Beiträge von Munchkin1

    Mailo hat das Konzept des Wachsens noch nicht ganz verstanden.
    Er kann problemlos akzeptieren, dass jemand an uns vorbei geht, läuft, rennt, fährt.

    Wird er angelockt, dann mutiert er augenblicklich wieder zum Welpen und wirft sich zum Kuscheln bereit. Ist ja nicht so, als wäre dieser Hund ein geliebtes Familienmitglied, dass täglich von mindestens 8 Menschen beschmust wird.

    Er möchte jedoch die innere Gewissheit haben, dass er jederzeit gehen kann, sonst sieht er Festhalten von Fremden zB als Spielaufforderung und dann kann das Kuscheln kippen, er fängt dann manchmal an, recht rabiat zum Toben aufzufordern.


    Generell halte ich es so, dass ich Kontakt nur nach Erlaubnis zulasse, damit keine Erwartungshaltung entsteht und damit ich die 45kg geballte Liebe in korrekte Bahnen lenken kann.
    Denn für einen Laien kann das „Kippen“ unvorhersehbar und unberechenbar wirken, und ich lebe da mit dieser Art Hund lieber safe than sorry

    Hier draußen auch keine Änderung - immer noch viel freilaufend und niemand von den Trachtenvereinen in Sichtweite.


    Aber wir sind auch gut ab vom Schuss, in der Stadt mag das nochmal anders sein, bei mir hinterm Haus ist quasi Brandenburg. Ok, nächste Querstraße erst, aber immerhin

    Dieser Hund ist echt die Oberbackpflaume heute.


    Heute Nacht: Springt in mein Bett und schafft es IRGENDWIE, IMMER nur auf der Fernbedienung zu meiner Deckenlampe zu landen, die ich dann unter seinem exorbitant voluminösen Hinterteil suchen darf, denn statt zur Seite zu rücken, wenn da was unter ihm grabbelt, dreht er sich noch genüsslich auf den Rücken, könnte ja den Bauch gleich mit kraulen wollen. Und das bitte 3 Mal. Wobei die Fernbedienung jedes Mal wo anders lag.


    Heute morgen: Steht vor dem Wassernapf, schaut völlig geistesabwesend hinein, fängt dann an, den Napf mit einem gezielten Pfotenhieb quer durch meine Diele zu scheppern, nur um zu merken, dass der Napf randvoll mit Wasser war. Ergebnis: Diele geflutet, Hund steht klatschnass und vor Freude wedelnd vor mir, Napf dann jetzt wirklich leer.


    Grade eben: Wir sitzen im Garten, Mailo liegt im Gras. Ich gehe kurz rein, um mir etwas zu trinken zu holen. Zufällig höre ich die Türklingel dabei. Stapfe hoch, öffne dem Postboten die Tür, nehme das Paket entgegen, erkläre dem Postboten, dass der Hund im Garten offenbar grade völlig narkotisiert sein muss, dass er ihn nicht begrüßen kommt, warte, bis Postbote aus dem Garten gegangen ist, schließe die Tür, gehe durchs Haus zurück in den Garten... um Mailo zu sehen, der wild bellend an den Gartenzaun flitzt, HINTER dem DERSELBE Postbote zum Nachbarhaus geht. Postbote schallend am lachen, streichelt Mailo, der ja nun echt das Herzchen der Menschheit ist über den Zaun hinweg und attestiert ihm, dass er amtlich der schlechteste Wachhund der Welt ist

    Meinen Beginn machte ein Cocker Spaniel.

    Das hat vom Typus einfach nicht gepasst, auch wenn ich ihn lieb hatte.


    Dann zog Schäfi 1 ein und ich hatte Herzchen in den Augen. Jupp, das war es, so sollte es sein. Trotz massiver special effects.

    Schäfi war hier übrigens eine Mischung aus Sentimentalität meiner Mama, die mit Schäfis aufwuchs und Zufall, weil genau dieser Schäfi dringendst ein Zuhause brauchte.

    Und ich lebe nach der Devise „Never change a running system“ Wenn etwas sich bewährt hat, wenn alle zufrieden sind - warum ändern?
    KANN gutgehen, muss es aber nicht. Und da wir nicht von einem Paar Schuhe reden, dass man umtauscht, wenn es nicht passt oder nicht gefällt, nicht von einem Auto, dass mal schlicht weiter verkauft oder von einem Paar Strümpfe das man notfalls wegwirft, finde ich für mich persönlich Experimente sehr unfair.


    Sicher gibt es Menschen, die sich jahrelang dann verbiegen und krumm machen, habe ich für Aron (den Cocker) auch gemacht. Aber nochmal lieber nicht.