Beiträge von wow...

    Denn es gab auch schon Kommentare, wo man, liest man nur diese, den Eindruck bekommt, mein Hund sei ein bösartiges Monster, der alles zerfleischt, was in seine Nähe kommt und schon mehrere Nachbarshaustiere zu Mittag hatte.
    Tyson hat noch NIE in irgendeiner Form Aggression gegen Menschen gezeigt.
    Wie mit Hunden aussieht, wisst ihr ja, aber er hat noch NIE einen anderen verletzt!!!

    Ob der Hund gegen Menschen Aggression gezeigt hat oder nicht macht ihn nicht zum "lieberen" Hund.
    Was einen Hund gefährlich macht ist weniger der Auslöser als vielmehr seine Reaktion. Also ob der Hund noch überlegt und warnt oder ob er gleich ausrastet und die Selbstkontrolle versagt. Ein Hund, der beispielsweise einen ihn anschreienden Menschen mit Knurren warnt- also Aggression zeigt- ist definitiv als ungefährlicher einzuschätzen, als ein Hund, der ohne jegliche Kriterien auf andere Hunde losgeht.

    Dein Hund unterscheidet nicht mehr welches Verhalten bedrohlich ist und welches nicht oder hat es nie gelernt- das macht ihn gefährlicher. Beim Kleinhund reicht schon ein Draufspringen um ihn lebensgefährlich zu verletzen, er muss gar nicht beissen- von den psychischen Verletzungen ganz abgesehen. :( :

    Diese Entgegenstellungen irritieren mich daher auch etwas, das relativiert nichts, Aggression hat individuelle Gründe, ein Auslöser ist nicht schlechter als der Andere- kein Mensch und Tier darf durch einen Hund veletzt werden, darauf kommt es an.

    Und die Sache mit dem reinbretternden Hund und dann nur de Schuldfrage aufzuwerfen finde ich auch nicht gut. Wenn es schief läuft ist meine Einstellung, dass ich so gut es geht Schadensbegrenzung betreibe, dass es einfach keine Verletzungen gibt, egal wer "Schuld" ist, es soll niemand deshalb leiden müssen.

    Scheinträchtigkeit kann so lange dauern wie eine Tragzeit, also ca. 2 Monate.
    Da ist die Hündin einfach schlapper und manchen ist übel etc wegen der Schwangerschaftshormone.
    Danach kann sich noch die Scheinmutterschaft anschliessen unter Prolaktineinfluss, gesteigertes Schutzverhalten (reaktiver, aggessiver), Scheinwelpen, Nestbauen, bis zum ;Milcheinschuss etc. fallen in diese Phase,die auch ein paar Wochen dauern kann.
    Ablenken und viel draussen Unternehmen hilft, bei der nächsten Läufigkeit weniger Füttern auch :smile: .

    Ich glaube , dass die Unsicherheit in keiner Weise bestätigt wird, wenn der Hund guckt, während man einen Bogen läuft- egal an welcher Seite er ist. Man kann beim Gegnkonditionieren eines negativen Reizes ja auch genau ins Fehlverhalten rein Kekse schmeissen, ohne dass man es bestätigt. Er muss auch nicht ansprechbar (im Sinne von Kommando ausführen) und den Halter angucken. Wichtig ist ein ausreichender Abstand, der garantiert , das der Hund noch nicht im völligen Ausnahmezustand ist.
    Irgendwann wird der Reiz desensibilisert und der Hund nimmt mehr wahr, was man da eigentlich macht. Nämlcih die ganze Zeit keine negativen Erfahrungen machen.
    Das geht stückweise.
    Vielleicht waren die Hunde , die du sahst noch im Training, vielleicht wurde auch gar nicht trainiert. Besser ist es weit genug Abstand einzuhalten, dass der Hund noch Kekse nimmt.
    Aber auch dann soll gar nicht den Halter angucken. Er DARF den Hund angucken und dabei Kekse mampfen. Das SOLL die negativen Gefühle bei Reizsichtung abschwächen.


    Was ich damit sagen will- man kann mit einem Bogen nichts verkehrt machen, bei einem Hund, der Artgenossen nicht mag. Man macht es ihm leichter, wenn man splittet, also der Hund nicht auf der zugewandten Seite läuft. Aber er darf ruhig gucken. Ausweichen heisst nur Bogen laufen. Mit Keksen und genug Abstand geht das schneller und besser.

    Noch ganz wichtig, kann man gar nicht oft genug schreiben: Das dauert. Erwarte bloss keine Blitzerfolge- Ruhe bewahren.
    An der Dauer kannst du erkennen, dass er dabei anfängt nachzudenken und ein Prozess stattfindet. Schnelle "Lösungen" gehen in den meisten Fällen übers Meiden und verlagern die Problematik woandershin meistens dorthin wo du sie nicht sofort siehst.
    Also dran und cool bleiben.
    Du hast deinen Hund bisher ziemlich abstumpfen lassen, er muss sich erstmal sicher fühlen , dann kann er nachdenken und dann kann er sich weiter sensibilisieren für ganz feine Signale. Aber das dauert. Nicht wieder mit was Anderem anfangen, das dauert u.U. ziemlich lange aber dann hält sich das auch lange.

