Bei der anderen Option, also mein Hund hopst einen sehr nah vorbeigehenden Menschen an, der ihn dann angreift, wäre für mich zwar Reaktion nicht angemessen zum Auslöser, aber die zumindest die moralische Schuld liegt bei mir, die den Hund nicht ordentlich geführt und/oder erzogen hat.
auch die moralische Schuld liegt beim Täter.
Stell dir vor dir wäre das passiert oder einem Freund.würdest du das auch sagen?
Es gibt keine 100% fehlerfreie Tiere oder Menschen.
Ja, genau das schrieb ich ja.
Natürlich wäre ich wütend, traurig, natürlich wäre die Reaktion auf ein harmloses Hopsen immer noch überzogen, aber wenn ICH meinen Hund nicht so führen kann, dass er andere Menschen nicht belästigt, dann kann ICH nicht hingehen und sagen, dass die anderen Schuld sind. Fehler passieren, richtig. Und manche Fehler passieren eben leider nur ein einziges Mal.
Wie gesagt - wir sprechen hier vom Fall, dass ich es nicht schaffe, meinen Hund von fremden Menschen fern zu halten, nicht von einem psychopathischen Hundekiller, der über 20m auf uns zugeschossen kommt und den Hund absticht.
Keiner weiß, ob der Täter den Tod des Tieres beabsichtigte. Keiner weiß, wie es zu der Tat kam, wieso der Halter angegriffen wurde. Keiner weiß, wieso der Täter dann verschwand. Ich könnte locker Szenarien entwickeln, die erstmal identisch aussehen, aber plausibel sind.
Und ich bin immer noch überzeugt davon, dass es gar nicht so viel Kraft braucht, wie man denkt. Mailo habe ich sehr sehr oft senkrecht vor mir stehend, wenn ich da über die Bauchmuskeln streichel, das ist kein Schildkrötenpanzer.
Es tut mir sehr leid um den Hund, ich weiß nicht, ob es vermeidbar gewesen wäre.
Aber an der Hundepsychopathentheorie stört mich immer noch der zu geringe Abstand