Alles anzeigenIch gebe gerne ein Beispiel.
Thema: Mäuseln. Möchte ich nicht. Grund ist nebensächlich.
Meine Hunde kennen einen Abbruch, sage ich das Abbruchsignal, möchte ich ein Meideverhalten sehen. Wird dieses Meideverhalten gezeigt, verstärke ich es mit einer Bestätigung. Wird es nicht gezeigt, folgt eine Strafe, welche das gezeigte Verhalten (mäuseln) abbricht. Bestätigung und Belohnung sind angepasst an den Hund.
Bestätigung im Falle meines einen Hundes, der sehr ambitioniert im mäuseln war: Futter. Strafe für diesen Hund: es flog etwas auf den Hund, im Freilauf die Führleine.
So, dieses Prinzip lässt sich auch 10000 Situationen abstrahieren. Unterwegs etwas fressen, Pisse lecken, die Hühner jagen wollen, etc.
Der Punkt ist, was sind meine Verstärker und wie hemme ich den Hund. Und die meisten setzen sich beim hemmen so viele gedankliche Grenzen, dass für den Hund halt nie eine echte Konsequenz folgt und sie sich die Signale abnutzen und das Training niemals ein Ende findet. Oder sie den Hund abstumpfen. Strafen ist schwieriger als Belohnen, aber es geht beides Hand in Hand. Nicht jeden Hund beeindruckt es nachhaltig, wenn er körperlich zurückgeschickt oder bedrängt wird, was selbstverständlich netter aussieht, als wenn man eine Leine Richtung Hund wirft.
Aber es ist ja viel leichter ein konkretes Verhalten abzubrechen als Aufregung zu unterbinden/verbieten/runterzuregeln... Also ich glaube die wenigsten Probleme entstehen bei Dingen die sich mit einem einfachen Abbruch regulieren lassen.
Also ja es gibt Hunde da funktioniert das wunderbar, Abbruch, ins Fuß nehmen, was auch immer. Und dann gibt es eben Hunde deren Verhalten man nicht so leicht von der Erregungslage abgekoppelt formen kann.