    Ein Jagttieb ist ein Jadttieb. Das bedeutet nicht, dass ein Hund (oder ein anderes Tier) immer hetzen will (Hetzen ist nur eine Sequenz aus einer ganzen Kette von Jagd-Sequenzen, die eine Jagd letztlich ausmacht)

    Sehe ich ähnlich- für den Hund zählte- wenn es beutemotiviert war- das Packen mehr als das Hetzen und da war die Chance beim Hund auf dem Arm für einen grossen starken Hund deutlich größer als bei einem hakenschlagenden Kleinhund, der sofort ein Versteck aufsucht. Packen als hypertrphiertes Verhaltenselement gibt es bei einigen Rassen, da muss auch nicht das Töten im Vordergrund stehen ( Coppinger sieht darunter Heeler, Vorstehhunde, Retriever und Jagdhunde , wobei nur bei letzteren das Töten als hypertrophiertes Verhaltenselement gezeigt wird, bei den andern fehlt es).
    Da der Hund scheinbar nicht schüttelte, sondern den Biss hielt nist es gar nicht einmal unwahrscheinlich, dass es ihm ums Packen ging, was bei einem Kleinhund leider gar keine Rolle spielt.

    Leinenaggression lese ich da heraus, wenn sie sich im Freilauf mit anderen versteht. Das Ressourcenproblem ist kein Artgenossenproblem- lass' einfach die Ressourcen weg, bzw, geh da nicht hin, wo Ressourcen in Hundegruppen reingeschmissen werden. Damit wird nur Streit provoziert und die Leute, die das tun scheinen nicht besonders viel Ahnung von Hunden zu haben. :fear:

    Kinder findet sie wohl einfach unberechnbar, laut usw.. Sie ist nicht doof und kann unterscheiden. Wenn Kinder ruhig sind, angstfrei und nichts von ihr wollen hat sie vermutlich weniger Probleme, als wenn sie schreiend auf sie zurennen.
    Dass sich die Kinder in der Hundeschule schönfüttern/-werfen konnten ist doch super. Das kannst du nutzen, wenn es da ein Kind gäbe, zu dessen Familie ihr einfach oft Kontakt habt.
    Ansonsten verteilst du eben Kekse bei Kindsichtung. :gut:Dann bedeute "Kind gesehen" nicht nur Negatives - das bedeutet es bisher nämlich vor allem, weil dann der Nackenschmerz durch den Halsbandruck entsteht, unbedingt auf Geschirr wechseln!- sondern eben auch einen Keks. Besser 10, ihr lauft während der Kekse im Bogen an denen vorbei und du lobst sie kräftig währenddessen.
    Dann macht sie auf Dauer die Erfahrung, dass die auf die Weise gar nicht näherkommen.
    Wenn sie bellt, Ruhig Abbrechen, Abstand vergrößern, Loben Keks.
    Guck' dir Zeigen und Benennen an, am besten beim Trainer.
    An unübersichtlichen Stellen nimmst du den Hund kurz und neben dich, konditioniere sowas wie"Warte, wir gucken gemeinsam"

    Irgendwann führen diese Massnahmen dazu, dass sie dir Kinder anzeigt, idealerweise, weil es dafür Kekse gibt und sie weiss, dass du es gemerkt hast dafür sorgst, dass sie keinen Kontakt haben muss und die nicht mit euch interagieren. Darauf muss sie sich aber auch unbedingt verlassen dürfen.

    Ich glaube auch dass die Schwangerschaft ein Faktor ist und der Hund gerade zur Projektionsfläche wird.
    Dann ist es halt einfach nicht dein Hund sondern der deines Freundes.
    Dann gibst du ihn innerhalb der Beziehung ab- ist doch keine Sache. :smile:
    Er kümmert sich ja und hat sie sehr lieb- sie euch alle und du kannst die nächsten Jahre Entlastung brauchen.
    Dein Problem ist wahrscheinlich ein bißchen, dass du daraus ein Problem machst.
    Die Unzufriedenheit durch die Einschränkungen der Schwangerschaft und das schlechte Gefühl (Dauerkotzen), der Stress, den sie verursacht sucht sich eben ein Ventil.
    Ganz schlimm ist sowas immer, wenn man sich alles ganz toll ausgemalt hat- irgendwie toll- aber null konkret. Und dann wird was daran nicht so toll und die Realität lässt alles ganz anders aussehen.
    Dabei ist gar nichts anders, es sind nur ein paar Sachen ausgeblendet und andere projiziert worden.
    Ein echt guter Tipp ist, grundsätzlich das Schlimmste zu erwarten- Schwangerschaft, allein der Gedanke an den Zustand war grauenvoll :kotz: , aber die Realität hat das dann einfach nicht so schlimm hingekriegt, wie ich mir das vorgestellt hatte.