Off Topic:
Lhasa Apso gesehen, sofort Assoziation mit Cousin It aus der Addams Family bekommen.
Keine Ahnung, wie das nur passieren konnte 😬
Off Topic:
Lhasa Apso gesehen, sofort Assoziation mit Cousin It aus der Addams Family bekommen.
Keine Ahnung, wie das nur passieren konnte 😬
Ich weiß nicht, ob du den roten Faden schon selbst gefunden hast, aber aus deiner Erzählung sind die Bisse gar nicht so willkürlich, wie du vermutest
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Es zeigte sich rasch, dass sie sehr reaktiv ist, bei allem nach vorne geht - seinen es Joggern Radfahrer, Autos. Leinenaggression brachte sie auch mit. Ohne Leine war sie aber immer (halbwegs) verträglich mit anderen Hunden. Unsere Trainerin meint, sie hat einfach eine sehr kurze Zündschnur und kann einen Hund erst okay finden, Sekunden später aber doch scheiße.
Zu alldem kommt, dass sie manche Menschen beißt. Das war von Anfang an so. Man geht gemütlich durch den Wald, es kommt einem eine Person entgegen und sie will direkt auf die los. Das war nun relativ einfach, weil man ja sieht - sie fixiert, wird vielleicht sogar etwas steif. Man kann intervenieren.
Die andere Situation war im Haus. Wir wohnen im 8 Stock, da gehen ständig Leute aus und ein und fahren mit dem Lift. Klar.
Sie, als geborene Hausmeisterin, will immer vorne weg und checken wer da geht, wer kommt... Darf sie nicht, klar. Sie bekommt ein Sitz und Bleib bevor in den Lift ein- oder ausgestiegen wird. Im Treppenhaus wird sie eng geführt.
Man ist nur ein Mensch und darum können Fehler passieren. So hab ich mich einmal vertan - der Lift hielt nicht im EG wie ich angenommen hatte, sondern im 3. Stock wo eine Frau einsteigen wollte. Taya ist raus geschossen und hat drei Mal in den Mantel der Frau gebissen. Ich war viel zu überrascht um zu reagieren.
Ähnlich beim Postkasten - ich wollte wegen der Post schauen, da kam ein Mann um die Ecke, hinter ihm seine Frau und Taya hat mir die Leine soweit aus der Hand gezogen, dass sie die Frau beißen konnte. Die Frau rief "Au!" also wurde sie wohl schon ordentlich gezwickt. Sie ging aber zügig weiter und hat das später auch als halb so wild abgetan.
Ich war ab da natürlich noch viel vorsichtiger.
Wo es nie Probleme gab , also wirklich nie, war in Situationen wo mehrere Menschen rum stehen/gehen. Vor Supermärkten, Auf Plätzen/Straßen wo viel los ist, in den Öffis. Da sitzt/liegt sie neben einem und wenn ständig Leute wenige cm vor ihrer Schnauze vorbei gehen, stört sie das gar nicht.
Bis neulich mein Mann mit dem Hund vorm Supermarkt wartet, kurz abgelenkt ist, und der Hund nach vorne schießt und einen älteren Herrn in die Wade beißt. Es hat sich sofort ein Bluterguss gebildet, der Mann war dann auch beim Arzt, aber es gab ja keine offene Wunde, so ist weiter nichts passiert.
Das passt mir nicht wie der Mensch da geht, dass der da geht - also beiß ich mal rein.?
Ist es die kurze Zündschnur? Der Halter eines Viszla (ihr Erzfeind) hat sie mal gestreichelt, sie hat sich richtig an ihn geschmiegt, schien es zu genießen und plötzlich fuhr sie um ihn herum und zwickte ihn in den Unterschenkel Da war kein Knurren, kein Fixieren, kein nichts! Das ging blitzschnell.
Und so ist es eigentlich bei allen Situationen.
Zum Einen reagiert Taya laut deinen Erzählungen immer dann, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert:
Plötzlich Menschen am Fahrstuhl, um die Ecke, dicht an ihr vorbei.
