Beiträge von Teetrinkerin

    Ich habe "Unter Wasser Nacht" von Kristina Hauff beendet.

    Das Buch entwickelt eine Sogwirkung, man inhaliert es fast weg. Die Handlung ist spannend, die Sprache leicht und flüssig zu lesen, so fliegt man regelrecht durch die Seiten. Der Roman ist in kurze Kapitel eingeteilt, das jeweils aus der Sicht einer der Protagonisten erzählt, was das Buch sehr angenehm und leicht lesbar macht. Allerdings fand ich die Handlung manchmal etwas konstruiert und die Dialoge hin und wieder gekünstelt. Auch gab es ein Kapitel, wo ich nicht zuordnen konnte, ob die Protagonistin gerade in der Gegenwart oder in der vergangenen Handlung steckt. Probleme hatte ich auch mit der Figur der Mara. Sie wirkt für mich so "konstruiert" dass es zur Geschichte passt.

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    Auch bleibt bei mir die große Frage, womit Aaron Jella erpresst hat, damit sie täglich an den Fluss kam und sich von ihm verprügeln ließ und warum sie sich weder damals noch in der Gegenwart jemanden anvertraut hat. Eigentlich der Kern der Geschichte, wodurch das Buch "unrund" bleibt.

    Fazit:

    Gut lesbar, bereitet nette Stunden, aber mit einigen Abstrichen.

    Ich habe "Die Liebe im Ernstfall" von Daniela Krien beendet.

    Ein Roman, der eigentlich aus 5 Kurzgeschichten besteht. 5 ganz unterschiedliche Frauen, 5 ganz unterschiedliche Lebensgeschichten - mehr oder weniger eng miteinander verwoben. Kriens Roman besticht durch eine klare Sprache, oftmals nüchtern, nicht wertend, dennoch entstehen sehr gut gezeichnete Charaktere. Mit manchen Frauen fühlt man sich mehr, mit anderen weniger verbunden, aber dennoch schafft es Krien, dass man sich in alle Frauen einfühlen kann. Jede kämpft auf ihre Weise im Leben um ihren Platz. Es ist kein Gute-Laune-Roman, aber auch kein Roman, der bedrückt. Es könnten die Geschichten von tausenden Frauen sein und dennoch ist das Buch nie langweilig. Im Gegenteil, man kommt in einen Fluss und möchte weiterlesen. So ein wenig sehe ich Parallelen zu Elizabeth Strouts Roman "Mit Blick aufs Meer", welcher auch lose miteinander verwobenen Kurzgeschichten versammelt, wobei Krien "ihre" Frauen länger begleitet. Und dennoch lassen die Geschichten durch ihre offenen Enden viel Raum für die eigene Gedanken - oft, wie im richtigen Leben.

    Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Im Nachwort erzählt Krien, dass die Vorliebe ihrer Tochter Clara für Happyends nicht ohne Einfluss geblieben ist. Dafür bin ich an dieser Stelle sehr dankbar. Auch wenn keine Geschichte wirklich mit einem Happyend endet, haben sie dennoch versöhnliche Anklänge.


    Außerdem war ich noch in der Buchhandlung und es sind wieder Bücher in meine Tasche gehüpft:

    - Der große Sommer von Ewald Arenz (vorbestellt, kein frisch gestern erschienen)

    - Die langen Abende von Elizabeth Strout

    - Unter Wasser Nacht von Kristina Hauff

    Mein Sohn mir aus meinem aktuellen Lesestapel "Unter Wasser Nacht" von Kristina Hauff ausgesucht, welches ich jetzt als nächstes lesen werde.

    Mein Plan für die nächsten Tage:

    - Linguine mit Radieschenblätterpesto und Radieschen (gibt es direkt heute)

    - Pellkartoffeln mit Butter und Käse

    - Blumenkohleintopf

    - Gemüsefrittata und Kartoffelgratin (Übertrag)

    - gefüllte Blätterteigrolle (Übertrag)

    - Spinat, Leberkäs und Spätzle (Essenswunsch meiner Tochter)

    - Lasagne (Essenswunsch meines Sohnes)

    - geräucherte Forelle mit Kartoffelsalat (Karfreitag)

    - geschmorte Weideochsen-Hochrippe mit Kartoffelklösen (Ostern)

    - Putenkeule mit Spätzle (Oster)

    - Pasta mit Rosenkohl (aus dem Garten)

    - Spaghetti mit Tomatensauce

    - Geflügelsuppe (wir haben eine Pute aus Gartenhaltung bekommen und da ist einiges an Suppenfleisch dabei gewesen)

    - Quiche mit restlichen Wintergemüse, was der Garten noch so hergibt

    Backen werde ich noch einen Karottenkuchen, da ich noch viele überwinterte Karotten habe. Falls jemand noch Ideen hat, was ich mit jeder Menge Karotten machen kann, dann gerne her damit.

    Ich habe mir wieder ein Lesestäpelchen hergerichtet:

    - Die Liebe im Ernstfall von Daniela Krien

    - Der Maler der fließenden Welt von Kazuo Ishiguro

    - Lempi von Minna Rytisalo

    - Liebesnähe von Hanns-Josef Ortheil

    - Die Schule der Lügen von Wolfram Fleischhauer

    Am Freitag kommt dann zumindest das neue Buch von Ewald Arenz dazu.

