung, dass da Kaninchen zu erwarten sind
    Bewegungsreiz im Dunkeln
    erst aus der Nähe klares olfaktorisches Signal
    Abdrehen.

    Ich glaube nicht, dass die Augen so eine grosse Rolle spielen. :ka:
    Wenn Geruch und Laute eines Kleinhundes schon früh (also wirklich als Welpe) fest positiv verankert sind, dann schaltet das glaube ich auch im Flash noch wesentlich eher, als wenn diese Erfahrung fehlt.

    Und ich kenne sie auch so, dass sie kleine Hunde gerne als Beute ansehen (nicht alle, aber kommt vor, nicht einmal sohoo selten)

    Das ist aber wirklich hauptsächlich Sozialisationssache- da kann man definitiv entgegenwirken- umso wichtiger ist früher Kontakt Kleinhund/Grosshund. Von einem bestimmten Klientel wird aber genau der vernachlässigt.