Passt übrigens auch dazu, dass in einer Menschengruppe nichts passiert - das Setting überrascht sie nicht. Viele Menschen sind halt viele Menschen, einer mehr oder weniger ändert das Bild nicht.
Mich würde ja interessieren, ob es weitere Zusammenhänge gibt: Tageszeit, Lichtverhältnisse, Wetter…
Du merkst vielleicht, dass ich ein wenig auf ihre Sehkraft denke. KANN ein Faktor sein, muss aber nicht.
Zum anderen hast du losgelöst davon die Situation mit dem Halter des anderen Hundes und grundsätzlich Hundethematik, also schneller Wechsel von „gut“ zu „schlecht“.
Eigentlich auch recht einfach erklärbar - du hast einen Hund, der nicht sonderlich viele positive Erfahrungen in der ersten Zeit seines Lebens gemacht hat. Und genau dann hat dieser Hund gelernt, dass Menschen für ihn unberechenbar sind. Mal sind die gut (streicheln, füttern) und mal böse (Türschwelle als nachhaltig verinnerlichte Grenze).
Taya ist im Zwiespalt und reagiert je nach Länge der Zündschnur. Sie will ja grundsätzlich den Kontakt, erträgt ihn aber eben nicht lange.
Lange Rede kurzer Sinn:
Du wirst um Management nicht herum kommen, wenn du mit ihr gemeinsam lebst.
Das vermeidet Stress für euch beide, für sie, weil sie sich darauf verlassen kann, dass du sie vor solchen unangenehmen Situationen schützt und für dich, weil dein Hund nicht mehr plötzlich, für dich unbegreiflich, zubeißt.
Ich würde ganz konsequent Maulkorb drauf machen außerhalb der Wohnungstür. Kann ja auch ein bunter, hübscher sein, die sehen mittlerweile echt schick aus. Vorausschauend laufen, willkürliche Kontakte würde ich meiden, euer Hund hat keinen Nutzen davon und sie ist nicht Eigentum der Gesellschaft.
Mag sich drakonisch anhören, aber da wäre mir die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Beteiligten wichtiger
Der arme Kerl hat mit mir ein Seminar durchgestanden.
Einen Tag war es kalt (0 Grad und Schnee).
Wir haben uns beide aufgewärmt, seitdem liebt er es, unter der Decke zu schlafen.
Böse Zungen behaupten, mein Heizkissen sei jetzt unser Heizkissen
50:50 Chance, dass du Glück hast.
Alles anzeigenOk, man kann es auch übertreiben. Ihr tut so als hätte ich gerade verkündet, dass ich mir einen echten Wolf in die Wohnung holen möchte.
Ihr wisst schon dass zig Tausend Menschen einen DSH in Familien halten und die nicht alle komplett gestört sind. Der DSH ist einer der beliebtesten Hunde in Deutschland und das seit vielen vielen Jahren. Sie sind überall und ihr könnt mir nicht erzählen, dass sich alle DSH Halter:innen vorher so ausgiebig mit der Rasse beschäftigen.
Ich habe das Gefühl, dass es irgendwie auch eine Ego Sache ist. Wäre ja schlimm wenn man sich eingestehen müsste, dass der HZ DSH einfach nicht so krass ist wie man gerne hätte.
Ok, es ist kein Begleithund, das war von meiner Seite doof ausgedrückt. Aber so ein richtiger Gebrauchshund ist der HZ DSH eben auch nicht.
Ich weiß schon, dass es auch andere Rassen gibt, die theoretisch passen würden, aber mein Herz schlägt für Schäferhunde.
Ich will den HZ DSH ja gar nicht schlecht machen, ich bin ein großer Fan. Ich sehe es eben realistisch.
Und ich glaube der DSH mit ausgeprägtem Jagdtrieb ist eher die Ausnahme als die Regel. Sie sind Beutefixiert, das stimmt. Aber doch nur wenn das gefördert wird vom Halter.
