Mag sein, dass ich da einfach ein Wortklauber bin. „Eu-Thanos“: Das ist „der schöne Tod“ und über den reden wir hier meiner Meinung nach nicht. Euthanasie ist die Erlösung nach einem Leidensweg vor einem weiteren Leidensweg. Hier geht es um die Tötung von nicht mehr Passendem und Unerwünschtem.
Ich bin nicht grundsätzlich dagegen. Aber ich mag haben, dass Jeder, der das fordert, sich auch ein ganz klares Bild ohne rosa Wölkchen, Blümchen und Schleifen davon macht (und nein, Dich meine ich damit nicht
), was er da fordert. Von den Leuten, an denen die Drecksarbeit dann letztlich auch wieder hängt. Und da lese ich hier unterm Strich wieder den Tuerschutz als Favoriten, auch wenns nicht explizit ausgesprochen wird.
Das hat was mit meinem Gefühl für Verantwortung und Respekt vorm Leben zu tun. Als Gesellschaft reden wir uns so viel schön und verdrängen, was faktisch täglich passiert, obwohl es himmelweit gegen den gängigen Moralkodex passiert. Ich erwarte ja gar nicht, dass sich da grundlegend was ändert. Aber man kann doch offen hinschauen.
Ich verstehe, was du meinst.
Aber nichts destotrotz ist es das korrekte Wording. Ich finde es zB auch total unlogisch, dass in der Lerntheorie "etwas hinzufügen" "positiv" genannt wird und dann da so fürs Gefühl im Alltagsgebrauch merkwürdige Konstrukte herauskommen wie "positive Strafe". Aber - es heißt so.
Natürlich kann man daraufhinweisen, dass man selbst den Wortsinn (der vielen sicher nicht bekannt ist), hier nicht für erfüllt hält, aber darum bitten, es exakt so zu benennen, wie du es fühlst (es könnten ja andere auch anders fühlen), find ich einfach - naja - irgendwie nicht so richtig. Denn dann kann man ja gar nicht mehr gemeinschaftlich über dasselbe reden.