Beiträge von Teetrinkerin

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    Ich finde eigentlich nicht, dass das einen neuen Thread bedarf. Frage ist doch, was ist Qualzucht? Für mich in erster Linie nachtürlich Rassen, die ein Leben lang leiden, aber auch Rassen, die kein beschwerdefreies Leben führen können (denn das sollte doch - und da sind wir uns hoffentlich alle einig - das Hauptaugenmerk in der Zucht sein!!). Dafür müsste man aber erst mal wissen, welche Rassen sind dem Urtypus am änlichsten und sind diese Rassen gesünder.

    Es wäre jetzt einfach mal interessant zu wissen, ob Rassen, die dem ursprünglichen Hund noch relativ ähnlich sind, von genetischen Problemen und rassetypischen Krankheiten weitestgehend verschont sind.

    Wie schaut der Urhund genau aus? Und welche Rassen weichen stark davon ab? Welche Probleme haben sie? Sind Rassen, die dem ursprünglichen Hund noch sehr ähneln, gesünder? Oder haben die auch rassetypische Probleme?

    Das ist wahr!Hinterher ist man immer schlauer.... aber nun habe ich meinen hund und ich liebe ihn abgöttisch (so wie jeder zweibeiner seinen vierbeiner liebt)
    Das schnarchen wird meiner meinung eh total überdramatisiert! Ich meine: wir menschen schnarchen auch mal. Der jack russel meiner cousine (den ich vor einigen wochen mal 3 tage bei mir hatte) hat mehr und öfter geschnarcht als jon.... und sie hatte deswegen vllt auch nicht gleich atemnot :headbash:

    Ich glaube, du widersprichst dir selbst. Ein paar Seiten vorher hast du nämlich das geschrieben:

    Ich rate jedem, der sich es überlegt, diese Rasse anzuschaffen: INFORMIERT EUCH!
    Das tat ich auch vorher! Geh nicht zu einem Züchter und nehmt einfach den erstbesten Welpen. Ich zb habe 4 Monate wie eine Verrückte jeden Tag im Internet nach Züchtern gesucht!
    Bin dann auch zu einigen gefahren (teilweise 3 std) und habe mir die kleinen genaustens angesehen. Aufgequollene Bäuche und Augenausfluss waren meist nicht zu übersehen! „Die Welpen sind alle freiatmend!“ versicherte man mir! Ist klar: jeder weiß, dass man das erst im „Alter“ bzw (erwachsenenalter) sehen kann ob ein Bully freiatmend ist und welche Allergien er haben könnte!

    Das heißt, du hast dich doch vorher schon schlau gemacht und hast die Risiken BEWUSST in Kauf genommen, dass dein Hund irgendwann unter Erstickungsanfällen leiden könnte.

    @Rübennase: Rassehundezucht aufgeben wollen bestimmt die wenigstens hier - aber eben in eine gesündere Richtung ändern. Das heißt ja nicht automatisch, dass es nur noch Mixe geben sollte. Mischungen können auch richtig übel ausgehen. Ich werf nur mal JRT x Mops in die Runde.

    In meiner Familie gibt es eine Cavalier King Charles Spaniel x Shih Tzu Hündin. Abgabehund, nach einer Woche bei den Käufern. Das Gebiss und die Augen will keiner sehen. (beides wirklich schrecklich)
    Das Gebiss war bei meiner reinrassigen Shih Tzu Hündin, die jedweden gesundheitlichen Mist mitgenommen hat, wollte aber auch keiner sehen. (und das waren gekrönte Elterntiere mit endlos langer Ahnentafel und jedweden Untersuchungen)

    Rassehund ist ebenso wenig eine Garantie wie Mix. Aber bei beiden könnte und sollte halt mal mehr auf die Gesundheit geachtet werden.

    Ich finde, du hast es echt gut auf den Punkt gebracht.

    Nur noch eins zu den Kindern (und dann hoert das Thema bitte auf!)..Der Unterschied besteht auch einfach mal darin, dass ich als Zuechter haftbar bin, wenn ich weiss dass meine Rasse Krankheit abc hat und ungetestet verpaare (sofern ich das darf..). Hat der Welpe dann die Krankheit, bin ich als Zuechter dran.
    Ich versteh auch echt nicht wieso du ein Problem damit hast, dass die RZV versuchen Krankheiten auszumerzen. Krankheiten die es nicht erst seit gestern gibt, sondern schon zu Zeiten, in denen keiner wusste, was es ist.