Radius ist Übungssache, ok. Schleppleine dran und üben, das kriege ich hin.
Wach- und Schutztrieb sind vorhanden, das weiß ich wie gesagt. Aber trotzdem nicht vergleichbar mit dem eines LZ DSH oder z.B. eines Malis. Glaubt ihr dass tausende Familien diese Rasse hätten wenn die alles attackieren würden was nicht bei drei auf dem Baum ist?
Bellen -> abtrainieren, verstanden.
Und zum Thema Sport und falsch ausgeführt. Ich trainiere den Hund ja nicht allein und wenn ich einen gescheiten Trainer habe wird mein zukünftiger Hund bestimmt nicht drüber sein und wissen wie man zuhause ruht.
Werde ich Fehler machen? Bestimmt aber das ist ja das schöne am HZ DSH, er verzeiht eher als der LZ DSH. Man kann quasi üben, für den Ernstfall. Was nicht heißt, dass ich meinen Hund dadurch weniger lieben würde.
Das ist gar nicht mal so abwegig mit dem Wolf.
Du hast einen ca 40kg schweren Beutejäger unter deiner Obhut, der nicht weiß, dass er kein Wolf mehr ist. Das brauchst du nicht fördern, er bringt das genetisch mit. Du kannst es nur krankhaft steigern, wenn du unwissend handelst.
Der kennt die Regeln des sozialen Miteinanders in menschlicher Umgebung erst einmal nicht.
Und der ist, egal ob HZ oder LZ auch erst einmal ernsthafter unterwegs als ein typischer Begleithund oder ein ähnlich großer Hund anderer genetischer Veranlagung. Und kann dadurch mehr Schaden anrichten.
Nein, unmöglich ist das nicht zu halten und zu erziehen, auch nicht für Anfänger. ABER:
Es erfordert lückenlos korrektes Timing in der Erziehung und viel, viel Fingerspitzengefühl für Körpersprache, wenn die Erfahrung fehlt und das kann nicht jeder. Meine Mama kann das zB absolut nicht.
Ich musste das lesen lernen, hatte aber den Bonus, dass ich von Klein auf mit Pferden umgehe und daher das Timing gut abschätzen kann.
Zum Thema Trainer: es ist gerade in Berlin nicht leicht, einen guten Trainer zu finden. Einen, mit dem man zusammen arbeiten möchte, dessen Umgang mit dem Hund passt und den man sich final finanziell und zeitlich auch leisten kann.
Und je nach Charakter kannst du einem Schäferhund das Steak um die Ohren feuern, interessiert mitunter wenig. Mein erster DSH, eine HZ, war HOCHGRADIG artgenossenaggressiv. Ich hab ihn als Althund übernommen, keine Chance, da irgendwie Herr zu werden. Der hätte definitiv beschädigt, vermutlich getötet. Wusste ich - deshalb durchgängig Leine und Maulkorb. Obwohl er zuhause ein Schätzchen war und im Stall die Pferde, Schafe und sonstwas total ignoriert hat
Es gibt nicht „den“ HZ oder LZ Schäferhund.
Ansatzweise kann man zwar sagen, dass HZ oftmals etwas einfacher im Umgang ist, als LZ, Aber eine Garantie ist das nicht.
Und bei einem Schäferhund, egal ob HZ oder LZ muss man wissen, was man tut, denn wenn es schief geht, geht es verdammt schief.
An und für sich spricht nichts dagegen, wenn man sich innerhalb der eigenen Möglichkeiten nach der Farbe orientiert. Ich hab das damals gemacht - hatte zwei Würfe zur Auswahl, beide Verpaarungen charakterlich interessant, beide für mich führbar, auf der Grundlage habe ich den gewählt, der mir optisch besser gefallen hat.
Und ich denke, hier muss dein Weg beginnen - lerne den Sport kennen, sprich mit Sportlern, Haltern, Lauf einige Trainingseinheiten mit. Mach dir ein Bild verschiedener Hunde und deren Eigenheiten und schau dann, was du leisten kannst und willst.
