Beiträge von wow...

    Jedenfalls klingt die Beschreibung nicht nach jemand, der in Panik gehandelt hat, sondern nach jemandem dem Rücksichtnahme und Skrupel fehlen.

    Wenn ich es richtig lese sagt sogar die Halterin selbst, dass ihr Mischling vom Grundstück entlaufen ist und nicht einmal eine Dritte Person.

    Ja, allerdings war es nicht ihr Grundstück , sondern das einer Freundin, weshalb sie wohl auch von dem Loch im Zaun nicht wusste.

    Das mit dem Brauchen ist so eine ambivalente Sache. Wenn ich grossen Appetit auf Grünkohl habe, kann ich tendenziell davon ausgehen, dass ich das gerade brauche, aber er schmeckt mir auch.
    Bei Rote Bete weiss ich dann sicher, dass die Eisenvorräte wieder aufgefüllt werden müssen (bevor sie wieder ausgespült werden...), die schmeckt mir nicht immer.
    Dann gibt es aber eine Menge Sachen, die ganz unphysiologisch sind und mir einfach schmecken oder so positiv konnotiert/konditioniert sind, dass man sich genau an dieses Angenehme erinnern will (z.B. Kindheitssüssigkeiten).
    Ich glaube Letzteres liegt nur an der Konditionierung und läßt sich- wenn man will- umkonditionieren, Ersteres nicht, ich differenziere da sehr.

    Mit 5 Jahren ist ein Kind zwar schon zu vielem in der Lage, aber nicht zu wirklich mündigen Entscheidungen. Darum ist es in dem Alter ja auch noch nicht mündig.
    Es tut das was ihm vorgelebt wird, denn seine Welt zu dem Zeitpunkt bestand noch zum Großteil aus seinen Eltern.

    Glaub' du must richtig lesen.
    Vorgelebt wurde in der Ganztagskita omnivore, vom Vater ovolaktovegetarisch, von mir vegan. Mit 2 war das Essen der anderen Kinder interessant, da wurde entsprechend omnivore mitgegessen, danach viel ovolaktovegetarisches. Gefragt wurde ich, warum ich das nicht esse- klar. Gefragt wurden aber auch alle anderen, warum sie das essen.
    Mit 4 hat das Kind zu lesen aus Eigeninteresse zu lesen angefangen, weil es Comics selber lesen und beim Kiosk einkaufen wollte, ich hab' ihm nur auf Nachfragen gezeigt wie's geht und das in keiner Weise forciert. Mit 5 wurde den anderen in der Kita vorgelesen- weil sich Kind super cool dabei vorkam.
    Vielleicht unterschätzt du Kinder und deren Motiviertheit und Fähigkeit zur Entscheidung. Konditioniert sind und werden wir alle. Man kann sich das bewusster machen oder auch eben nicht. Da ist übrigens schon lange her und Kind hat die Entscheidung nie verändert, obwohl von Klassenkameraden etc. immer mal doofe Kommentare kamen.

    Oh ja die Kinder.
    Der liebste Umweg um eins reinzuwürgen.
    In der Schwangerschaft und überhaupt (gottseidank hatte ich eine aufgeklärte Frauenärztin, die auf dem neuesten Stand war). Ich hab' weiter vegan gekocht, Kind konnte woanders essen, was es wollte, Vater Ovo-Laktovegetarier.
    Wofür hatte sich das Kind mit 5 entschieden und ist dabei geblieben zum Schrecken aller Kita Köche, weil es die Zutatenlisten abgefragt hat :D .
    Absolut eigene Entscheidung- es ist ein Mythos, dass Kinder unbedingt Fleisch essen wollen. Ich hätte gerne darauf verzichtet gehabt als ich Kind war- mein Umfeld hatte darauf aber keine Rücksicht genommen.
    Als mir klar wurde, was ich da auf dem Teller habe , hatte ich mich sehr unwohl dabei gefühlt. Als erstes keine Kaninchen mehr, hatte selber welche, dann keine Tierkinder usw. und jedesmal wurde ich dafür kritisiert- war ein harter Kampf und ich habe schon sehr früh angefangen selber zu kochen.

    Ganz ehrlich, wer in einer Panikreaktion zum Messer greift und dreimal zusticht, sollte a) kein Messer mit sich führen und b) keinen Hund haben.
    Ich habe immer ein Tool mit dabei und mein Hund wurde auch schon mit Tötungsabsicht angegriffen. Nie hätte ich in dem Moment zu meinem Tool gegriffen.
    Ein ganz grausamer und grauenvoller Vorfall ist das- völlig krank.

    Das ist immer etwas, was ich so gar nicht verstehen kann.
    Ich esse auch Fleisch - etwa 1 x im Monat. Das heisst den Rest der Zeit ernähre ich mich wie ein Vegetarier und je nach Gericht rein nominell auch vegan.
    Ich hab also MEHR Vielfalt, einfach schon rein rechnerisch, als Du. Über Geschmack lässt sich ja streiten.

    Hier klingt das immer weng so durch, als seien Menschen die Fleisch essen, grundsätzlich nicht an einer abwechslungsreichen, gesunden und vielfältigen Ernährung interessiert.

    Das kommt wohl daher, weil viele Alternativen gar nicht erst ins Blickfeld geraten.

    Hätte ich mich nicht intensiver damit beschäftigt, würde ich Canihua, Jackfruit, Tempeh, Mandel- und Lupinenjoghurt z.B. gar nicht kennen. Hab' ich bei Fleischkonsum also nicht gegessen.
    Fleischessen wird eben noch oft mit dem gleichgesetzt, was man bei den Eltern vorgesetzt bekam und das war tatsächlich öfter mal dasselbe, mal Kartoffeln mal Reis mal Nudeln dazu.
    Heute gibt es eben auch mal Hirse, Amaranth, Quinoa usw. was man natürlich auch alles zu Fleisch essen kann, aber das machen die meisten nicht.
    Wenn man gucken muss, wo man seine Aminosäuren überall zusammenkriegt, wechselt man eher die Menüs und experimentiert auch mal, als wenn man mit einem Happen Fleisch schon alles beisammen hat.

    Auch ein ausgebildeter Assistenzhund hat eigene Bedürfnisse- denen man gerechtwerden muss und die man sich auch bei einer Investition von 26.000 nicht "sparen kann". Das wollte ich nochmal herausstellen.
    Selbst wenn es einen Hund gibt, der das alles so nach Plan mitmacht ohne sich etwas anmerken zu lassen, würde ich echte Zweifel haben, ob es ihm dabei gut geht. Bestimmte Dinge , wie Hauptbezugsperson usw. kann man einfach nicht vorausplanen.
    Das muss nicht die Person sein, die den Hund füttert und Gassi geht (was hier sowieso nicht ginge), das kann auch die Person sein, die ganz besonders nett mit dem Hund spielt etc.- der Hund entscheidet das.

    Was mir hier eingangs einfach fehlt ist ein Plan B und C und noch viel wichtiger- der eigene Wunsch nach einem Hund und Zugeständnisse an dessen Individualität.