Beiträge von Munchkin1

    Ja, aber wenn der Hund knurrt, kommuniziert er und dann kommt er weg, weil er schwierig wird....?

    Und wenn es schon mehrfach so war, weiß man es doch?

    Richtig, der Hund kommuniziert.

    Ich kann aber durchaus nachvollziehen, dass jemand, der völlig unvorbereitet und/oder vlt auch unwissend auf dem Gebiet ist, mit dieser Art der Kommunikation überfordert ist. Noch dazu, wenn man den Hund quasi nicht kennt.

    Wenn Mailo mich anbrummt (denn richtiges Knurren ist das nicht) dann sieht das für Fremde auch böse aus. Sogar meine Mama verlässt dann lieber den Raum. Dabei sagt mein Hund mir nur „Find ich grade doof“. Er weiß, dass ich ihn verstehe und je nach Situation kommen wir zu einer Lösung.
    ICH weiß aber, dass das kein Drohen ist. Dass er nicht gefährlich ist. Ich weiß, dass er gleichzeitig Knurren und beschwichtigen kann.

    Steht ein mir unbekannter Hund vor mir und knurrt, versperrt mir den Weg, schränkt mich so ein, finde ich das weniger cool und bin deutlich weniger geneigt, da reine Kommunikation zu sehen

    Ohne den Hund zu kennen:


    Wenn das Sofa bei der ersten Vermittlung problematisch war, wäre mein Hinweis an die nächsten Bewerber, dass der Hund niemals, unter keinen Umständen aufs Sofa darf.
    Eigentlich sogar noch weitreichender - denn das Türen versperren ist der nächste Schritt: der Hund möchte/muss, warum auch immer, Regeln durchsetzen. Liegt er zuerst auf der Couch, dann sich niemand DAZU setzen. Wie ist es eigentlich umgekehrt? Wenn Mensch zuerst sitzt und Hund ins Zimmer kommt?

    Genau dasselbe mit den Türen - der Hund möchte/muss reglementieren, wer in welchem Raum ist.


    Wieso er das tut, kann ich nicht sagen, das wäre echt Thema für einen Trainer.

    Mein Weg wäre aber zuerst, dem Hund die Kontrolle abzunehmen, sprich Management.

    Couch, Bett, etc sind tabu.

    Der Hund geht gnadenlos hinter mir, das erschwert das Türen blockieren.

    Da ich nicht weiß, was generell problematisch ist, würde ich zusätzlich viel um die Ecke denken. Futter nur nach Freigabe. Einrichten und Gewöhnung an eine Box. Hausleine.

    Ich hab letztens mit einer polnischen Freundin darüber gesprochen.

    Wir waren auf dem Weg vom Training mit zwei DSH Rüden im Auto, sie brachte mich zum Bahnhof. Ich habe gefragt, ob sie mal kurz Mailo hüten könnte, während ich fix was zu trinken kaufe.

    Sie sagte ebenfalls, dass sie nicht anbindet, es sei denn sie muss zwingend (ihr Beispiel: auf dem Spaziergang blutende Wunde eingehandelt und brauchte dringend Verbandszeug, nach Hause war es zu weit). Dann und nur dann bindet sie an, aber immer ohne Maulkorb, damit der Hund von der Optik her Diebe abschreckt. Ein gesicherter Hund ist laut ihr schneller weg, wenn er schick aussieht, als ein ungesicherter.

    Ich bleibe dabei - einkaufen ohne Hund oder jemand wartet draußen mit dem Tier

    Also ich erinnere mich nicht daran, dass es hier auch nur einen Beitrag gab, der Zustimmung an dem Vorgehen des LPT erkennen ließ


    Natürlich gibt es Menschen, die gleich losziehen und die Welt verändern möchten. Was ok ist.

    Und es gibt Menschen, die erstmal hilflos erstarren.

    Was ebenfalls ok ist.

    Und es gibt Menschen, die anfangen logisch mögliche Lösungen zu suchen.

    Und surprise - auch das ist ok.


    Der Konsens im Thread geht doch darin, das Ding dicht zu machen, aber bitte mit Verstand und nicht in Hauruckaktionen, sonst endet diese ganze schmierige Laborgeschichte in noch schlimmeren Chaos als schon vorhanden.

    Ich war dieses Jahr auf einem Fährtenseminar bei einem Profi.


    Er hat den Besitzerin von hektischen Hunden dazu geraten, was Belohnungen in der Fährte angeht, außerhalb der Box zu denken.
    Wenn Futter am Gegenstand oder auf der Fährte, dann mindestens eine Delikatesse, für die der Hund morden würde. Käse, Ei, Wurst, Leber, whatever. Je nach Bedarf und Kandidat.
    Er übt das Verweisen auch außerhalb der Fährte mittels Gläschen und freiem Shapen. Und das bis zum Erbrechen. Er hatte auch einen Kandidaten, da musste er mit Spielzeug arbeiten, weil Futter gar nicht ging. Dann war im Behälter halt ein Stofffetzen zum zergeln, der Ablauf war derselbe. Wenn das Verweisen des Behälters klappt, wird der Behälter eingebuddelt, im nächsten Schritt legt er den Gegenstand auf den Behälter, bis er den Behälter weglassen kann.


    Für hektische Hunde innerhalb der Fährte hat er zB immer wieder mal ein Löchlein gebuddelt und da etwas reingelegt oder etwas aufgespießt oder irgendwie einen Weg gefunden, dass der Hund da ran will, aber nicht sofort kann.