Beiträge von Jimina

    Kurz OT: gibt es in Slowenien noch Straßenhunde? Oder meinst du mit Shelter „normales Tierheim“?

    Meine Hündin aus Rumänien bringt einfach sehr viele Eigenschaften mit, die das Zusammenleben in der Stadt sehr erschweren.

    Keines dieser Dinge ist unhändelbar, aber zusammen genommen machen sie das Leben mit ihr zu einem einzigen Kompromiss.

    Einerseits ihr ausgeprägtes Territorialverhalten inkl. nach vorn lösen und auch beschädigen (wenn kein Maulkorb drauf wäre, dragonwog hat da bereitwillig zum testen hergehalten :D), welches sich auf die gesamte Straße ausweitet. Also Hund immer nur mit Bedacht führen, Bögen laufen, Management im Treppenhaus (etc.)

    Andererseits wahllose Neurosen (läuft an bestimmten Stellen nur auf dem Bordstein oder an der Hauswand ohne Grund, läuft in bestimmten Parkanlagen gar nicht wegen zu vielen Hundegerüchen …), Ängste wie vor Himmelskörpern (geht nicht raus wenn der Mond zu sehen ist, oder Heißluftballons), da habe ich mir sagen lassen, dass HSH dieses Problem wohl des Öfteren haben :ka:

    Und natürlich die Klassiker, also Geräuschangst, Angst vor Wind usw.

    Die Welt hier ist gefühlt überhaupt nicht bereit für einen Hund wie sie und umgekehrt.

    Ich denke auf dem Dorf in einem Häuschen würde es besser klappen, aber es ist eben wie es ist.

    Meine älteste Hündin ist nun mittlerweile auch schon 13 Jahre alt und so langsam muss ich mir wohl eingestehen dass sie dann auch zu den Senioren gehört, auch wenn sie im Großen und Ganzen trotz ihrer Krankheiten noch recht fit ist.

    Momentan beschäftigt mich aber ein Thema. Bei älteren Hunden sind Herzprobleme ja nicht selten. Eine Bekannte von mir geht mit allen ihren alten Hunden regelmäßig zum Herzultraschall, um Auffälligkeiten früh zu erkennen.

    Wie haltet ihr das? Unser Tierarzt hört das Herz regelmäßig ab, wenn wir dort sind, dabei ist bislang nichts aufgefallen. Auf welche Symptome müsste ich denn bei Herzkrankheiten achten? Ist ein Herzschall generell zu empfehlen oder nur bei Symptomen?

    mein alter Chef sagt immer seine Ohren haben keine Augen, es muss nicht zwingend ein HG hörbar sein damit was im Argen ist (andersherum muss nicht jedes Geräusch hochdramatisch sein).

    Je nach Erkrankung können die Symptome vielfältig sein, Abgeschlagenheit, reduzierte Belastbarkeit, Hecheln, erhöhte Atemfrequenz , Husten. Aber es kann auch Unruhe, Rastlosigkeit usw. sein.

    Wenn der Hund grundsätzlich nett und ein TA Besuch kein riesen Drama ist, finde ich Vorsorgeuntersuchungen wie Herz oder Abdomenultraschall nicht verkehrt.


    Ich würde nun gern mal endgültig auf ein "Senioren"futter wechseln.

    Alle bisherigen Versuche sind schiefgegangen und der Hund hat Durchfall bekommen (oder teilweise sogar Juckreiz...).

    Von ihrem langjährigen Trofu hat sie nun aber immer mal wieder Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, ich denke das ist zu fettig. Also es muss eh ein Futterwechsel her. Aktuell gibt es deswegen fettarme, selbst gekochte Schonkost.

    Könnt ihr ein hochwertiges, fettarmes Seniorenfutter empfehlen?

    Ob es ein Pilz ist oder nicht lässt sich ja durch eine Kultur oder einen PCR nachweisen.

    Einen Pemphigus oder Lupus müsste man beproben. Allerdings würde ich nach einiger Zeit auch zusätzlich noch andere auffällige Stellen als nur die Nase erwarten.

    Aus eigener Erfahrung sind diverse Cremes und Salben auf der Nase schwierig.

    Ich habe dazu noch mal ein Beispiel ohne klassische Belohnung als solches (die nimmt mein Hund leider nicht).

    Dafür ist es natürlich wichtig die Motivation des Hundes zu kennen.

    Bei meiner Hündin weiß ich, sie hat keine Lust auf andere Hunde und hat gelernt, dass es manchmal hilft wenn man laut und groß wird.

    Sie würde aber niemals von sich aus auf Distanz hin (außer in der eigenen Straße, aber da ist es territorial bedingt und das Problem bekommen wir wohl in ihrem Alter nicht mehr gelöst).

