Beiträge von wow...

    Mit der Beisswurst die Spielfreude umlenken , bitet sich doch an. So wird er fürs mitbekommen belohnt. Wenn du ihn nur lobst (viele vergessen in der Situation meist selbst das) baut er lediglich Frust auf, was irgendwann in Leinenpöbelei umschwenken kann (und nicht selten auch tut).

    Das Schlecken der Kinderhände sehe ich als "liebe Warnung", dass er sie sich gern vom Leib halten möchte.

    An die Fragestellerin: Guck mal unter "Fiddle about" bei Hundeverhalten, dann weisst du dass du dieses Fiddlen als Freude missinterpretierst.

    Und dann kannst du noch unter " Lecken" bei den Beschwichtigungsgesten gucken, als "liebe Warnung" würde ich das nicht bezeichnen, sondern als deeskalativen Versuch, sie zu daran zu hindern übergriffig zu werden, darunter fällt bei ihm definitiv Streicheln. Lass das einfach- er mag es nicht.

    Was du noch machen kannst, ist evtl. Schmerzen abklären lassen, aber auch wenn er keine hat, ist das kein Grund zu streicheln. Es reicht , wenn er es einfach nicht mag. Das geht übrigens den meisten Hunden so, dass sie das nicht wirklich toll finden .

    Ich bin auf Anita Balser und ihre Methode durch zwei Mädels bei Instagram aufmerksam geworden. Beide arbeiten !in auf den Hund angepasster Form! damit und ich finde es wirklich verblüffend zu sehen was aus den Hunden geworden ist. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Hunde sich aufgegeben haben und jegliche Selbstständigkeit verloren haben aber sie haben gelernt auf den HH zu achten und ein Stück weit auch die Kontrolle abzugeben und nicht alles selbst kontrollieren zu müssen/wollen.

    Naja so werden eben Leute abgegriffen, der Laden muß laufen und irgendwelche Leute laufen lieber zu Gurus als zu kompetenten Leuten. Die denken sich nichts dabei, warum der Mali soviel Schnuller trägt... :/
    Ich finde es immer sehr verkehrt, wenn man anderen Mensch-Hund Teams nacheifert (erst recht, wenn das im virtuellen Rahmen passiert)- das verdeckt den Blick auf sich selbst und den eigenen Hund und genau darauf kommt es doch an.

    Jetzt weisst du ja nicht, was sie da für Hunde haben und auch nicht was sie davon wie umsetzen. Es gibt auch welche, die sind stoisch genug, dass sie das so hinnehmen, einfach weil ihnen das nicht so wichtig ist. Die bringen wenig Eigenmotivation mit, insofern empfinden sie es auch als wenig Einschränkung.
    Mit diesen Hunden könnte man auch ganz normal positiv trainieren und man könnte diese Motivationslosigkeit ddurchaus auch als defizitär betrachten.

    Wollen die aber nicht- ist ja "total praktisch so".
    Vielleicht haben die zwei Frauen solche Hunde. Das sind meiner Meinung nach, die, bei denen das "klappt". Einen solchen Golden Retriever habe ich mal kennengelernt.

    Wenn man aber einen Hund hat, den bestimmte Auslöser stark motivieren, dann klappt das so nicht- entweder weil Deckelung nicht klappt, oder weil er in erlernte Hilflosigkeit fällt. :ka:
    Insolchen Fällen ist man besser bedient, mit der Motivation als Team zu arbeiten und umzulenken.

    Ich habe mal Sachen von ihr gelesen, und auf den Fotos waren immer Border Collies drauf.

    Da kommt die nicht her. Eher von den ganz alten SV Methoden. Mittlerweile hat sie einen BC, weil auch der Mali (mit dem sie SD gemacht hat) ihre Methoden nicht ausgehalten hat- absolut berechtigte Kritik hier, die ich vollständig teile.

    Wieso verlinkt mir niemand mal einen Bericht wo steht das Gehirnzellen absterben? Ich bin ja anscheinend zu doof Informationen zu finden.

    Hab' zwar keinen Link, aber einmal gehört, dass das stark mit der Dauer zusammenhängt (ist ja auch logisch)

    Ein wenig tröstlich ist, dass mittlerweile gesichert ist, dass sogar Gehirnzellen sich zu einem gewissen Grad im Erwachsenenalter regenerieren können
    Regeneration von Gehirnzellen - Spektrum der Wissenschaft
    Was für Ratten, Menschen und Krallenaffen gilt, sollte sich auch auf Hunde übertragen lassen.

    Wie Kurkuma geschädigte Gehirnzellen erneuert – neue Studie | Stoffwechsel Gesunde Ernährung

    Das soll dabei unterstützend wirken.

    nicht aus der Ruhe bringen lässt, sich eher devot verhält und beschwichtigt - also kein Zähne fletschendes Monster.

    Passiert gar nicht so selten, dass gerade so ein B-Typ, der eher zurückhaltend wirkt, in Bedrängnis nicht warnt, sondern sich gleich nicht anders als mit Schnappen/Beissen zu helfen weiss, während der A-Typ schon rein vorsorglich mit wilder Show Distanz erzeugt hat.
    Die sind dann wegen ihrer Zurückhaltung und aus "fehlender Übung" :fear: nicht überzeugend genug im Drohen/Warnen, ganz besonders, wenn irgendjemand noch dazu irgendwann mal Knurren usw. verboten hat.

    Muss ja nicht auf ihn zutreffen- aber das gibt es wie gesagt häufiger.

    Irgendwo melden sich da leise Zweifel an der Frauchenbeschützenwollengeste angesichts der Trainingsbeschreibung... ist es wirklich ausgeschlossen, dass er sich nicht in dem Moment beschützen wollte- du hast ja geschrieben, dass er sich erschrocken hätte... :???:
    Das wäre bei einem gesundheitlich ziemlich angeschlagenen Hund eben ziemlich naheliegend.
    Und auch beim ersten Mal, war nicht Frauchen in Gefahr.

    Wenigstens Ansprechen würde ich, dass das eine Rolle bei ihm spielen kann.

    Die Motivation bestimmt die Intensität und damit den Grad der Verletzung. Die Nase bleibt dran, wenn der Hund nicht verletzen will aber kriegt einen Kratzer... deswegen wäre es mir definitiv nicht egal, ob mein Kind von einem Hund aus Spass, Warnung oder Beschädigungsabsicht verletzt würde.
    Und natürlich soll ein Hund gar nicht verletzen, aber ich glaube nicht, dass man das jedesmal dazuschreiben braucht.