    Fuer mich gehoert sowas ebenfalls in eine Qualzuchtdiskussion. Nicht nur platte/nicht vorhandene Nasen etc. sind mAn Qualzucht. Es sind auch andere Dinge, die dann meist aus Geiz o.ae. entstehen (man laesst nicht untersuchen, weil kostet ja Geld)..

    Nein, es geht mir nicht darum, dass Krankheiten nicht ausgemerzt werden sollen. Es geht mir darum, dass viele Rasseprobleme erst dadurch entstanden sind, WEIL der Mensch so sehr in die Natur des Hundes eingegriffen hat. Und hier jetzt Geiz zu unterstellen, finde ich mehr als unterste Schublade!

    @Rübennase
    unsere Familienhündin war ein Uuups-Wurf einer Bekannten (Hündin war läufig, ist ausgebrochen und hat sich dann auf der Straße mit einem Rüden vergnügt). Jedenfalls war die Mutter Dackel (stand auf dem Gehweg bei der Verpaarung) und der Rüde ein Berner Senner (stand auf der Straße). Unsere Jessie ist 16 Jahre alt geworden.

    Es geht nicht um ihren Kinderwunsch, sondern darum Verantwortung zu übernehmen für ein ungeborenes Leben.Ich habe selber einen genetischen Defekt, wenn man das hier so unverblümt sagen darf. Wenn ich jemals schwanger geworden wäre, hätte ich jede mögliche Untersuchung gemacht. Denn auf der Grundlage, von etwas das ich kenne, kann ich die Entscheidung für das Ungeborene treffen. Nach bestem Wissen und Gewissen.

    Und in der Hundezucht, versucht der verantwortungsbewusste Züchter, mit all seinen Kenntnissen über die Gesundheit der Vorfahren, möglichst gesunde Welpen zu züchten.
    Denn auch für diese trägt der Züchter die Verantwortung.... mit der durchdachten Anpaarung.

    Es spricht doch niemand davon, nicht die Verantwortung für ein neues Leben zu übernehmen. Du hast einen genetischen Defekt, da ist es doch klar, dass man entsprechende Untersuchungen durchführt. Ich habe doch auch nirgends geschrieben, dass man es nicht machen soll.

    Aber es werden bei Kindern nicht routinemäßig Gentests durchgeführt. Das und nichts anderes möchte ich damit ausdrücken. Und Verantwortung für ein Leben zu übernehmen, heißt mehr, als ins Blaue hinein irgendwelche Tests zu machen.

    Vor zwei Jahren hatte ich so schlimme Mandelentzündung, dass ich in der Nacht Erstickungsanfälle hatte. Das wünsche ich keinem Lebewesen! Ich hatte Angst davor, einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen.

    Für viele Möpse und Bullys ist das ein Dauerzustand. Würde man bei Menschen einen solchen Zustand herbeiführen, würde man von Folter sprechen.

    Es tut mir leid, ich kann dafür echt keine schönen Worte finden und rechtfertigen kann ich es auch nicht, dass sich jemand bewusst für so eine Rasse entscheidet.

    @Esiul
    ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr, ob bei der Hüfte standartmäßig ein Ultraschall gemacht wird. Bei Tochter bin ich ganz sicher, dass man es gemacht hat, weil sie Anzeichen hatte, die für eine Dysplasie hätten sprechen können. Da wurde ich aber drauf hingewiesen und mir empfohlen, dass machen zu lassen. Daher bin ich zu einem spezialisierten Kinderarzt gegangen. Bei Sohnemann weiß ich es nicht - wenn, dann wurde es im Krankenhaus vorgenommen, beim Kinderarzt später definitiv nicht.

    Übrigens würde ich mein Kind niemals ohne vorherigen Verdacht röntgen lassen - auch wenn die Strahlenbelastung zu früher deutlich reduziert wurde, ist es immer ein Risiko.

    Ich zitiere mal die Uniklinik Bonn:

    Jede Röntgenuntersuchung birgt letztendlich ein unkalkulierbares Risiko. Aus diesem Grunde dürfen Röntgenuntersuchungen nur bei entsprechender Indikation durchgeführt werden, das heißt nur dann, wenn das Unterlassen einer Röntgenuntersuchung ein höheres Risiko beinhaltet als die Untersuchung selbst.

    Quelle: Radiologische Universitätsklinik Bonn


    Ich halte es schon für auch bedenklich, dass man Hund standartmäßig so durchröngt.