    Ich fahre also erfolgreich die Strategie, dass Abstand ihre "Belohnung" ist. Also wir sehen den Hund, sie nimmt ihn wahr und wir gehen dann in einen Abstand der für sie aushaltbar ist. Früher war der relativ groß, mittlerweile reichen so 5m ca. aus, wenn der Weg schmal ist reichen auch 3m , dann schirme ich sie nur richtig gut ab.

    Dort lasse ich sie absitzen, signalisiere damit auch dem anderen Hundehalter oder der Hundehalterin, dass wir keinen Kontakt möchten. Ich stelle mich dann natürlich so vor sie, dass sie abgeschirmt ist und falls sie doch auslöst mein Körper dazwischen ist. Wenn das Gelände nicht so eng ist, dann gehen wir einfach einen Bogen.

    Für mich ist es ein guter Kompromiss zwischen Management und Training. Je mehr Erfahrungen sie gesammelt hat, dass mit dem Konzept "nix passiert", desto entspannter ist sie geworden. Mittlerweile reagiert sie fast gar nicht mehr. Es sei denn es kommt ein Hund am Rad entgegen, dann fällt sie wieder in das "Fuck, der rennt auf mich zu, der will bestimmt was von mir" Muster.

    Sollte der Weg mal so eng sein, dass ich nicht ausweichen kann, dann nehme ich sie einfach direkt am Geschirr und gehe zügig vorbei. Manchmal sagt sie dann nichts, manchmal löst sie aus, aber ich kann sie mit einer Hand neben mir halten, denn so wirklich hin will sie halt nicht.

    Mira ist auch oft "unbelohnbar".

    Die tollsten Leckerchen nimmt sie draußen mal so lala, und oft nicht. Selbst wenn sie die Kekse nimmt, dann fragt sie nicht nach weiteren, ich bin mir also nicht mal sicher ob das in dem Moment überhaupt eine Belohnung ist.

    Spielen tut sie nicht, rennen mag sie nicht, anfassen draußen ist sowieso unerhört, buddeln o.ä. tut sie auch nicht. Punktuell kann man natürlich "bestärken", indem man etwas negatives entfernt oder beendet. Also indem ich bspw. einen Bogen gehe wenn ein Hund entgegen kommt, oder ich das "Fußlaufen" auflöse und sie wieder vorlaufen darf. Oder wenn es abends stürmt, sie noch mal pinkeln muss und die "Belohung" fürs Pinkeln ist, dass sie wieder rein darf. Oder wir uns von einem unangenehmen Reiz abwenden, nachdem sie ihn eine Weile ausgehalten hat.

    Das kann man natürlich nur in bestimmten Situationen nutzen. Also ein einfaches "das hast du gerade super gemacht" gibt es nicht, bzw. nur verbal. Ob sie das als Solches empfindet weiß ich nicht.

    Thema Fußlaufen:

    mich betrifft es selber nicht, aber habt ihr Erfahrungen mit kleinen Menschen und großen Hunden?

    Im Obedience kommen jetzt nicht so häufig sehr große Hunde vor, aber so allgemein. Ich beobachte, dass der Hund entweder eine sehr ungesunde Laufart bekommt (Pass, oder ataktisch hinten), oder der /die Hundeführer/in ein sehr hohes Tempo vorlegen muss, damit der Hund gut/gesund laufen kann. Das ist natürlich gerade am Anfang auch schwierig umzusetzen.

    Hier im Ort gibt es eine Englische Bulldogge die ich einfach nur grotesk finde. Das würde ich den Besitzern doch aber nie um die Ohren hauen - ich würde ihnen aber auch nie Komplimente zu ihrem Hund machen.

    So eine hatte ich mal auf Arbeit.

    Das war ein ganz lieber Hund, aber der Inbegriff einer Qualzucht. Keine Nase, entzündete Falten, hängende Lider, ein schiefer Caninus guckte vorn aus dem Mund, die Beine krumm und unfassbar viel Haut.

    Frauchen sah das nicht so und hat bei jedem Verbandswechsel betont, dass der Hund auch mit dem Pfotenverband noch der schönste Hund der Welt sei.

    Ok :sweet:

    Hier wird der Hund langsam blind, wir haben einfach Nachtlichter mit Bewegungssensor angebracht, dass der Flur und die Treppen ins OG nachts ausgeleuchtet werden.

    Taub wäre mir wesentlich lieber, Madame neigt ja leider zum Kläffen und spätestens ab 13.30Uhr wird hier jede zuschlagende Tür kommentiert, weil Herrchen nach Hause kommen könnte.

    taub wäre mir auch lieber als blind. Aber ich habe das Gefühl, dass Hunde die sowieso jeden Pups hören ihr Gehör die ganze Zeit so stark trainieren, dass die nicht so schnell taub werden.

    Ist nur meine Theorie :D

    Mira bekommt auch trübe Augen, hören tut sie noch gut, wobei der Schlaf tiefer wird.