Ich komme aus der Berliner Ecke und führe einen (echt chilligen) LZ Schäferhund. Du darfst uns gerne mal beim Training besuchen und ihn kennen lernen, ich stehe dir gerne Rede und Antwort.
Also mittlerweile ist er echt chillig.
Nach 7 Jahren Arbeit, unzähligen Stunden auf Plätzen und Matschäckern, unzähligen Euros an Schulungsgebühren und Fachliteratur, unzähligen helfenden Trainingskollegen, unzähligen Selbstzweifeln und unzähligen Ausbildungsfehlern und -umwegen.
Die ich als Anfänger niemals so erwartet oder auch nur erkannt hätte.
Hatten wir das schon?
Übrigens finde ich das überhaupt nicht witzig, das Zeug kann massiv Schaden anrichten (hier geht’s mir um die Ausdehnung, nicht darum, ob ein Mensch ernsthaft so dämlich sein kann, oder ob das Video Fake ist)
War das der Typ, der damit die ganze Kanalisation verstopft hat oder so und dann glaube eine immense Strafe zahlen musste? Ja, Menschen können so dumm sein … und das für Klicks auch ihren Tieren antun.
Das ist der Typ aus dem zweiten Video, genau.
Der hat mit dem Hund aber nichts zu tun, soweit ich weiß
Hatten wir das schon?
Übrigens finde ich das überhaupt nicht witzig, das Zeug kann massiv Schaden anrichten (hier geht’s mir um die Ausdehnung, nicht darum, ob ein Mensch ernsthaft so dämlich sein kann, oder ob das Video Fake ist)
Entschuldigung ( für den Lacher) aber Du erzählst es so liebevoll,
und autentisch, das ich lachen mußte.
Gute Besserung wünsche ich Dir ,das die Blauen Flecken schnell und möglichst schmerzlos verschwinden.
Du darfst so viel Lachen, wie du willst, nehme ich dir nicht krumm.
Hat sicher auch bezaubernd lustig ausgesehen die Aktion, also hätte ich sie als Zeugin erlebt, wäre ich vor Lachen vermutlich arg in Luftnot gekommen.
Und ganz ehrlich? Ich mag meinen Opi, mit all seinen kleinen Schrulligkeiten, mit all seinen Mordversuchen an meiner Person, mit seinem Fetisch, immer irgendwas als Schnuller in der Gusch haben zu müssen. Irgendwann ist er nicht mehr da, da soll er mich ruhig jetzt nach Herzenslust in den Wahnsinn treiben.
Blaue Flecken heilen besser als gebrochene Herzen
Tag 2 in der Rostocker Heide:
Kurzes Morgenpipi im Dunkeln. Mailo hat leider internalisiert, dass ich zuhause um 5 aufstehen muss, also um 6 gemeldet, dass Frühstück und Toilette dran wäre.
Wir tapsen im Dunkeln schlaftrunken um den örtlichen Fußballplatz, als der Opa plötzlich merkt, dass er dringend einen Ast im Maul haben muss, um ein Häufchen zu platzieren. Ja, ich hätte aufpassen müssen und ihn sofort zusammenfalten sollen, aber es war dunkel.
Opi läuft nach hinten, schnappt sich etwas, das länger als mein Arm ist und mindestens genauso breit und ballert in vollstem Schweinsgalopp zurück zu mir.
Und da er nicht mehr so gut sieht, im Dunkeln schonmal gar nicht, kracht dieser verdammte Ast gegen mein Knie. Ich quieke, lasse die Flexi fallen halte mein Knie (wissend, dass das blau werden wird), da dreht Opi um, um zu helfen und bohrt die Spitze dieses Mordwerkzeugs ins andere Knie. Nicht tief, aber genug, um durch die Hose die Haut aufzuratschen.
Opi hat jetzt Maulkorb an beim Gassi, genau wie zuhause 😤
Und zwar nicht, weil er beißen könnte
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