    Als erstes hat mir Tochter das Buch von Daniela Krien ausgesucht (Weihnachtsgeschenk von ihr).

    Monstertier

    das liest sich auf jeden Fall ermutigend, was Yoko Ogawa angeht ;)

    Am Ende des Monats mache ich für Instagram immer ein Monatsbild mit den gelesenen Büchern. Dann werde ich mir Gedanken machen, ob ich das Buch ins Regal stellen möchte oder ob es ein Plätzchen woanders finden darf. Habe übrigens gerade nochmals geschaut: Momox aktuell 4,27 €, rebuy 6,19 €. Für den mittlerweile alles andere als aktuellen Wells-Roman "Vom Ende der Einsamkeit" als TB (!) bekommt man bei rebuy noch über 4 €. Na ja...

    Monstertier

    Ich habe deswegen auch erst überlegt, ob ich Ishiguro als Vergleich hernehmen soll. Da er aber in Japan geboren und die ersten Jahre dort verbracht hat, habe ich ihn doch als Vergleich hergenommen.

    Vielen Dank für den Buchtipp! Das werde ich mir anschauen. Ich habe auf meiner Wunschliste noch "Das Geheimnis der eulerschen Formel" von Yoko Ogawa stehen. Kannst du zu dem Buch was sagen?

    Ich bin hin- und hergerissen, ob ich das Buch verkaufen soll. Einerseits gefällt es mir nicht, andererseits ist es mein erstes, richtiges japanisches Buch und das Cover finde ich so unglaublich schön. Ich hatte gestern mal bei medimops geschaut, wie viel ich dafür bekommen würde, aber 4,70€ für ein ganz aktuelles HC, das erst Mitte Feburar erschienen ist und das noch ausschaut wie neu (mache den Umschlag während des Lesens ab und lege ihn ins Regal, gehe pfleglich mit dem Buch um), war mir dann zu wenig, als dass ich es verkaufen möchte.

    Ich habe "Der Klang der Wälder" von Natsu Miyashita beendet. Leider konnte mich das Buch - ein Bestseller in Japan - nicht überzeugen. Handlungsarmut und unzugängliche Charaktere zeichneten für mich den Roman aus. Die auf dem Cover angekündigte Poesie habe ich leider nicht gefunden. Wenn man von Kazuo Ishiguro absieht, war das mein erster japanischer Roman. Mir war bewusst, dass ich keinen gefühlsbeladenen Roman bei einem japanischen Buch erwarten kann (was ja generell auch nicht mein Genre ist), aber die Protagonisten blieben mir dann doch zu farblos und ungreifbar. Neben der Haupthandlung - dem Erlernen und Stimmen von Klavieren - gab es leider kaum Rahmenhandlung. Obwohl ich gerne ruhige und auch nüchterne Romane lese, war mir dass dann doch zu wenig.

    Was ich nun lese, weiß ich noch nicht. Werde mich durch meine Regale "treiben" lassen. Mein Lesestapel mit aktuellen Büchern habe ich leider schon gelesen und das vorbestellte Buch "Der große Sommer" von Ewald Arenz erscheint erst am Freitag.

    Phonhaus

    Danke für den Tipp! Werde ich mal danach schauen.

    Am vergangenen Samstag war ja Indiebookday. Es war echt interessant, welche Bücher auf Instagram gezeigt wurden. So viel Vielfalt. Aber ich hab festgestellt, dass ich wohl eher weniger Indiebookleser bin, dass ich mit vielen Büchern einfach nicht so recht was anfangen kann. Nur den Eisele-Verlag und den Haymon-Verlag finde ich interessant und möchte dort das ein oder andere Buch noch lesen.

    Ich habe bereits vor ein paar Tagen "Mittagsstunde" von Dörte Hansen beendet.

    Das Buch ist jetzt schon eines meiner Jahreshighlights. Ich kann meine Begeisterung kaum in Worte fassen. Diese Sprachgewalt, diese unglaublichen Sprachbilder, diese geschliffene, aber nie gekünstelte Sprache. Was Dörte Hansen macht, ist sprachliche Kunst. Es gibt kaum ein Buch, bei dem ich die Sprache so sehr genossen habe, die aber dennoch so eingängig war und den Lesefluss nie gestört hat. Dörte Hansen hat ein gut lesbares, aber nie seichtes Buch mit sprachlicher Kunst verknüpft und dazu über eine längst vergangene Welt berichtet. Das hat sie mit so viel Feingefühl gemacht und dabei nie gewertet oder verurteilt. Ein Buch, das noch mindestens 1000 Seiten mehr haben sollte, ein Buch, das man nie zuklappen möchte. Absolute Leseempfehlung!

    Dann habe ich "Der Pfau" von Isabel Bogdan angelesen, aber dann doch recht schnell gemerkt, dass die Sprache/ der Stil nicht meine Erwartungen erfüllt. Nun überlege ich, ob das Buch zurückstelle oder aussortiere.

    Nun lese ich "Der Klang der Wälder" von Natsu Miyashita. Bin bereits zu 2/3 durch, es liest sich auch recht gut, aber ich bekomme nicht so recht Zugang zum Buch. Einerseits was die Beschreibungen über die Musik, als auch was die Protagonisten angeht.