Der Hundebesitzer in dieser Situation hat es auf jeden Fall sehr schwer!! Das stimmt und ich wünsche ihr wirklich von Herzen alles Gute! Es geht mir auch wahrlich nicht darum, dieser armen Frau noch den Zeigefinger auszustrecken, jetzt, wo es sowieso zu spät ist. Nichts liegt mir ferner.
Und ich habe auch nicht gesagt, dass das Futter der einzige Grund für die Erkrankung ist. Worauf ich hinaus möchte ist eher prinzipieller Natur - nicht speziell auf diesen Fall gemünzt. Nur es gibt unglaublich viele Fälle wie diesen.
Jetzt mal im Ernst: Würdest du nicht sagen, dass gute Ernährung gesünder hält als minderwertige Ernährung? Darum geht es doch und um nichts anderes!
In diesen Futtern sind fast ausschließlich Nebenprodukte. Gerade bei pflanzlichen ist es ausdrücklich Abfall - absolut gegen die Natur des Hundes. Ich hab das Zeug selber gefüttert. Damit er das Zeug frisst, werden Geschmacksstoffe zugegeben. Und Salz. Das Futter besteht zum allergrößten Teil aus Getreideabfall - für einen Fleischfresser! Und es wird unglaublich viel Chemie zugegeben. Steht sogar auf der Packung - nur in verklausulierten Formulierungen.
Das KANN doch nicht gut sein.
Meine TÄ und auch meine THP (jetzt hier in Köln, aber auch schon der bei dem ich in München war und auch der bei dem ich in Bonn war!!) warnen jeden vor dieser Art Futter. Nicht ohne Grund. Sie haben sich aber auch weitergebildet.
Es geht nicht darum, dass jemand meiner Meinung sein muss und füttern muss, wie ich es tue. Aber es geht doch nur darum, prinzipiell zu verstehen, um was es geht. Wenn mich jemand nach einer Futterempfehlung fragt, und gewissen Einschränkungen macht (Preis, nicht aus dem Internet, kein Kaltgepresstes oder wie auch immer), dann empfehle ich oft Futter, die ich selber nie geben würde - aber sie sind in Ordung und wirklich vertretbar! Um was anderes gehts mir nie.
Du bist, was du isst. Ernährung ist ein wichtiger Faktor der Gesundheit. Bei Mensch und Tier.
Soll ein kranker Mensch Dosensuppen essen oder frisch bereitete Nahrung? Was ist wohl gesünder?
Solches Fertigfutter gibts seit rund 60 Jahren. Seitdem ist die Anzahl der Diabetes, Krebs, Allergie- und Lerber-Nieren-Probleme dastisch hochgegangen.
Dank medizinischer Technik leben die Hunde auch länger - alles unbestritten. Aber das würden sie auch, wenn es weniger solcher Krankheiten gäbe.
Ich befürchte, dass es müßig ist, hier weiter zu diskutieren. Es würde schon reichen, wenn man die Grundsätze gesunder Ernährung (1. möglichst artgerecht und 2. ohne Chemie) auf den Hund überträgt, um ihn gesund zu ernähren. Egal mit welcher Marke, Hautpsache, sie entspricht den beiden wichtigen Kriterien.
Ich würde nicht so reden, wenn ich nicht am eigenen Leib gespürt hätte, wie schlimm es ist, wenn der Hund sehr krank wird. Und ich wäre nicht so davon überzeugt, dass es an der Ernährung liegt, wenn ich nicht gesehen hätte, wie gut meinem Hund sein neues Futter tut. Denn alle Werte haben sich nach der Gabe guten Futters wieder normalisiert und er hat keine neuen Geschwulste mehr.
Ich hoffe, dass keiner diese Arfahrung selber machen muss. Denn ich hab mir damals verdammte Vorwürfe gemacht, dass es meinem Hund so schlecht geht. Und dass ich nicht früher drauf gekommen bin.